Sashs Blog

Herzlich willkommen in meinem Blog!

Ich schreibe hier über unterschiedlichste Dinge, deswegen möchte ich allen Interes-senten an einem bestimmten Thema nahelegen, sich in diesem Fall ein Stückchen unter diesem Text die betreffende Kategorie anzeigen zu lassen. Wer dies unterlässt, muss auch den ganzen anderen Mist lesen...

PS: Ihr könnt gerne auch ältere Beiträge kommentieren, denn ich bekomme so oder so eine eMail!

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  • : Linker Spinner mit wenig Geld und einem Hang zum Zynismus. Dennoch lebensfroh und gutmütig. Ist das hier ne Kontaktanzeige? :)

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Ich bin schon seit 7.38 Uhr wach, was für mich in letzter Zeit so in etwa der Termin ist, zu dem ich mich das erste Mal im Bett rumdrehe. Bin bis auf gestern die letzten Tage eigentlich immer erst so gegen 6 Uhr ins Bett, und gestern hat es mich dann punkt 24 Uhr dahingerafft. Kann auch nicht schaden...
Ja, ich nutze die Zeit überwiegend zum Lernen, da es inzwischen ja auch wieder die heiße Phase der letzten Woche ist. Ich weiss nicht, ob die Tage irgendwann überhaupt mal was erwähnenswertes passiert. OK, am Freitag kommt mein Stiefbruder für eine Nacht vorbei, aber abgesehen davon, dass wir uns so gut wie nie sehen, wird das sicher auch wenig außergewöhnlich.
Mittwoch, 15. oktober 2008
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So, bevor ich mich noch 48 Stunden am Stück nicht melde: Ich bin gerade wirklich wieder viel am Lernen und versuche mich in der Zeit, die ich dazu am PC verbringe, gar nicht erst auf das Internet einzulassen. Deswegen sind auch die Comments in den letzten beiden Tagen eher knapp ausgefallen.
Die Ortskundeprüfung rückt mal wieder näher, und irgendwann muss ich es ja einfach mal schaffen. Denn zu allem Ärger läuft natürlich am 10.11.08 mein ALGI aus, und ich hatte eigentlich gar nicht erst vor, mir all das Geschmeiß mit HartzIV zu geben. Wie die Zeit aber auch vergeht.

Heute vor genau drei Jahren fand in der WG in Stuttgart die Mörder-Party statt, aus deren Umständen heraus unter Anderem meine aktuelle Beziehung mit Ozie entstand. Nach offizieller Übereinkunft haben wir morgen unser Dreijähriges. Der heutige Abend wird mit Sicherheit nicht so spektakulär wie der vor drei Jahren. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er auf Küche aufräumen, Fischstäbchen essen, Lernen und vielleicht Bloggen bestehen. Aber ich wüsste auch gar nicht, wo ich jetzt auf die Schnelle so viele Leute herorganisieren sollte, die wie damals unsere Bude auf den Kopf stellen.
Die Party damals ist nicht zu Unrecht in die Geschichte der Stuttgarter WG eingegangen. Dass ich zu guter Letzt aus dem Bett geholt wurde, um mit den Cops zu diskutieren war da nur der Abschluss. Zwei Hundertschaften - so habe ich mir von Gästen, die draussen waren, sagen lassen - haben die Cops aufgeboten, um unsere Party zu beenden. Dann haben sie ein paar Minuten mit einem relativ betrunkenen Sash verhandelt und am Ende sind sie einfach gegangen, ohne die Wohnung betreten zu haben. Und das, obwohl uns laut Aussagen des Einsatzleiters folgendes vorgeworfen wurde: "Naja, zuerscht Ruhestörung, und dann Linksradikalismus..."
Ich will mir gar nicht ausmalen, was die für Augen gemacht hätten, wenn sie gesehen hätten, dass sich ihre subversiven Elemente den Abend damit vertrieben haben, mit ihren nackten Hintern "Marmorstein und Eisen bricht" auf dem Klavier zu spielen.
Dem Abend folgte aber ein bitteres Erwachen mit Vermieter-Schelte, weil irgendwelche Deppen die Haustür aus den Angeln gerissen hatten und ein Zustand der Wohnung, der in Punkto Lebensqualität in so manchem Slum nicht akzeptiert worden wäre. Der Kater hat bei einzelnen Personen drei Tage angehalten...
Ich will übermäßigen Drogenkonsum gar nicht verharmlosen, aber das war es dennoch wert. Die Party landete weit oben in den Top Ten der geilsten Tage meines Lebens!

Naja, ansonsten habe ich gerade vom Don Saftinator eine DVD geschickt bekommen - für die ich mich auch auf diesem Wege bedanken möchte. Er hat mir die Live-DVD seiner neuen Band "The Chaos Within" geschickt.

Hier geht's zu deren Homepage

Wenngleich ich zu musikalischer Offenheit rate, wird der Link dennoch nur für Metal-Fans interessant sein. Aber schließlich geht nichts über freundschaftliche Links :)

Ja, ich widme mich jetzt mal der Küche :(
Mittwoch, 8. oktober 2008
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Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich die Zahl der Kommentare erhöht, sobald man über Politik schreibt. Die aktuellen Zahlen von overblog stehen mir aber natürlich nicht zur Verfügung, weil sich der Statistikserver just zur Umstellung auf die neue Zählweise verabschiedet hat. Ich mag sowas, ehrlich!

