Hach Leutz,
was war ich doch heute nach einem Blick in den Spiegel wieder froh, dass eine Kleinigkeit der Weltpolitik nicht ganz aus den Augen verloren worden ist: Dass man am beschaulichen Nordende der
Republik ca. 100 Millionen Euro ausgibt, damit sich ein paar Leute unterhalten können.
Ja, es ist noch rund einen Monat hin bis in Heiligendamm der G8-Gipfel stattfindet, bei dem sich unser Angie in die Analen der Geschichtsschreiber einführen kann, oder wie auch immer...
Die ganze Welt ist in Aufruhr, zumindest die Deutsche, und die Anwohner in Rostock zittern bereits vor der Lawine, die im frühen Sommer des noch so jungen Jahres 2007 über sie hereinbrechen wird.
Die Polizei plant 16.000 Beamte einzusetzen um Gipfel und Demonstrationsfreiheit zu gewährleisten, und die Gegenseite etwas mehr. Wenn man den Ausrüstungsvorsprung der Grünhelme und die
"technische Sperre" betrachtet, so ist das auch unabdingbar, wenn alles ein Erfolg werden soll.
Die selbsternannte Elite plant also in der deutschen Pampa das Geschick der Welt zu verändern, und die Deutschen helfen dabei mit wichtigen Fragen, etwa der nach der Möglichkeit zu verhindern,
dass Fremdlinge in den Kleingarten urinieren.
Die große Angst geht um, das Gespenst G8 verursacht dort Panik, wo es eigentlich doch höchstens zu Annehmlichkeiten führt. Vielleicht wird beschlossen, dass Afrika nicht hungern sollte oder das
mehr als 2 Milliarden Jahreseinkommen zumindest moralisch bedenklich sind, wenn man es nicht angesehenen Organisationen wie Sciantology oder der katholischen Kirche schenkt.
Derweil wird auf der Gegenseite gestritten, ob man denn nun dagegen sein darf, und wenn ja, wie arg. Ist Gewalt erlaubt? Wenigstens als Antwort? Und was zum Teufel mache ich, wenn jemand in
meinen Garten pisst?
Vielleicht gibt es Verletzte, und im Falle von Toten schlage ich Oettinger vor, eine Grabrede zu halten, dann kann er seine Karriere wirklich so beenden, wie er es seit 2 Wochen immer wieder
versucht.
Vielleicht lässt sich auch der Zaun danach recyceln, denn wenn er sich als beständig gegen Demonstranten erweist, dann kann man damit sicher auch Ausländer wegsperren. Wolfi Schäuble zockt sich
dann die übrig gebliebenen Kameras und spioniert nachts Terroristen und deren heimlichen Ehefrauen hinterher. Eigentlich kann alles nur noch besser werden!
Findet ihr nicht?
PS: Ja, ich werde auch hochfahren!
Montag, 30. april 2007
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veröffentlicht in: Politik
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Na denn,
ich habe mir eine Weile lang überlegt, ob ich wirklich wie tausende andere wahrscheinlich irgendwas über den Amoklauf in Blacksburg schreiben soll. Aber was soll's? Dieses Ereignis strotzt ja nur
so vor Absurditäten, die einem echt die Tränen in die Augen treiben.
Preisverdächtig ist beispielsweise die Regelung, die laut Spiegel in Utah existiert: Dort sind Waffen an der Uni erlaubt - damit man im Notfall auch mal zurückschießen könnte. Ich meine, auf den
ersten Blick scheint das ja noch einer gewissen Logik zu folgen ("Killst du mich, kill ich dich, in der Bibel auch schon so oder so ähnlich erwähnt...), aber wenn man es genau betrachtet, erlegen
sich die sensiblen Zeitgenossen sowieso wenn Gefahr im Verzug ist. Der Spaßfaktor alleine wäre kein Grund, und ich bezweifle auch, dass es sich zahlenmäßig rechnet. Wahrscheinlich hätte jede
zweite Uni auf Dauer alle ein bis zwei Jahre einen Toten zu beklagen, der "aber ganz ganz sicher aussah wie ein Amokläufer" oder vielleicht das falsche Gesicht am falschen Ort hatte, oder wie
auch immer Onkel Bush das ausgedrückt hat.
Dann war da noch die Tatsache, dass ein verhaltensauffälliger Jungspund mal eben so ein paar Waffen kaufen kann, da war dessen unverfrorene Coolness, nach den ersten zwei Toten noch mal eben zur
Post zu latschen um seine kuriosen Gewaltphantasien mit dem Rest der Menschheit zu teilen, etwas bei dem die Medien natürlich gerne mitspielten. Eigentlich ist an dieser Geschichte nicht wirklich
viel originell. Vielleicht der Score, aber wen interessiert das denn heute noch, wenn keine Verwandten betroffen sind.
Und wann wird diese Welt eigentlich mal begreifen, dass es eine hundertprozentige Sicherheit nicht gibt? Schon gar nicht durch liberalere Waffengesetze.
Naja, ich warte weiter
Donnerstag, 26. april 2007
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veröffentlicht in: Menschliche Idiotie
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Helau Peoples!
