Sashs Blog

Herzlich willkommen in meinem Blog!

Ich schreibe hier über unterschiedlichste Dinge, deswegen möchte ich allen Interes-senten an einem bestimmten Thema nahelegen, sich in diesem Fall ein Stückchen unter diesem Text die betreffende Kategorie anzeigen zu lassen. Wer dies unterlässt, muss auch den ganzen anderen Mist lesen...

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RTL machts gerade amtlich: Jeder der bald gefeuerten Nokia-Arbeiter hat einen Gewinn von 90.000 € erwirtschaftet im letzten Jahr. Das macht insgesamt wohl 134.000.000 €, und das will das böse Unternehmen nicht anerkennen.
Was für eine Überraschung! Ob die armen Kerle nun Minus gemacht haben oder nur "zuwenig Gewinn", was macht das für einen Unterschied? Wenns woanders ein paar Millionen mehr gewesen wären, dann wird eben diese Zahl genommen, um den "Verlust" zu verdeutlichen.
Gibt's hier noch immer Leute, die Nokia scheiße finden und Motorola oder Siemens besser. Bei Motorala hab ich jetzt nicht nachgesehen, aber dass bei Siemens auch nicht alles im Reinen ist, das wissen inzwischen ja auch alle. Und?
Die Firmen machen genau das, was gesamtgesellschaftlich gefordert wird von ihnen: Sie scheffeln Geld. Ob das jetzt in Deutschland oder anderswo ist, das kann einem doch primär am Arsch vorbeigehen. Stimmt es mich trauriger, dass nun Deutsche statt Rumänen (oder warens Bulgaren, hab da nicht genau hingehört) arbeitslos sind? Nein!
So funktioniert das System, und irgendwie funktioniert es doch erstaunlich gut. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich finde das Ganze abartig und pervers, aber um Himmels Willen, lasst doch die Wichser von Nokia da raus. Die sind nicht das Problem! Nennt euer sonst so geliebtes System Marktwirtschaft oder Kapitalismus, aber begreift wenigstens mal, dass das das Problem ist und nicht ein einzelner Depp, der zu tief in die Kasse langt oder die "falschen" Leute entlässt.

Mir kommt das Kotzen!
Donnerstag, 31. januar 2008
- veröffentlicht in: Politik
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Einen schunderwönen guten Morgen an alle Leut, Häuser und Schnarrenberger!
Es ist soweit: Die Arbeitslosigkeit und damit das ewige Wochenende haben mich wieder. In einem furiosen Finale versuchte irgendein cleverer Mensch bei Körber, mir den schwarzen Peter „Arbeitsunlust“ zuzuschieben. Über den letzten Arbeitstag (Donnerstag. 24.1.08) gehen die Meinungen also ein wenig auseinander.

Meine Variante:
Ich war krank, bin aber dennoch in die Firma. Dort hab ich umgehend Bescheid gesagt, dass ich wegen Unwohlsein früh wieder gehen werde. Nach abermaliger Ankündigung tat ich dies

Die Variante von Körber:
Ich bin gegangen, weil ich keinen Bock mehr hatte.

Nun ja, da waren also alle sauer, auch die Leutz meiner Leihbude. Das mag auch ein wenig darin begründet sein, dass sie eh keinen anderen Einsatz für mich gehabt hätten, und damit ein Interesse hatten, mich loszuwerden. Ich muss ihnen aber zu Gute halten, dass das alles sehr diplomatisch lief. Dass ich im Endeffekt zumindest auf die Arbeit bei Körber wirklich keine Lust mehr hatte – und bei meinen neuen Plänen keine Zeit für Zeitarbeit an und für sich – macht den Trennungsschmerz für mich ein bisschen erträglicher