Naja, eigentlich gibt es gerade nicht viel zu bloggen, ich muss bloß für ein paar Minuten mal wieder den Kopf von all den Straßen abwenden, die sich gerade wieder durch mein Gehirn schlängeln. Da ich die Befürchtung habe, die Prüfer werden es ignorieren, dass ich schon alleine wegen meines bevorstehenden Geburtstages das Bestehen der Prüfung verdient hätte, muss ich wohl weiter lernen.
An und für sich kein Problem, denn ansonsten mache ich gerade nicht wirklich viel. Die Wohnung rückt wieder voll in den Mittelpunkt, wenn Ralf dann ausgezogen ist - was eher nach der Prüfung der Fall sein dürfte - und mit dem täglichen Essen / Schlafen / Spülen / Zocken kann ich den Tag irgendwie nicht wirklich ausfüllen. Da kommen einem die Straßen manchmal sogar gelegen.
Naja, morgen scheint Welt-Familiengeburtstag zu sein, insofern bin ich da auch verplant und mal wieder ein bisschen unterwegs.

Und meine Habanero-Pflanze Habi hab ich in den letzten Tagen auch ein wenig vernachlässigt. Irgendwie will er aber auch keine Früchte bekommen. Was ich im Übrigen echt schade finde. Wer weiss, vielleicht ist es ihm inzwischen auch ein wenig zu kalt Aber gut, ich sollte dann mal wieder...
Donnerstag, 2. oktober 2008
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Oh Mann, was war das denn gestern für ein verstrahlter Tag. Ich bin ziemlich früh in einem ziemlich abenteuerlichen Zustand im Bett gelandet, nachdem unser Besuch weg war und mein PC sich beharrlich allen Versuchen, ihn nutzen zu können, widersetzt hat.
Dadurch bin ich dann auch heute Nacht um 2.45 Uhr erwacht und bis jetzt wach. Grafikmäßig habe ich ihn in die Knie gezwungen, er zeigt jetzt wieder brav so viel Bildschirm wie zuvor auch. Ozie hat noch nicht bemerkt, dass ich ihre Karte drin habe - was aber auch relativ irrelevant sein sollte, da die Eckdaten zumindest die selben sind (selber Chip, gleiche Menge RAM, etc.).
Nun ja, der heutige Tag wird mal schaffensreich und nicht so lethargisch wie die letzten. Das ist schon beschlossene Sache.
Samstag, 13. september 2008
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Die Überschrift mag etwas hart klingen. Ja, vor allem klingt sie sogar ein wenig beliebig. Ich bin kein absoluter Computer-Profi, aber eben auch kein Anfänger.
Erst gestern hatte ich es mit Ozie wieder einmal darüber, dass PC's vielleicht auch einfach zu leicht zu bedienen sind. Klingt absurd? Nun, die Überlegung, die dahinter steckt ist eine einfache: Heutzutage werden einem PC auch im Alltagsbereich hochsensible Daten anvertraut. Wichtige Texte, Rechnungen, sämtliche private Fotos, Videos. Man wickelt seine Bankgeschäfte online ab und dergleichen. Dies zum Teil von Menschen, die nicht einmal den Unterschied zwischen einem Betriebssystem und einem Prozessor kennen.
Ich gönne ja auch jedem Nicht-Experten einen Computer, so soll das nicht klingen. Aber durch die einfache Bedienbarkeit wird dem letzten Idioten suggeriert, dass er völlig im Griff hat, was er da tut - und diese Illusion ist nicht nur nervig für die Leute, die dann das System wieder richten sollen, sondern schlicht und ergreifend in gewissen Ausmaßen gefährlich. Und eigentlich haben die Nutzer selbst gar keine Schuld daran, sie wissen es ja nicht besser.
Aber gut, ich bin mal wieder abgeschweift.
Ich wollte eigentlich nur schreiben, dass ich nicht gedenke, mich einzureihen in einen Haufen Geschrei mit dem unsinnigen, völlig informationsfreien Inhalt, dass der PC halt nicht macht, was ich will.
An vielen PC-betreffenden Entwicklungen in meinem Zimmer habe ich mehr als nur genug Schuld und erkenne das an. Ärgerlich ist es für mich dennoch. Aber was ist eigentlich passiert?
Nun, dass vor einer Weile mein PC unter Windows einem massiven Virenangriff nicht standgehalten hat, das wissen inzwischen alle Leser. Daraufhin habe ich - weil Windows sich bis heute weigert, installiert zu werden - Ubuntu installiert.
Grundsätzlich bin ich happy mit dem System, zumal ich längerfristig (der Sankt-Nimmerleins-Tag lag in der näheren Auswahl) sowieso vorhatte, dem Software-Riesen aus Redmond den Rücken zu kehren. Aus politischer Sicht, aus Interesse, aus Protest auch meinetwegen. Getan habe ich es nun doch nicht, weil ich endlich meine Faulheit in den Griff gekriegt habe, sondern aus der Not heraus. Naja, manchmal haben eben auch schlechte Dinge ihr Gutes ;)
Die letzte Woche habe ich mich damit herumgeschlagen, dass ich nicht in vollem Umfang auf meine alten Windows-Platten zugreifen kann, was ich eigentlich bis heute noch nicht so ganz im Griff habe. Da es aber nur darum geht, ob ich Programme dort installieren kann, hält sich das Problem in Grenzen. Für Daten kann ich meine Platten nutzen.
Nun saß ich gestern am Rechner und habe dieses neue Adventure-Game Firefox 3.0 gespielt. Eigentlich recht erfolgreich. Ich hab einige schwierige Texte hinter mich gebracht, und war recht zufrieden mit mir und der Welt.
Dann schaltete sich plötzlich mein Monitor ab.
Etwas erstaunt stellte ich fest, dass mein PC scheinbar problemlos weiterlief. Der nun auftretende Geruch verbrannten Plastiks hat mich dann recht schnell auf die Lösung des Problems gebracht: Grafikkarte überhitzt. Und zwar so richtig!
Ich hab dann im weiteren Verlauf des Abends die Karte ausgebaut und bei einem zangenunterstützten Schnell-Check meine Vermutung bestätigen können: An der GPU sind einige dunkelbraune Stellen zu erkennen, die da offenbar nicht hingehören, der Lüfter dreht sich im Betrieb gar nicht, und von Hand nur noch schwer.
Die Überraschung war so groß gar nicht, da ich die Karte erst um den Jahreswechsel bekommen habe - als Ersatz für eine baugleiche, bei der mir die Plastik-Halterung des Lüfters abgeschmolzen war, wodurch sich derselbe an lustigen Fäden im Gehäuse abgeseilt hat, bis die GPU dem elektrischen Strom endgültig erlag.
Der Verkäufer meines Computer-Dealers war sichtlich erstaunt ("sowas hab ich auch noch nicht gesehen") und entsprechend problemlos ging der Umtausch vonstatten.