In München kontrollierte die Polizei Camper vor einem Tokio-Hotel-Konzert und es stellte sich heraus, dass 80% die Schule schwänzten. Meine Fragen:
1. Band eingeschlossen?
2. Hat die Polizei nichts besseres zu tun?
3. Sollte jemand der so harte Musik hört nicht auch mit den Cops fertig werden?
4. Wayne?
Donnerstag, 26. april 2007
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veröffentlicht in: Vermischtes
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Servus allerseits,
die Hafterleichterungen für Christian Klar sind durch und ich begrüße es. Nicht, dass ich ein übermäßiges Faible für Terroristen habe, aber ich denke, dass jemand der länger einsitzt als ich lebe
auch eine Chance haben sollte, zu zeigen, dass er vielleicht mal wieder in der realen Welt klar kommt.
Was mir bitter aufgestoßen ist, war die Tatsache, dass Klars kapitalismuskritischen Äußerungen sich hätten negativ auswirken können auf die Entscheidung für oder gegen Hafterleichterungen. Kann
mir das mal jemand sinnig begründen?
Einer Sache kritisch gegenüberzustehen oder sie gar zu verurteilen steht jedem Menschen frei. Hier in Deutschland sogar gesetzlich. Da machen auch Strafgefangene keine Ausnahme. Ist es nicht viel
eher überdenkenswert, wenn jemand selbst nach 25 Jahren Knast nicht seine Meinung zur Gesellschaft ändert?
Vielleicht funktioniert der Knast ja nicht. "Sagt der immer noch nicht ja und Amen? Dann am besten nochmal 25 Jahre... irgendwann begreift er es schon..."
Unter Umständen aber - und das spreche ich nur gaaaaanz leise aus - ist ja doch ein kleiner Funken Wahrheit vorhanden, ist Kritik berechtigt, kann man dagegen sein. Auch wenn man, oder eventuell
sogar weil man so lange im Gefängnis war...
Und sollte man Klar jetzt in Zukunft wieder regelmäßig auf Demonstrationen oder ähnlichen Veranstaltungen sehen, dann hat er dazu genauso das Recht wie andere auch. Er nutzt wenigstens seine
Möglichkeiten, Kritik zu äußern.
Donnerstag, 26. april 2007
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veröffentlicht in: Politik
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Wie der Spiegel auf seiner Internetseite bekannt gibt, wissen die Ex-Kommis in Russland immer noch am Besten mit der Gefahr umzugehen, die von Nazis ausgeht.
Da rund um den Geburtstags des Schnauzbartträgers Adolf Hitler regelmäßig junge russische Neonazis feiern (Was feiern die eigentlich? Den Mord an ihren Großeltern?), sorgt man sich zunehmend um
die ausländischen Studenten. Die letzten Jahre versuchte man mit militärischer Präsenz der Lage Herr zu werden, dieses Mal hat man sich was witzigeres ausgedacht:
Da ja bekannt ist, dass neben anderen alkoholischen Substanzen der Molotov-Cocktail sich bei Neonazis hoher Beliebtheit erfreut, verkündet man, es gäbe eine Feueralarmübung, und deswegen eine
Ausgangssperre für ausländische Studenten.
Klar ist der wahre Grund bekannt: Man weiss sich nicht gegen die Nazis zu wehren, aber so ist es immerhin nicht allzu weit hergeholt, und was soll's? Betrifft die anständigen (will meinen:
einheimischen) Russen ja nicht...
Sonntag, 22. april 2007
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veröffentlicht in: Politik
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Was muss ich in dieser Stunde auf der Internetseite von Focus lesen? Die Kirche schafft die Vorhölle ab und lässt nun all die jämmerlich unglücklichen ungetauften
Kinder auf ein Wiedersehen mit ihren göttlichen Freunden aus dem Vatikan im Himmel hoffen.
Was soll man sagen? Wird es in der Hölle zu voll? Will sich die Kirche öffnen? Wer weiss das schon ausser Papa Ratzi?
Mir als vom Glauben schon in der Grundschule abgefallenen Schäfchen steht also noch kein Paradies in Aussicht. Ob meine Eltern gewusst haben, dass sie mir den Himmel nehmen, indem sie mich
naßspritzen ließen? Naja, dann benehme ich mich halt weiter daneben...
Samstag, 21. april 2007
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veröffentlicht in: Religion
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Der Spiegel (16/2007) macht es amtlich: Hochbegabte stehen mehr als der Durchschnitt der Bevölkerung auf Metal, so eine Studie. Soweit ist das ja noch eines dieser
unwichtigen Statistikergebnisse, die man als Metal-Hörer sowieso vermutet hat. Interessant ist, dass der Spiegel trotz der Kürze des Artikels nicht an Vorurteilen spart. "...eine Musik also,
unter dernen Fans man eigentlich eher die einfachen Geister vermutet" lese ich da also über eine der wenigen Musikrichtungen, die der Klassik in Punkto Komplexität nahekommt.
Faszinierend ist auch, was die Macher dieser Studie als Erklärung parat haben: "Hochbegabte sind oft Außenseiter und haben mitunter ein geringeres Selbstvertrauen - und diese Jugendlichen
nutzen Metal-Musik als ideales Ventil zum Abbau von Stress und Aggression". Na also. Gott sei Dank!
Der hohe Anteil von Metal-Hörern und das schlechte Abschneiden von "Klassik und anspruchsvollem Jazz" ist also glücklicherweise nicht zurückzuführen auf das Alter der Befragten (11-19 Jahre) oder
deren intelligente Entscheidung, den Chart-Brei zu ignorieren.
Schließlich weiß doch jeder, dass Metal nur die allerdümmsten Menschen hören, weil man davon Amokläufer wird oder zumindest seine Eltern rituell opfert.
Samstag, 21. april 2007
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veröffentlicht in: Medien
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