OK, dann aber war aber auch gestern nicht nur irgendein Tag, sondern es war der große Besuchstag. Felix, Phil und Nico haben den jeweils langen Weg beschritten, um uns zu besuchen, und was die Planung anging, war es eigentlich ein pures Desaster. Sophie hatte gedacht, es handele sich um ein anderes Wochenende und war schon für ein Familien-WE verplant. Mittags verabschiedete sich dann auch noch Ralf und meinte, er sei arbeiten, er wisse aber eigentlich nicht einmal den genauen Tag, an dem er zurückkäme.
Letztlich kam er früh genug, um noch mit mir eine legere Runde Unreal zu zocken, bevor unsere Gäste aufkreuzten. Davor hab ich mich ein wenig um die Bude gekümmert, was kein witziges Unterfangen war. Was wir für Schweine hier im Haus haben müssen...
Nach dem Eintrudeln der Gästefraktion um 22 Uhr herum haben wir bald beschlossen, für etwas Essbares noch das Haus zu verlassen, ggf. sogar in die City zu fahren. Gesagt, getan. Ralf kam dann letzten Endes nicht mit in die Stadt, was schade ist, denn mit unserem angetrunkenen und kommunikativen Vorzeige-Punker hat er echt was verpasst. Gegen 23.30 Uhr waren wir in Marzahn am Bahnhof und hatten nun das Problem, dass sich eine Gruppen-Tageskarte nicht lohnen würde, wenn sie nur noch bis 3.00 Uhr gilt. Also haben wir beschlossen, eine halbe Stunde am Bahnhof zu warten und dann erst zu fahren – damit die Karte noch den ganzen heutigen Tag gilt.
Da vierzig Minuten an einem kalten Bahnhof zu warten die leichteste Übung für Chaoten wie uns ist, verging die Zeit eigentlich sogar recht flott. Die Meiste Zeit studierten wir die Pläne der BVG oder das Verhalten von Nico, der nach dem Erstellen der Cola-Goldkrone-Mische recht bald von einem sinnentleerten Laberflash überkommen wurde.
Zur Freude aller waren Nico auch schon die Bahnsicherheits-Schlümpfe persönlich bekannt, und man wünschte sich einen schönen Abend. Es folgte eine recht lange Zeit der Ahnungslosigkeit.
Wir sind nach F-Hain gecruist und haben in der Bahn bereits mehr als genug zu lachen gehabt. Felix hat sich noch einen Haloumi am Oktagon rausgelassen, und dann ging es weiter. In der Revaler Straße angekommen, waren wir uns nicht so recht einig, worauf wir denn eigentlich Lust hätten. Nico stand der Sinn mehr nach Party, dem Rest nach einem gemütlichen Bierchen, bzw. einer Cola (Ja, der komische AntiAlki war ich!). Als wir per Mehrheitsentscheid eigentlich bereits entschieden hatten, traf Nico auf „Berater“. Ein Typ (schwarz, schwarze Lederklamotten) begrüßte ihn stürmisch, und Nico begab sich mit ihm noch einmal zu einer potenziellen Party-Location. Als er uns davon zu überzeugen versuchte, waren wir nicht so begeistert, und da eine normale Diskussion durch den Alkohol erschwert wurde, haben Felix, Phil und ich beschlossen, und über Nicos permanentes Drängen hinwegzusetzen und eine Kneipe zu suchen. Eigentlich wollte ich was essen, aber ich hatte die Hofnung, auch in einer Kneipe (z.B. Fertigpizza) fündig zu werden. Wir haben uns dann alle (inklusive Nico) für das Conmux entschieden, und zu meiner Genugtuung gab es dort auch eine Speisekarte.
Nico begeisterte sich zunächst für den Zucker, den er über den ganzen Tisch verstreute, was nicht allzu lange währte, da wir ihn zurückhielten und die Kellnerin bald kam. Zu essen gab es leider nichts mehr („der Koch ist schon heimgegangen...&ldquo, aber dafür wurden unsere Wünsche sonst komplett erhört. Kurzer Dialogausschnitt (frei aus dem Kopf):

Nico: „Ich will was zum Saufen!“
Kellnerin. „Was willst du denn zum Saufen?“
Nico: „Was habt ihr denn?“
Kellnerin: „Alles haben wir!“
Nico: „Auch Long Island Iced Tea?“
Kellnerin: “Ja...”

So warteten wir anderthalb Minuten später auf ein Guiness, einen Long Island Iced Tea, ein Beck’s und eine große Cola. Als die Getränke serviert wurden, wurde unser aller (außer Nicos) schlimmster Alptraum war. Die Kellnerin meinte zum Long Island: „Der is’n bisschen strong, hier ist noch Cola...“

Strong?

