Sashs Blog

Herzlich willkommen in meinem Blog!

Ich schreibe hier über unterschiedlichste Dinge, deswegen möchte ich allen Interes-senten an einem bestimmten Thema nahelegen, sich in diesem Fall ein Stückchen unter diesem Text die betreffende Kategorie anzeigen zu lassen. Wer dies unterlässt, muss auch den ganzen anderen Mist lesen...

PS: Ihr könnt gerne auch ältere Beiträge kommentieren, denn ich bekomme so oder so eine eMail!

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Hallo Herr Schäuble!
Sorry, der Gag ist inzwischen zwar fast verboten alt, aber ich konnte ihn irgendwie nicht links liegen lassen. Am 11. Oktober findet in Berlin einmal mehr eine Demo gegen den Überwachungswahn statt. Ich habe vor, hinzugehen, und dementsprechend kann ich das ja auch kund tun - schließlich halte ich es für eine gute Sache.
Nun habe ich hier im Gegensatz zu alten Blogs von mir ein Problem: Ich habe inzwischen einen ganzen Haufen Leser, der nicht - wie ein guter Teil meines Freundeskreises - aus der linken Szene kommt. Allzu viele Konservative oder gar Rechte werden sich zwar sicher nicht finden, aber irgendwie habe ich den - vielleicht und hoffentlich unbegründeten - Verdacht, dass der ein oder die andere sich wundert, weswegen ich bisweilen mit radikal linker Propaganda auffalle. Nun, ich interessiere mich nun einmal für Politik, für Wirtschaft, für Medien und die Gesellschaft. Ich habe mir meine Meinung gebildet, und ich bin im Nachhinein froh, dass dies abseits von CSU-Parteitagen oder gar den Bierzelten der freien Kameradschaften war.
Ich bezeichne mich selbst als radikalen Linken, wenngleich ich noch nie einen Polizisten geschlagen habe, alle kommunistischen und sozialistischen Systeme für menschenfeindlich und Oskar Lafontaine für ein Arschloch halte. Ich glaube nicht einmal daran, dass alle Politiker Deppen sind, die viel zu viel Geld fürs Nichtstun kriegen, und ich bin mir sicher, dass wir nicht gezielt von irgendeiner dubiosen Organisation oder Wirtschaftsverschwörung verarscht werden.
Ich glaube eigentlich nur, dass Menschen meistens egoistisch sind.
Das alleine reicht meiner Meinung nach mit ein bisschen evolutionärem Wachstum aus, um die offensichtlich unbefriedigende Gegenwart zu erschaffen.
Und eigentlich will ich nur, dass es irgendwann wenigstens für die paar armen Idealisten, die sich nicht deswegen präventiv einsperren lassen wollen, einen wirklichen Raum gibt. Ich hab die Welt nicht erfunden, und ich hab nicht alles von ihr gesehen. Vielleicht bin ich ja der Irre, weil ich es mir vorstellen kann, mit anderen friedlich zusammenzuleben, aber irgendwie liegt es wohl tief im menschlichen Innern, die Hoffnung nicht aufzugeben.
Genau deswegen will ich auch nicht widerstandslos hinnehmen, dass mich ein frustrierter Rollstuhlfahrer* auf Schritt und Tritt überwacht. Ich gebe im Internet eine ganze Menge preis von mir. Ich bin zweifelsohne ein offener, kommunikativer Mensch. Irgendwo habe ich allerdings auch Grenzen, und ich sehe einfach nicht ein, diese niedrige Hürde jetzt zu Boden zu schmeißen, damit irgendein Dr. S. darüber hinweg rollen kann.
Ich bin ein mäßig begabter Arbeitsloser mit Abitur, und ich bin mir sicher, dass ich es auch nach Einführung der Online-Durchsuchung schaffen würde, eine Bombe zu bauen und einzusetzen, wenn ich mich denn trauen würde es vorhätte.
Aber interessiert das gerade noch? Geht es wirklich darum bei all den Vorhaben? All das, was gerade in Planung ist oder in den letzten Jahren an Möglichkeiten zur Überwachung geschaffen wurde, wurde doch nur durchgesetzt, um den aufgeschreckten Menschen zu suggerieren, dass mit dem nächsten Schritt garantiert endlich alles sicher sei. Warum denkt denn da niemand drüber nach? Selbst das Leben in einer hermetisch abgeriegelten Gummizelle kann noch ein vorschnelles Ende nehmen - wenn zum Beispiel die Belüftung versagt.
Absolute Sicherheit ist eine Utopie. Man kann sich ihr vielleicht asymptotisch annähern, aber das war es dann auch schon wieder. Doch je näher wir uns dieser tollen Sicherheit nähern, desto lebensunwerter wird die Welt, weil sämtliche Freiheiten auf dem Weg verloren gehen.
Mal ein seltenes Beispiel zum Thema Sicherheit und Lebensqualität: Ich und mein Bruder sind schon seit inzwischen weit über 10 Jahren leidenschaftliche Gelegenheits-Dartspieler. Wir haben uns aber damals alleine keine Darts kaufen dürfen - die gab es nämlich nur im Waffengeschäft.