Früher war sowas in der WG nie ein Problem. Wir hatten immer massig Computer-Zubehör rumliegen, und eine veraltete Grafikkarte als Ersatz - bis die neue geschickt wird - war immer da. Das ist leider nicht mehr so. Die einzige Grafikkarte, die derzeit unbenutzt in der Wohnung weilt, ist meine alte GeForce 4 Ti 4600 von Asus, die auch schon tot ist, die ich aber irgendwie aus Sentimentalitätsgründen nicht wegschmeissen will. Wahrscheinlich, weil sie anno dazumal exakt 100% meines ersten Solds beim Zivildienst gefressen hat. Ich nehme an, mein Unterbewusstsein wartet darauf, dass sie die 469 Euro wieder ausspuckt...
Was nun?
Ich entschloss mich mit Ozie dazu, heute die An- und Verkaufsläden direkt ums Eck aufzusuchen, um eine alte Karte für ein paar Euro aufzutreiben, die mir übergangsweise wenigstens den Zugang zum Netz sichert.
Im ersten Laden fanden wir ein bisschen unsortiertes Computer-Zubehör, das allerdings selbst meinen niedrigen Ansprüchen nicht wirklich gerecht wurde. Eine Grafikkarte (die man sicher nicht einmal hätte testen können) lag herum, und wenngleich ich nicht herausgefunden habe, was es genau für eine war, so sagten mir doch die Datumsaufkleber (1992 - 1994) und der Slot (PCI) genug, um zu verzichten.
Meine Minimalvorstellung war etwa: Jahrgang 2000, 32 MB, GeForce 2 vielleicht. Ist Rückschritt genug, wenn man normalerweise eine 512 MB-Karte (ATI X1600 Pro) verwendet.
Im nächsten Laden gab es gar nichts. Dann fiel unser Blick auf einen PC-System-Zusammenschraub-Laden, in dem wir beim ersten Umsehen auch nichts fanden. Ein netter Verkäufer fragte uns, was wir suchen, worauf ich ihm antwortete, dass ich eine möglichst billige AGP-Grafikkarte zu Ersatzzwecken benötige. An Neuware hatten sie nur eine einzige AGP-Karte zur Auswahl (GeForce 5600 mit 128 MB, wenn ich mich recht entsinne), die lag allerdings mit 25 Euro ein bisschen über dem, was ich für zwei Wochen Internet ausgeben wollte.
Er meinte, er könne mal sehen, ob sie noch irgendwas gebrauchtes dahätten. So kam er dann auf eine GeForce 4 MX 440, die er dann auch mal eben erfolgreich testete. Er fragte mich, was ich ausgeben will, ich erwiderte: "Möglichst wenig, ich brauch sie ja nur ein paar Tage", und ich hab seinen Vorschlag ("N Fünfer") angenommen. Ich denke, das war für beide ein faires Geschäft:
  • Ich hab für fünf Euro ein paar Tage einen funktionierenden PC
  • Er ist etwas losgeworden, für das heute niemand mehr Geld bezahlt
Frohen Mutes ging ich nach Hause, und wider Erwarten ward ich nicht so recht glücklich. Die Karte funktioniert - da kann ich mich nicht beschweren! Dummerweise konnte mein System mir dennoch keine höhere Auflösung als 640 x 480 anbieten. drei nVidia-Chips gibt es offenbar, die unter Linux Probleme machen können. Unter ihnen: natürlich die MX 440. Das scheint also das Problem zu sein.
Die erste Idee war mehr oder minder vorprogrammiert: Karte mit Ozie tauschen! Nun ratet mal, was für eine Karte Ozie in ihrem Rechner hat...
Aber versucht habe ich es natürlich dennoch.
Und so komme ich - während ich mit einer Bildschirmauflösung von 640 x 480 an meinem Rechner sitze - auf die Idee, dass er mich hassen könnte.
Kann man nachvollziehen, oder?
Manchmal wünsche ich mir wirklich Willy - das ist der Rechner von Ozie inzwischen - zurück. Der läuft und läuft und... wenngleich einige seiner Bauteile noch von 2000 sind. Aber mein PC - vorerst Tiger, inzwischen Seuchentiger getauft - hasst mich. Ich weiss es!
Freitag, 12. september 2008
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Tja, nun ist es soweit: Der LHC in Genf hat seinen Betrieb aufgenommen, und glücklicherweise sind bisher weder ich, noch overblog, noch sonst ein Teil der Welt den fiesen schwarzen Mini-Löchern zum Opfer gefallen, die dort laut Kritikermeinung entstehen und bestehen bleiben sollen, zum Opfer gefallen. Sollte das dennoch im Laufe der nächsten Tage passieren, dann: War schön mit euch!
Mittwoch, 10. september 2008
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Gerade habe ich mich auf den mobbing2008-Blog verirrt, und der hat dann dieses Thema einmal mehr wachgerufen. Ich dachte mir, ich könne auch hier ein paar Zeilen dazu loswerden.
Ist das Thema gerade überhaupt noch aktuell? Ich bin gerade nicht in Kreisen unterwegs, in denen das eine Rolle spielen könnte. Ist Mobbing noch ein Thema in dieser Gesellschaft?
Ich weiss es wirklich nicht - aber mir ist klar, dass Mobbing nicht ausgestorben ist, weil ich nicht mehr in der Schule bin.
Es werden überall weiterhin Menschen gequält oder zumindest geärgert, weil sie in irgendeiner Form nicht so sind, wie es ein paar Leuten passt, die entweder die nötige Kraft, das nötige Selbstbewusstsein oder die nötige Mehrheit hinter sich haben.
Ehrlich gesagt, das betrifft mich viel mehr als manch andere fehlende Fairness auf dem Planeten. Denn hier treffen meist Leute aufeinander, die zumindest mal eines gemeinsam haben: den gleichen Arbeitsplatz, dieselbe Schule, whatever.
Eine der Hauptursachen wird wohl sein, dass ein paar Egoisten es nicht ertragen können, dass der Nebenmann (der ja soooo viel uncooler ist) auf dem selben Niveau steht. Fast alle Menschen versuchen sich von Zeit zu Zeit davon zu überzeugen, dass sie aus diesem oder jenem Grund besser sind als der Gegenüber. So traurig das im Allgemeinen schon ist, so gibt es doch wenigstens harmlose Formen davon: Hier werden Wettkämpfe ausgetragen, mancher lässt sich so einfach zu noch höheren Leistungen anspornen, und es ist hoffentlich nur ein Bruchteil, der versucht, das vermeintliche Problem zu lösen, indem der andere zu Boden gedrückt wird.
Das Traurige ist vor allem, dass es meistens wahrscheinlich zwei Typen Mensch betrifft, die davon eigentlich am wenigsten haben:
Die Opfer sind meist die Leute, die sowieso unter geringerem Selbstwertgefühl leiden, und im Falle eines Angriffs schneller daran zerbrechen als andere Leute.
Die Täter wiederum sind oft die, deren Chancen sich andersweitig gegen vermeintliche Gegner durchzusetzen, auch eher gering sind - weswegen sie eben auch auf Gewalt (egal ob psychisch oder physisch) zurückgreifen.
Bis auf ein paar Hänseleien meines Übergewichts wegen kann ich eigentlich nicht behaupten, jemals ernsthaft ein Mobbingopfer gewesen zu sein. Dennoch stehe ich der Opferseite hier wesentlich näher, weil ich mir wesentlich eher vorstellen kann, wie es ist, von anderen gedemütigt zu werden. Die Vorstellung, selbst in dieser Form Gewalt auszuüben, liegt mir derart fern, dass ich das gar nicht realistisch nachempfinden könnte.