Nico in dem Zustand einen extraharten Drink zu verpassen glich russischem Roulette. Ich habe dann die Kellnerin gleich gefragt, ob sie den „halben Anker“ – eine massive Eisen-Tischverzierung – „aus Sicherheitsgründen“ entfernen könnte. Mit einer erstaunlich gelassenen Routine kam sie meinem grandiosen Einfall nach.
Nico verschüttete noch ein bisschen Zucker und begann, Felix zu misshandeln. War also alles im grünen Bereich soweit. Irgendwann hat er versucht, aufzustehen, ist dabei mit seinem Stuhl auf dem Boden gelandet und hat sich dann ins Klo verzogen. Danach kam sofort ein Kellner angerannt und hat uns verbliebene gefragt, ob mit Nico alles ok sei. Wir konnten das nicht verneinen. Klingt komisch, ist aber so.
Die Zeit verstrich, und wir wurden langsam nervös. Wie lange sollten wir warten, bis wir nach ihm sehen. Phil und ich haben uns sehr genau die Leute angesehen, die wieder aus dem Klo kamen. Einer hatte ein dickes Grinsen auf der Fresse, also vermuteten wir, dass Nicos Laune nach wie vor erheiternd war. Als der nächste aus der Toilette kam mit einem Gesichtsausdruck als hätte er gerade den Schuldenberater seiner Mutter verdroschen, ist Felix reingegangen. Passiert war nix. Alles bestens, und binnen kürzester Zeit haben sich Felix und Nico zum Rauchen vor die Tür verzogen.
Als Felix wiederkam, hab ich mich aufgemacht und ein paar erheiternde Worte mit unserem grünhaarigen Freund gewechselt.
Der Hunger überkam mich schlagartig, und ich kam auf die großartige Idee, zu dem Döner gegenüber zu gehen. So sagte ich Nico, er soll den anderen Bescheid sagen, ich wäre kurz was essen. Ich sollte ihm dann noch einen Haloumi oder einen Döner mitbringen. Er meinte, er warte eh draussen.

In dem Laden dann hat mich einmal mehr verwundert, weswegen wir im Rottal damals vom WKD Ärger gekriegt haben: Ranzige Bude, alles ein bisschen improvisiert, aber gut. Haloumi gab’s da noch nie, Döner nicht mehr – also hab ich mir eine Pizza rausgelassen. War auch soweit ok. Einer der dort Bediensteten ist allerdings rumgeflippt wie Kermit der Frosch auf Coffee und Extasy.
Als ich wieder beim Conmux war, war Nico natürlich nicht da. Er war drinnen, was mich jetzt weder ärgerte noch wunderte. Ich hab meine Pizza dann draussen auf einem Sicherungskasten gefuttert, und sooo unlecker war die gar nicht. Die paar Bakterien schocken mich nicht, auch wenn ich noch erkältet bin...
Nach einer Weile kam Nico raus und hat mit irgendwelchen Leuten geredet. Ich hab dabei zugesehen und den Eindruck gehabt, er sieht mich auch. Ich war ein wenig verwundert, dass er in die andere Richtung abhaute, aber was soll’s?
Wieder im Conmux, fragten mich Phil und Felix wo ich gewesen sei, Nico hätte gemeint, ich hätte ihn stehen lassen und wäre abgehauen... ah ja!
Nach einer kurzen Cola sind wir dann auch rausgegangen und haben auf Nico gewartet. Felix hat ihn mehrmals angerufen, aber zunächst wussten wir nichts ausser der Tatsache, dass er „vor der Kneipe“ stehe und „in zwei Minuten“ da wäre. So vergingen 20 Minuten inklusive mehrerer Versuche, Nico zu erreichen. Irgendwann ging er ans Handy, erzählte was davon, dass er seine Jacke suche (die hatte Felix in der Hand) und dass er „hinter der Theke“ sei. Aber quasi direkt vor der Bar, in der wir (bis vor kurzem) waren.
Irgendwann stellte sich glücklicherweise heraus, dass er in Paul’ Metal-Eck war, und das war glücklicherweise nicht weit. Wir gabelten ihn auf und sind heimgefahren.
Ganz so einfach war das natürlich nicht, da Nico zuerst ein Taxi anhielt (bei den Bullen hat das glücklicherweise nicht geklappt) und uns dann erklärte, dass der Bremer Dom schon 100 Jahre früher als Berlin gebaut wurde... oder so.
In der Bahn (was auch noch mal ein Nervenkitzel wegen der BVG-Orga war) hat er dann hauptsächlich Felix Gewalt angetan, und nachdem wir wieder hier in der WG waren, ist er recht bald eingepennt. Der Rest übrigens auch...
Ja, war also ein witziger Abend gestern. Nun ist aber mal Schluss!

Für Rechtschreibfehler haftet die Hansestadt Bremen.
Samstag, 26. januar 2008
- veröffentlicht in: Unsere WG
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Halleluja, meine Gebete wurden erhört! Ich muss vielleicht meine Einstellung zur Religion noch einmal überdenken. Obwohl: Nee! Da geh ich mal 24 Stunden nicht ins Netz, und schon rauscht ein Börsencrash an mir vorbei...
Und liebe Leute im Land: Ja, ich finde es geil! Ich hab drauf gewartet. Ich habs immer gesagt, und keiner glaubte es! Yes!
Aua, jetzt bekomme ich gleich wieder Schelte, dass die Wirtschaft in meinem Heimatland mich auch zu interessieren hat, und ich ein Interesse am Gesunden Deutschlands haben müsste.
Ich muss euch alle enttäuschen. Soweit bin ich noch lange nicht.
Glaubt mir, mich als unqualifizierten Geringverdiener betreffen wirtschaftliche Probleme mitunter am meisten, ist also nicht so, dass ich hier "die armen Leute" auslache. Ich denke, der ganze Wahnsinn musste irgendwann einmal ein Ende haben, und ich hoffe irgendwie aus purem Trotz, dass es noch ein bisschen weiter bergab geht.
Ganz im Ernst: Ich hab ja nichts gegen eine funktionierende Wirtschaft. Wenn jemand eine gute Idee hat, die gut umsetzen kann, dann soll er ruhig etwas davon haben. Ich denke allerdings, dass es an Perversion grenzt, wenn die Menschen, die einen Wert schaffen - und das sind immer noch die Hersteller eines Produktes, die Arbeitnehmer - abgekanzelt werden mit Lohnsenkungen, unsicheren Arbeitsplätzen und dergleichen, während die Firmenleitung ihre Politik an den Leuten ausrichtet, die sich - weil sie sowieso ein bisschen Geld über haben - in der Firma eingekauft haben.
Dass diverse Werte an der Börse keiner Realität mehr entsprochen haben, das wusste bei entsprechendem Nachrichtenkonsum auch Opa Erwin aus dem Kellergeschoss. Soll ich jetzt Mitleid haben mit all den Leuten, die gehofft haben, sie könnten mit Däumchendrehen ein paar Euro verdienen? Wo sind sie denn jetzt plötzlich, die ganzen Hasstiraden gegen die Leute, die vom Geld der anderen profitieren?
Meinetwegen kann die Börse ruhig noch ein bisschen tiefer in den Sumpf rutschen, und ich werde das neben meiner hochwertigen Arbeit als Assistent Chief of Pneumo-Blasting gerne noch ein wenig beobachten.
Aus den Tiefen deutscher Arbeitnehmerunterdrückung (Gruß hier an die Firma Körber in Berlin!) schließt der Sash mit revolutionären Grüßen!
Dienstag, 22. januar 2008
- veröffentlicht in: Politik
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Marzahn im Januar
Montag, 21. januar 2008
- veröffentlicht in: Fotos
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Wie ich ja vorher schon erwähnt habe: Mir ist langweilig...


wir sind nun mitten im neuen jahr
zumindest fast ist das schon wahr
trotz allem was viele so fleißig geschrieben
fragen wir was ist geblieben von 2007

ratspräsidentschaft – schlecht zu reimen
in deutschland dennoch hoffnungen keimen
denn wir übernehmen sie im ersten monat
die russen dagegen wechseln die tonart
weil ihnen weissrussland nicht passt
gibts kein öl durch die pipe – naja fast

und als beleidigtes leberwürstchen
haben wir in deutschland ein landesfürstchen
edmund stoiber verlässt uns im guten
aber erst im september quasi in zehn minuten