Witzigerweise rührt mein Pseudonym Sash ausgerechnet von einem vergeblichen Versuch, mich zu mobben, her. Es ist mit Sicherheit nicht gängig, sich Verspottungen auch noch zum Titel zu machen, aber so bin ich nunmal. Ich sage nicht umsonst "vergeblicher Versuch".
Wie sieht das aus? Hat sonst jemand hier Erfahrungen? Vielleicht sogar von der Täterseite aus? Würde mich interessieren, wenngleich ich eigentlich nicht viel Resonanz erwarte auf so ein heikles Thema.
Sonntag, 10. august 2008
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Das Wochenende ist vorbei, und ich hoffe, dass meine linke Hand bald mal wieder normal wird. Ich hab mir eine zwar nicht sichtbare, aber scheinbar ordentliche Verbrennung beim Schnippeln der Habaneros zugezogen. Hat sich jetzt auf jeden Fall zwei Tage lang immer mal wieder mehr oder weniger bekannt gemacht. Gut, im Alltag behindert einen das nicht wirklich, aber es ist komisch, wenn das Halten einer Zigarette auf einmal schmerzhaft ist.
Aber Wochenenden beinhalten immer auch mindestens eine komische Komponente. So kenne ich das zumindest. Manchmal nur im Blog, aber immerhin. Gestern habe ich tatsächlich einen Besucher über google erhalten, weil er nach - und jetzt kommt's! - "intro sprüche für telefonsex" gesucht hat. Ich bin mir nicht nur ein wenig unsicher, was damit gemeint war, ich bezweifle auch stark, dass man auf der Suche danach hier fündig werden kann.
So, außerdem hab ich ein paar wichtige Briefe rausgeschickt und hoffe mal, dass das alles klappt: Der Vertragspartnerwechsel mit Arcor, Kündigung einiger Bankkonten etc. pp. Später gibt es bestimmt noch heiterere Sachen hier.
Montag, 4. august 2008
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...so könnte man es "marzahnisch" ausdrücken. Genug gelästert!
Es ist sackwarm (ja, das ist schon wieder mein Vokabular!) und eigentlich ist das schön. Meckern will ich übers Wetter nicht, denn wie sagt man so schön: Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Klamotten!
Ich muss den Spruch ergänzen: ...und im Notfall Ventilatoren!
Mit der traurigen Befürchtung, dass die Boxershorts mich über gesunde Maßen hinaus aufheizen, sitze ich also vor meinem Miefquirl am PC. Hier in Berlin ist ein fast wolkenloser Himmel zu sehen und ansonsten ist alles hervorragend geheizt.
Es gibt nur einen Nachteil dieser Hitze: Insekten!
Selbst hier möchte ich mich nur bedingt beschweren, denn ich bin mir ihrer Nützlichkeit bewusst und ich bin ausreichend informiert um zu wissen, dass die Chance als Nicht-Allergiker in Berlin ein gefährliches Insekt zu finden ähnlich hoch ist wie die Chance auf den Lottogewinn, der mir sicher trotz vehementer Spielverweigerung irgendwann mal fehlerbedingt zugestanden wird, weil ich so nett lächeln kann.
Aber nerven können sie trotzdem! Dass mein Bildschirm von der ein oder anderen Fliege vollgekackt wird: Meinetwegen! Falter an den Wänden und im Dunstkreis der Glühbirne: Kein Problem! Aber wenn man schon halbwegs unbekleidet am PC sitzt, nerven die ganzen Attacken von Lebewesen, die es nicht einmal auf mein Blut abgesehen haben. Im Verlauf der letzten Woche habe ich (gerade nachgezählt) mindestens 13 verschiedene Arten von Insekten (also noch nicht einmal Spinnentiere eingerechnet) hier in meinem Zimmer unterscheiden können. Von schwarzen Käfern, die sich gerne aus einem Meter Höhe mit vernehmbaren Krachen auf den Boden schmeißen über die grünen Biester, die unsere Chilis fressen bis zu gescheckten Motten, die irgendwie den Berliner Stadtplan für ein Lockmuster halten und sich maßenhaft versuchen, dort breitzumachen (vorzugsweise in den Außenbezirken) ist hier alles zu finden gewesen.
Ist ja auch klar, schließlich sitze ich oft noch spät in der Nacht am PC, das Licht brennt und das Fenster ist offen.
Da das aber bei dem Wetter und meinen Schlafgewohnheiten unvermeidlich ist, habe ich heute ein Fliegengitter gekauft und installiert. Damit kann ich zwar nicht mehr dem Volkssport hier in der Siedlung (Sachen aus dem Fenster werfen) fröhnen, ohne es vorher abzuhängen, aber das werde ich gerade noch überleben.
Trotz seiner schwarzen Farbe ist es tatsächlich nur schwer zu sehen, aber eigentlich ist mir das egal. Soll die Welt doch wissen, dass ich Angst habe...