im februar triumphiert der bundestag
und verkündet was er von nun an mag
auf dass ein keiner mehr kassenlos kichert
sind ab nun die deutschen pflichtversichert

schon weit vor dem treffen der großen g8
hat sich angie zum klima-hero gemacht
ein fünftel weniger treibhausgase
sollen verlassen die wohlstandsoase

dann kommt die rente mit siebenundsechzig
das ganze volk meckert so gehts nun echt nich
und während wir an dieser ecke schön sparn
fliegen tornados nach afganistan

selbstverständlich nervt das bin laden
die sind gegen ihn und er riecht den braten
die al quaida droht übers internet
aber terror ham wa noch immer net

dafür geht es bei den amis heiss her
zweiunddreißig menschen leben nicht mehr
gekillt von einem amokstudenten
wir wissen ja wie solche abgänge enden
hier und da nimmt er einen mit
und am ende gibts suizid

im mai kommt es dann echt rabiat
sarkozy übernimmt unsern nachbarstaat
horst köhler als unser oberster chef
steht klar zum kurs gegen die raf
christian klar bleibt so eingeknastet
immerhin werden unternehmen entlastet

die polizei durchsucht dutzende räume
doch völlig entgegen ihrer substanzlosen träume
wird niemand eingeschüchtert deswegen
alle fahrn zum g8 und sind weiter dagegen

so sind dort ein paar zum krawall da
zum beispiel die von der kavala
und da alle so ungezogen
werden die promis eingeflogen

ein paar tage action drama zurück
ausflüge in eine eventpolitik
erfolgreich ist vor allem der gipfel an sich
alle verpflichten sich oder auch nicht
in den nächsten jahren co2 einzusparen
zumindest will man demnächst so verfahren

dann wird aus wasg und linkspartei
mal wieder was neues – die linke – juchei
noch etwas wurde seit langem zeit
blair ist endlich vergangenheit

die ratspräsidentschaft kriegt jetzt portugal
warum auch nicht ist uns doch egal
in islamabad stürmt man die rote moschee
ein paar tote im ausland, wem tut das weh

dann kommt also der sommer noch
der wird dann regiert vom sommerloch
hier und da streiten sich mehdorn und schell
züge fallen aus überraschend und schnell

im herbst protestieren die mönche in birma
die deutschen rätseln noch wat für ne firma
da werden ein paar davon umgebracht
und man vergisst es schon fast über nacht

stoiber dankt nun wirklich ab
und schaufelt der csu noch ein grab
ausgerechnet der erwin huber
spielt nun das entchen im badezuber

in polen wird unterdessen der zwerg entmachtet
der deutschland so gern nach dem leben trachtet
indirekt verdanken wir dem ferkel
sexualfantasien mit angela merkel

im november zieht sich münte zurück
scholz-olaf freut sich der hat das glück
nun all die hartz4-ler zu verwalten
ansonsten bleibt natürlich alles beim alten

anfang dezember russland wählt
nur die opposition wird gequält
die regierung gewinnt ganz ohne taten
lupenrein sind sie diese demokraten

in bali wird das klima wieder thematisert
und ein ziel nach dem anderen anvisiert
die wirtschaft flucht über merkels ideen
den meisten deutschen wirds lang schon so gehen

kurz bevor in der westlichen welt
wie jedes jahr wieder etliches geld
als knallen in unseren ohren hallt
wird in pakistan nochmal richtig geknallt
benazir bhutto stirbt bei nem attentat
was irgendwie jeder erwartet hat

und so lief es ab - das jahr 2007
ausser dem hier ist viel privates geblieben
in der wg gabs umzüge und stress ums geld
es ist ein bisschen wie im rest der welt

freuen wir uns auf das jetztige jahr
vielleicht wirds ja besser als das alte war
Sonntag, 13. januar 2008
- veröffentlicht in: Politik
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Ja ja, ihr lest genau richtig! Es ist mal wieder eine Demo angesagt. Die LLL findet einmal mehr statt, und so wie es aussieht, werde ich auch hingehen. Ich gebe zu, dass ich Schlafen für eine bessere Wahl halte - ich bin ja nun nicht so der Gedenk-Demo-Typ - aber schon alleine Jörg und vielleicht ja noch den einen oder anderen anderen zu sehen treibt mich dann doch auf die Straße.
Ansonsten ist mir langweilig, weil irgendwie der ganze Rest hier pennt. Na klasse, Noobs!
Sonntag, 13. januar 2008
- veröffentlicht in: Vermischtes
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Nun bin ich also hier gelandet, in Berlin. Die Hauptstadt Deutschlands, die größte Stadt Deutschlands, für die meisten die „coolste Hauptstadt der Welt“. Wie unschwer erkennbar ist, hat es mich aus dem Schwabenland hierhergezogen, aus Stuttgart um genau zu sein.

Exakt drei Monate bin ich nun hier, offenbar Teil der „größten Minderheit“ Berlins - nach den Türken natürlich – und ich denke, es ist an der Zeit, ein Resumée zu ziehen. Der Kulturschock sitzt noch immer tief, wenngleich ich nicht behaupten kann, aus der letzten Provinz hergekommen zu sein. Ich entstamme einem kleinen Stadtteil Stuttgarts, der unter dem Namen Gablenberg bekannt ist. Da fängt es schon an. Wenn ich von einem kleinen Stadtteil rede, meine ich etwa zwei Quadratkilometer. Gibt es so etwas hier überhaupt? Gablenberg liegt im Stuttgarter Osten, genauso wie Marzahn, wo ich nun hingezogen bin. Hier wie da sagt man, es sei nicht die beste Wohngegend. Sei es drum!

Als Teil des inzwischen viel bedauerten Prekariats ist mein Zuhause erst richtig schön, wenn es auch bezahlbar ist. Berlin ist mir nicht gänzlich unbekannt gewesen, meine Freundin stammt von hier, und ihr ist es auch geschuldet, dass die Spreemetropole nun um einen „Schwoabaseggl“ reicher ist als noch zu Beginn des letzten Jahres.

Wenn ich von einem Kulturschock rede, dann meine ich witzigerweise nicht die Sprache, denn ich habe gelernt, mich halbwegs verständlich auf Hochdeutsch auszudrücken, von dem der Berliner Dialekt ja nicht so weit entfernt ist. Ich nehme an, den meisten Berlinern würde es umgekehrt etwas anders gehen. Hauptsächlich schockieren mich immer wieder all die gigantischen Häuser, die riesigen Straßen und der Wegfall einer zentralen Innenstadt. Es ist einfach alles nochmal eine Nummer größer hier. Um zu zeigen, wie rückständig wir Schwaben unseren zweiten Platz auf der Reichtumsskala erreichen, müsste ich erwähnen, dass in Stuttgart in der Innenstadt keine sonderlich hohen Gebäude gebaut werden dürfen, weil das die Luftzirkulation angeblich empfindlich stören würde. Ich müsste zugeben, dass die breiteste Straße im Stadtgebiet, der ich mich entsinnen kann, gerade mal 4-spurig in jede Richtung ist. Das ist nicht nur ein Einzelfall in der ganzen Stadt, sondern zudem einer unter Miteinbeziehung der Abbiegerspuren. Die Innenstadt ist bei uns eine Gruppe von drei parallel laufenden Fußgängerzonen und darüber hinaus eigentlich nichts. Große Einkaufscenter wie das Alexa und das Eastgate gibt es in Stuttgart nicht. Unser Fernsehturm – etwas kleiner als der Berliner, aber immerhin der erste – steht weitab der Innenstadt und eignet sich nicht so gut als Orientierungshilfe. Und natürlich die Berge. An Silvester schmerzlich vermisst habe ich die Möglichkeit, mit hunderten anderen die Uhlandshöhe, den Killesberg oder den Frauenkopf zu besteigen, um auf das Feuerwerk im Talkessel hinab zu sehen. Hier hätte ich wohl vom Fernsehturm oder den Towern am Springpfuhl die beste Sicht gehabt. Alles Flachland hier, es ist unglaublich. Keine „Stäffele“ (Treppen) weit und breit. Was der Verbreitung des Fahrrades hier sicher gut getan hat, zeigt sich einem Exilschwaben wie mir in Form städtebaulicher Tristesse. Wie schön der Einbezug von Höhenunterschieden in die Architektur und die Stadtplanung sein kann, erschließt sich einem natürlich erst nach einer Weile. Bis dahin kommt man hier und da außer Atem, weil man „immer bergauf“ laufen muss.