PS: Ein Foto von einem Falter, den Nico und ich noch mit der alten Cam (deswegen die unnatürliche Kontrastbearbeitung) gemacht haben:


Quelle: eigenes Foto

Montag, 28. juli 2008
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Nachdem ein GB nicht so leicht im Blog zu implementieren ist, probieren wir es doch mal in der Low-Budget-Version. Dies ist der Eintrag, unter den man seine off-topic-Fragen loswerden kann, wo man über alles andere diskutieren kann, wozu auch immer man ein Gästebuch eben so nutzt. Man muss sich (weiter unten) die Kommentare anzeigen lassen, dann kann man lesen und - oh Wunder! - auch selbst welche schreiben. Ich hoffe, das wird was. Zunächst stehen die neuesten Kommentare unten, wodurch man leider schlecht erkennen kann, ob es was neues gibt. Aber immerhin wird die Anzahl der Einträge angezeigt. "Heavy User" haben es sicher sehr bald raus...

An die Besucher von der WG-Page:
Ich weiss, das hier kann das alte GB mit allen Smilies und dergleichen nicht ersetzen, aber dafür bietet es mehr Öffentlichkeit und ich hoffe, dass es wieder zu einem virtuellen Treffpunkt wird - wenn wir schon persönlich in alle Winde verstreut sind. Und: Auch wenn das hier Sashs privater Blog ist: Mal keine Hemmungen; das war die Page auch lange - und hier mache ich gerade einfach mehr als an der Seite selbst. Kommentiert, ihr Schweine!
Sonntag, 27. juli 2008
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So, in den letzten Tagen ist einiges passiert. Ich werde das jetzt nicht in tausende Einzelartikel zerlegen, sondern es einfach mal so runterschreiben mit all den Kleinigkeiten. Ein Sorry an die Spartenleser da draussen!
Alles begann damit, dass Sophie und ich uns übers Wochenende vom 18. - 20. diesen Monats ein Auto ausgeliehen haben. Das hatte viele verschiedene Gründe: Familienfest und Kennenlernen der Stadt. Naja, und natürlich Bequemlichkeit bei diesen Unterfangen.
Am 19.7. war der Tag, an dem ich wegen einer Familienfeier (immerhin ein 120jähriges Jubiläum!) nicht gelernt habe. Das ist allerdings nur eine allzu grobe Umschreibung des Ganzen. Es war einiges, was im Verlauf der paar Stunden so passiert ist.
Zunächst war ich mit Sophie Samstag morgens schon recht früh unterwegs um einzukaufen. Ein herrliches Beispiel für Übergrößen-Einkäufe mal wieder. "Sehr speziell" sei mein Wunsch (in einem Übergrößengeschäft ein passendes Hemd zu finden), meinte der recht nette Mensch im Hirmer in Steglitz am Walther-Schreiber-Platz. Eine Lösung für moderate 120 € hatte er allerdings notfalls parat. Ich will ja jetzt nicht kleinlich sein, aber ich bin nicht der Mensch, der sich 120 € für ein Hemd leisten kann. Naja, wir sind letztlich doch noch fündig geworden - und ich sehe es schon als schön an, für 85 € zwei Hemden gefunden zu haben.
Was ich allerdings fies fand, war, dass ich bei der Einfahrt ins Parkhaus bereits einen wirklich derben elektrischen Schlag von dem Parkticket-Ausgabe-Automaten bekommen hab. Ich geb zu, ich hab versehentlich nicht auf den Knopf gedrückt, aber das hat echt noch 1 Minute wehgetan - also vergleichbar mit dem letzten Schlag, den ich mir an einem Lampenanschluss geholt hab. Super! Ich frag mich, ob das nun nur eine normale Entladung war, oder ob diese Metallplatte an dem Teil ernsthaft unter Strom gehalten wird. Zweites wäre eine fiese - aber in Kombination mit einer Überwachungskamera sicher auch witzige - Sache.
Die Fahrt zur Feier nach Potsdam war entspannt und insbesondere witzig, weil ich wirklich quer durch die Stadt gegurkt bin, keine Ecke wirklich kannte, aber immer genau wusste, wo ich hinfahren muss. Grandios. Wenn es nicht so ein irrwitziges Unterfangen mit dem P-Schein wäre, könnte ich das allen Einheimischen nur empfehlen.
Die Feier war nett, für mich ja aber dennoch alkoholfrei wegen des Autos - weswegen ich eben auf die kulinarischen Genüsse am Buffet zurückgegriffen habe :)
Die letzten beiden Tage standen dann eigentlich zu Hundert Prozent im Zeichen des Lernens. Nicht, dass ich davor nicht auch gelernt hätte, aber natürlich habe ich - mit massig Unterstützung von Nico und Sophie - noch einmal richtig rangeklotzt.
Hat leider nur bedingt was gebracht. Immerhin habe ich mich richtig gut vorbereitet gefühlt, und war nicht halb so nervös wie das letzte Mal. Das ist bei einem Prüfungs-Ängstling wie mir schon einmal angenehm. Wenn irgendjemand wissen will, wieweit man seine Handlungen bei 300 Puls aufwärts noch kontrollieren kann, der kann sich gerne vor Prüfungen mit mir unterhalten ;)
Naja, ich war mal wieder der Newbie im Team. Von den drei anwesenden Leuten war ich mit dem zweiten Versuch noch der harmloseste. Durchgefallen bin ich allerdings abermals. Schade, denn die erste Strecke wollte der erste Prüfer durchgehen lassen, der zweite hat dann - nicht unkorrekt - angemerkt, dass es ein zu großer Umweg wäre, und das wars dann.
Die zweite Strecke hat mich eiskalt erwischt. Ich hatte mich auf viele absurde Strecken vorbereitet, aber nicht auf eine zwischen dem Klinikum Hellersdorf und... dem Klinikum Hellersdorf. Ich weiss es nicht, vielleicht war es nett gemeint, dass die Tour nur einmal ums Eck führte, aber die kleinen Sträßchen hatte ich einfach nicht auswendig parat. Irgendwie wieder einmal ärgerlich.
Trotz versauter Prüfung sind wir noch - weil wir eh da waren - ins KaDeWe gegangen um uns ein paar Habaneros zu holen - Habi ist ja noch nicht soweit ;) Der Ausflug wurde dann etwas absurd, weil das einzige, was sie dahatten, "Gewürzpaprika" in der selben Form waren. Die Verkäuferin meinte, es handele sich um Habaneros, und so habe ich testweise vier Stück gekauft. Ich hab sie kurz mit dem Finger angeritzt und einen langweiligen, nicht scharfen Paprika-Geschmack festgestellt. Wir sind ein paar Minuten später zurück gegangen und Sophie hat der Verkäuferin den Tipp gegeben, dass das nicht das ist, was wir als Habaneros kennen, und sie - wenn es welche sind - extrem mild sind. Wir waren kein bisschen unfreundlich, wir wollten nicht einmal Geld zurück oder etwas derartiges, wir wollten nur den Hinweis geben, dass einige Kunden vielleicht enttäuscht wären, wenn sie Habaneros suchen wie wir.
Im Verlauf der folgenden Diskussion habe ich herzhaft in eine der Früchte gebissen, um zu beweisen, dass sie so scharf nicht sind. Dazu muss ich zu meiner Schande gestehen, dass sie innen tatsächlich recht scharf waren - wenngleich wir daran festhalten, dass der Geschmack und die Schärfe einer Habanero nur bedingt würdig sind.
Da es darum aber eigentlich nicht mehr ging, sondern es zu peinlichen Verteidigungsversuchen seitens zweier Verkäuferinnen kam, die versuchten uns mit Argumenten à la "mir sind die aber scharf genug!" zu überzeugen, hab ich auch nicht mehr eingestehen wollen, dass sie doch ein wenig scharf sind.
Dämlich, ich weiss.
Aber mal im Ernst: Wir haben nur gesagt, wir hätten was anderes erwartet, und darauf freundlich hingewiesen. Und dann haben die uns versucht, mitten im KaDeWe runterzuputzen, was uns denn einfalle. Fand ich schon etwas strange. Naja, sei es drum.
Ich kann jetzt immerhin behaupten, ein Gespräch noch ein wenig weitergeführt zu haben, nachdem ich eine viertel Habanero im Mund hatte ;) Dass sie nicht so überzeugend waren, lässt sich übrigens daran ablesen, dass ich mich mit zwei Schluck Cola binnen 10 Minuten von sämtlichen Schmerzen befreit hatte - vom laschen Geschmack ganz zu schweigen.
OK, ich will jetzt aber auch nicht als Habanero-Pöbler in die Geschichte eingehen...

Dienstag, 22. juli 2008
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Ja, man könnte tatsächlich der Meinung sein, der Blog sei gerade dabei, einzuschlafen. Das ist nicht korrekt, aber die letzten Tage bin ich einfach nicht zum Schreiben gekommen, bzw. hatte keinen Nerv mehr, wenn ich es dann konnte.
Das hier wird jetzt ein bisschen ein gemischter Beitrag. Ich weiss, das macht es vor allem schwer zu kommentieren, aber das werden wir dann sehen.

Zunächst zum Blog selber:
Ich bin jetzt eine Woche quasi nicht zum schreiben gekommen, habe nur spärlich auf Kommentare geantwortet und den Eindruck erweckt, ich stelle mich tot: Ergebnis: Wiederaufnahme in die Top 10, Verdopplung der Besucherzahlen und mehr Kommentare als zuvor? Mögt ihr meinen Blog lieber, wenn ich nichts schreibe? ;)

Zu unserer WG:
Die Woche war alles in allem ziemlich hart. Durch Nicos Einzug ging uns das Wohnzimmer vorübergehend verloren, das Lager musste ausgeräumt, tapeziert und gestrichen werden - und zu guter Letzt musste Nicos Zeug dann dort auch noch hinein. Aber natürlich war die Zeit am härtesten für den Durchling selbst, der nun - wie er vorher erkannte - drei Zimmer in zwei Wochen bewohnte. Naja, und die Bedingung zum Einzug war eben das Helfen beim Renovieren des Zimmers. Was das Zimmer angeht, können wir uns eigentlich selber loben. Ich würde zwar behaupten, dass man um das Fenster vielleicht noch ein drittes Mal hätte streichen können, aber besser als die alte Tapete ist das dort auf jeden Fall.
Für die, die es nicht glauben wollen, gibt es hier die alte Tapete (im Originalzustand - inkl. Abriss):