Hier erst habe ich gelernt, dass unsere Stuttgarter U-Bahn gar keine U-Bahn ist und dass das ein Unterschied ist, den man auch mit 26 Jahren schwer lernt. Eine Stadt mit mehr als drei Bahnhöfen für ICE’s, die noch dazu einen neuen Hauptbahnhof einfach baut anstatt sich jahrzehntelang darüber zu streiten – unvorstellbar für Südgemüse wie mich.

Freudig überrascht war ich selbstverständlich ob der Preise hier. Bei einer Vergrößerung der Wohnfläche ist unsere Miete weit weniger als zwei Drittel der alten. Fast neun Euro pro Quadratmeter war ich gewohnt zu zahlen, und das nicht in einem Neubau. Nein, nicht einmal in einem sanierten Altbau...

Die Lebenshaltungskosten sind enorm gesunken, wohl aber auch, weil ich mich nicht darum bemühe, mich hier weiter mit Maultaschen zu ernähren. Die regionalen Unterschiede beim Einkaufen fallen auf, bereichern meiner Meinung nach das Leben sehr. Wusstet ihr hier in Berlin, dass ein Supermarkt in Stuttgart im besten Falle 40 Sorten Maultaschen führt. Dafür werdet ihr keine drei verschiedenen Sorten Essiggurken finden. So ist das, und dieser Wandel ist interessant. Kleinigkeiten, die mitunter zu Verständigungsschwierigkeiten führen, sind immer noch die schönsten. Eierkuchen heißen bei uns Pfannkuchen, und Pfannkuchen? Klar, Berliner!

Unser Rahmenplan in der Schule heißt Lehrplan, eine Freistunde Hohlstunde, etwas heben bedeutet etwas halten und und und. Nicht alleine der Dialekt macht den Unterschied, die „Hochsprache“ macht es einem mitunter nicht leichter.

Dennoch findet man sich hier zurecht als Schwabe. Ich wundere mich zwar immer noch darüber, wie uninteressiert die Menschen hier aneinander sind, betrachte es aber als Freiheit. Keine Nachbarn hinter Fenstern, die nachsehen, ob die Autos falsch parken, und keine Polizisten, deren Hauptaufgabe darin besteht, Jugendlichen Angst einzujagen, weil sie bei Rot über die Ampel gelaufen sind.

Berlin, ich bin angekommen, und ich denke, dass wir noch ein paar schöne Jahre zusammen verbringen werden, fern von „Letz Putz“ und Kässpätzle.  

G’nug g’schwätzt!

Samstag, 12. januar 2008
- veröffentlicht in: Berlin
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So, nun ist es also da.
2008! Juhu! Endlich!
War nicht letztes Jahr alles Scheiße? Wird nicht dieses Jahr alles wieder gut? Bestimmt. So wie letztes Jahr und vorletztes und vorvorletztes und vorvorvor...
Entweder man nutzt das ausklingende alte Jahr zum Komasaufen, man jagt sich mit Böllern in die Luft (oder versucht es zumindest), man feiert am Neujahrestag die Absäbelung halbgöttlicher Genitalpelle oder man akzeptiert einfach, dass der Planet, den wir inzwischen so ausgiebig zugrunde gerichtet haben, einmal mehr um ein bedeutungsloses Zentralgestirn in einem äußeren Arm einer x-beliebigen Spiralgalaxie gekreist ist.
Wie dem auch sei: Ich hoffe, es geht allen da draussen gut (bis auf die, die diesen Beschneidungs-Quatsch feiern!) und dass wir auch dieses Jahr noch eine Weile Spaß zusammen haben werden.
Ich für meinen Teil bin langweiligerweise nach wie vor arbeitslos, pleite und immer noch mit derselben Freundin zusammen. Dennoch geht es mir gut. Und das wünsche ich euch auch.

Waren diese Neujahrsgrüße zu pathetisch?

O Ja!
O Nein!
O Weiß nicht...

(Zutreffendes bitte auf dem Bildschirm ankreuzen. Danach abwarten. Wenn sich die ICQ-Blume kackbraun verfärbt, ist die Software-Firma pleite gegangen.)
Dienstag, 8. januar 2008
- veröffentlicht in: Vermischtes
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