...und inzwischen ist sie einfach nur durchgehend weiß. Ich hab dann aber heute gleich noch ein wenig mein Zimmer aufgeräumt - und fertig ist der ganze Rummel, der einen mit allem anderen Gedöns vom Lernen abhalten kann. Naja, und die Würmer eben ;) Ich hab echt schon eine Weile nicht mehr so lange ein Spiel gezockt wie die letzten Tage Worms. Unglaublich. Schön, dass derartige Unterhaltung heutzutage mit 7 € recht erschwinglich ist.

Zur Welt da draussen:
Inzwischen weiss ich echt nicht mehr, was ich noch alles kommentieren soll, denn dazu ist die Zeit meines Nicht-Kommentierens etwas lang geworden. Ein paar Themen möchte ich dennoch anschneiden, aber nur um kurz meine Meinung wiederzugeben:

1. Der geköpfte Hitler
Es ist doch faszinierend, dass insbesondere die Bild zunächst einen öffentlichen Aufschrei gegen das Ausstellen Hitlers als Wachsfigur heraufbeschwört und man sich dann wundert, wenn jemand das ernst nimmt. Wobei die Reaktionen ja für einen derartigen "Angriff" erstaunlich verständnisvoll ausfielen. Ich persönlich hab jetzt gar nicht mal was gegen derartige Aktionen, aber warum bei einer dämlichen Wachsfigur?
Ich bin nach wie vor kein Freund der Political Correctness, und ich finde es als ausgemachter Gegner rechten Gesocks kein Problem, Adolf Hitler in einem Wachsfigurenkabinett auszustellen. Ist das Glorifizierung? Ernsthaft? Wenn Hitler keine "interessante" zeitgeschichtliche Person war, wieso dann der Aufschrei? Heilig wird Hitler doch insbesondere durch all die Tabus, die ihn auf ein Podest stellen. Skandalös soll es ja sein, dass die Hitler-Figur nur ein paar Hundert Meter vom Holocaust-Mahmal entfernt steht. Skandalös finde ich, dass sich zwischen diesen beiden Punkten sicher hundert in Hinterhöfe und Treppengeländer geritzte Hakenkreuze befinden, deren Ersteller sicher wesentlich eher Hitler glorifizieren, als es die recht unspektakulär gehaltene Puppe im Sitzen je tun wird. Heuchelei meiner Meinung nach!

2. Atomkraft
Kernenergie ist der neue Ökostrom, das ist doch so, oder? Das hab ich zumindest geglaubt zu vernehmen, als ich in den letzten Tagen die Medien durchforstet habe. Nehmen wir doch mal wieder unseren alten Helden Wagner:


Screenshot: bild.de

Was lernen wir daraus? Wagner war vom Herzen her Atomkraftgegner, nicht aus Vernunftgründen. Das glaube ich ihm, denn vernünftig gesehen hat sich bei der Lage um die strahlende Materie nichts getan. Hey, ich bestreite gar nicht, dass es schwer bis unmöglich ist, aus der Kernkraft auszusteigen und gleichzeitig CO2 einzusparen - vor allem in der Menge, in der es Merkel beinahe fast schon sicher vorzuhaben glaubt.
Aber wie kann man behaupten, das sei der bessere Weg. Hunderttausende Tonnen radioaktiver Abfall für den nach wie vor kein einziges Endlager weltweit existiert sind also eine ernstliche Alternative. Und dann auch noch mit der Begründung, Windräder versperren den Blick aufs Meer?

(Einschub: Mir ist bewusst, dass die Windenergie Kernenergie gerade nicht ersetzen könnte, aber die Gewichtung der Nachteile ist einfach eine perverse Verdrehung der Tatsachen, denn Wagner erwähnt kein Gegenargument zur Atomkraft ausser der Tatsache, dass er selber mal dagegen war)

Ist der Kampf gegen globale Erwärmung wichtiger als Sicherheit vor radioaktiver Verstrahlung? So muss die Frage dazu doch lauten? Und wenn wir bei Horrorszenarien sind, dann möchte ich die Frage nachreichen, wie schlimm im Vergleich zur Überhitzung des Planeten und der Verstrahlung desselben ein Brachliegen der Wirtschaft wäre. Denn das wäre so ziemlich alles, was wir in Kauf nehmen müssten, wenn wir beides umgehen wollten. Alles nicht schön, aber mindestens eines davon wird irgendwann - uns oder unsere Kindeskinder - ereilen.
Aber mir ist schon klar: Wenn der Onkel Sarkozy Kraftwerke bauen darf, dann wollen wir das auch, schließlich sind wir mindestens genauso gut darin hier in Deutschland. Nehmt es mir nicht allzu übel, aber das ist für mich mindestens ein so guter Grund zu Kotzen wie Adolf Wachskopf für Franz Josef Wagner.

3. Die U-Bahn-Schläger
Nun sind die beiden Idioten, die einen Rentner fast totgeschlagen haben also endlich im Knast. Das reicht der Bild und einigen Politikern nicht, jetzt wird spekuliert / gefordert / beschlossen, dass sie nach Verbüßen der Haftstrafe abgeschoben werden.
Also ich bin der Meinung, dass das unsinnig ist. Ich kann Abschiebungen echt nicht nachvollziehen. Da leben wir in einer "so schönen", fast völlig globalisierten Welt, aber sobald einer böse wird, da drücken wir ihn wieder unseren total lieben Nachbarn auf und sagen: "Da, den wollen wir nicht! Ihr könntet uns aber im Ausgleich gerne ein paar liebe gut ausgebildete Ingenieure schicken, die für 6 € pro Stunde bei uns tolle Flugzeuge bauen."
Hat eigentlich irgendeiner der Verantwortlichen mal darüber nachgedacht, was passiert, wenn das alle anderen auch machen: Richtig, es ändert sich gar nix! Toll! Wirklich!

Aber gut, das war es jetzt erstmal aus meinem evolutionsskeptischen Lager hier in Berlin-Marzahn. Ich wünsche euch allen noch eine gute Nacht und versuche zu versprechen, dass ich bald wieder etwas mehr schreibe.




Mittwoch, 9. juli 2008
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Dass mich noch Dinge ratlos hinterlassen können. Man glaubt es nicht. Schon gestern habe ich im Supermarkt gegenüber ein neues Angebot gesehen, dessen Bedeutung mir unklar ist: Drei verschiedene Gläser eingelegte Gurken werden zusammen verkauft als... als...


Nun komme ich ja aus dem Schwabenland. Da gibt es in einem normalen Supermarkt nicht einmal drei verschiedene Sorten eingelegte Gurken. Folglich habe ich auch keine Ahnung, was man mit drei Gläsern Gurken alles für Parties feiern kann. Ist das ein Angebot, das auf schwangere Frauen abzielt? Ist das das Chips-Äquivalent des Ostens seit der DDR-Zeit? Ich bin leider völlig überfragt. Kann mir da jemand helfen?

Samstag, 28. juni 2008
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Also wenn das Spiel heute nicht sehenswert war, welches soll es dann sein?
Schöneren Fußball bekommt man zwar sicher zu sehen, aber ich hab schon einige Krimis gegen das heute Abend - wie sagt man so schön? - abstinken sehen. So lange es ein Bild gab, hab ich das Spiel gesehen, und etwas vergurkteres und dennoch so schönes hab ich selten gesehen.
In der Stadt ist jetzt sicher mords die Party, hier vor dem Haus hat man neben dem Feuerwerk allerdings auch mit den negativen Auswirkungen zu kämpfen: Dass selbst nach einem gewonnenen Spiel rassistischer Quatsch durch die Gegend gebrüllt wird, will mir einfach nicht in den Kopf. Hauptsache Stress! Wie schön, dass es Fußball gibt.
OK, ich muss natürlich anmerken, dass die meisten selbst hier sich ehrlich freuen oder im Vollsuff für irgendetwas bejubeln, was man nicht identifizieren kann - aber das ist ja auch kein Problem. Hauptsache glücklich.
Ich freu mich aufs Finale. Mal sehen, was das gibt. Sollten es die Russen sein, dann ist hier im Viertel für Party gesorgt. Wie auch immer das dann aussieht...
Mittwoch, 25. juni 2008
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So, nun melde ich mich mal wieder nach einer Weile. Gestern Abend wollte ich eigentlich noch einiges schreiben, aber dann hat Overblog mich nicht in die Administration gelassen, was danach durch meinen Zeit-, bzw. Lustmangel komplettiert wurde. Bei bild.de habe ich nicht sonderlich viel über die üblichen Maße hinaus erschütterndes gefunden. Aber natürlich war da beispielsweise die inzwischen auch von bildblog kommentierte Studie. Die berichtet völlig erschütternd, wie lustmolchig die heutige Jugend sich durch die Betten rockt. Gut, das stimmt nur bedingt, denn es geht um eine nicht repräsentative Studie eines Kinderhilfsprojektes über die Sexualerfahrungen von Kindern aus sozial schwachen Familien. Das - so muss ich fast lobend erwähnen - steht so auch in Bild. Warum das Ergebnis allerdings so einen Einfluss auf die Gesellschaft haben soll, das verstehe ich nicht. Keine Frage, in der betreffenden Studie werden offenbar ziemlich miese Dinge - also sexueller Mißbrauch beispielsweise - aufgedeckt, aber bei der gegebenen Zielgruppe war das Ergebnis nicht so verwunderlich. Wenn ich das richtig gesehen habe, fanden Kinder gänzlich ohne Sexualerfahrungen z.B. gar keine Erwähnung - obwohl sie sicher eine beträchtliche Gruppe darstellen.Um es ganz ganz krass zu formulieren: Wenn ich als Fahrer überzeugt wäre, dass ein Führerschein ein Menschenrecht ist, wer würde mich ernstnehmen, wenn ich eine Studie vorstelle, die besagt, dass 95% aller blinden Drogenabhängigen unter 20 Jahren keinen Führerschein haben?

Auf jeden Fall ist es die pure Sensationslust, die eine Zeitung wie Bild, die ihr Geld zumindest online durchaus mit der in der Studie schlecht weggekommenen Pornografie verdient, die einfach mal so Tipps zum Partnertausch gibt, dazu treibt, die meinetwegen noch seriös recherchierten Fälle zu erläutern. Moralisch kann mir eine Zeitung, die "versehentlich" eine Dreizehnjährige halbnackt abbildet, nicht erzählen, wie desaströs es doch ist, dass sich manche Kinder mittels Pornos aufklären.
Ansonsten jammern sie ein bisschen dem "guten deutschen Geld" hinterher:


Screenshot: bild.de


Die "Währung der Herzen", hach! Ja, da muss man einfach in Erinnerungen schwelgen, daran denken, dass man noch kostengünstiger angeschnorrt wurde ("Haste mal ne Mark?"), dass man noch mit weniger Geld telefonieren... äh, ich denke, wir lassen das Thema besser.
Gelernt habe ich nur leidlich wenig, Ozie und ich haben lecker gekocht, und ich melde mich später in der Nacht sicher nochmal.
Ach ja, später als alle anderen: Das Deutschland-Spiel war klasse, und ich freue mich mal wirklich, dass sie weiter sind!
Samstag, 21. juni 2008
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