Der ein oder andere mag das für unsinnig übertrieben halten, denn wer beschwert sich denn bei den aktuellen Debatten? Vermummte Demonstranten! Da haben wir's doch!
Nun muss ich gestehen: Ich war auch schon vermummt auf Demonstrationen. Und ich wäre es heute noch - aber leider lassen sich 2,03 m nicht mehr so locker mit einer Vermummung verstecken. Falls es irgendeinen interessiert: Ich war nie vermummt, um unerkannt Steine zu werfen oder Polizisten zu schlagen. Ich habe mich über dieses Verbot, bei öffentlichen Veranstaltungen das Gesicht zu verdecken, hinweggesetzt, weil die Polizei sich ihrerseits über das Verbot hinwegsetzt, Demonstrationen präventiv zu filmen. Und: Wenn sie sich über dieses Verbot ständig hinwegsetzen, wer garantiert mir dann bitte noch die Löschung, die nicht erfolgende Auswertung? Ganz abgesehen davon, dass ich nie vorhatte, in einer Liste der Anti-Antifa mit einem Portraitfoto aufzutauchen.
Und dieses "Wer nichts getan hat, der hat auch nichts zu befürchten" kann ich nicht mehr hören. Ich möchte auch mit einer zerissenen Hose nicht gefilzt werden. Genau wie jeder Anzugträger auch. Ich will nicht, weil ich auf einer linken Demo Fotos mache, dass die Cops meine Unterwäsche in meiner Wohnung durchwühlen. Genau wie jeder CDU-Wähler auch.
Nachdem ich - noch mit langen Haaren - binnen "kürzester Zeit" die fünfte Drogenkontrolle bei der Arbeit (als Fahrer) hatte, habe ich den Beamten mal gefragt, ob sie eigentlich extra Langhaarige anhalten. "Wir haben da unsere Kriterien", hat er immerhin zugegeben. Respekt! Die einzige Droge, die ich regelmäßig konsumiere, ist Alkohol - und ich hab nicht ein einziges Mal blasen müssen. Stattdessen in Hinterhöfen unter Aufsicht in ein Becherchen pinkeln. Oder Verrenkungen machen, die ich auf einer Party spaßeshalber nach 9 Bier noch hingekriegt habe. Das hat der Sicherheit enorm geholfen, denn sie hatten ja ihre Kriterien. Und die waren ähnlich sinnig, wie all die, die jetzt eingeführt werden.
Was würde ich wohl an Privatsphäre einbüßen, wenn ich Achmed heißen würde, und mir mein reicher iranischer Onkel jedes Jahr 15.000 € schicken würde, damit ich im schönen Deutschland ungestört und ohne BaFög studieren könnte?
Ich will es mir nicht einmal ausmalen!
Und glaubt mir: Wenngleich ich hier offen über meine finanziellen Verhältnisse und meine WG schreibe, wenngleich ich meine Meinung zu gesellschaftlichen Themen kundtue und vielleicht sogar das ein oder andere Mal ein paar Worte über meine Freundin verliere... dann heisst das noch lange nicht, dass es tolerabel wäre, ein paar Beamte in Pullach oder eben hier in Berlin zu wissen, die sich darüber unterhalten, ob das mit meiner Freundin denn ernst wäre, weil in den letzten drei von mir heruntergeladenen Pornos nur blonde Frauen vorkamen. Wenngleich dieses Beispiel fiktiv war, so macht es doch hoffentlich klar, was ich meine.
Meine Finanzen beispielsweise sind zwar mager, aber noch letztes Jahr habe ich trotz einem monatlichen Einkommen von unter 1000 € ein Geflecht von 8 Konten. Das war Verplantheit kombiniert mit einem sehr gut organisierten Leben (Sparkonten, geschäftliche Konten, Gehaltskonto, Privatkonto, WG-Konten etc...)
Was glaubt ihr, was ich froh bin, dass ich deswegen bei der Agentur für Arbeit keinenTermin hatte. Das hätte ich doch jemandem mit anderem Lebensstil kaum begreiflich machen können, ohne dass der vermutet, ich will irgendwas verschleiern.
Und jeder von uns hat so seine Macken, die einem vielleicht bei falscher Betrachtungsweise falsch ausgelegt werden könnten.
Sollte es irgendwann einmal hier in der Gegend einen Massengentest geben, dann könnt ihr sicher sein, ich gehe nicht hin. Ich verbürge mich meinetwegen, auffindbar zu bleiben, bis sie den Kinderschänder oder whatever gefasst haben - aber ich werde nicht so blöd sein, mich in eine Datenbank eintragen zu lassen, bei der ich nicht weiss, ob in zehn Jahren nicht doch meine Krankenkasse Zugriff drauf hat, welche mir dann per Formbrief erklärt, dass  ich in drei Jahren wegen der genetischen Veranlagung ein Pflegefall bin und sie mich deshalb ausschließen. (Das war überspitzt, ich geb's zu!)
Und damit bin ich in meinem Freundeskreis schon heute eine Ausnahme: Die meisten wurden nämlich unter Zwang (ja, ich meine körperliche Gewalt) erfasst, weil sie die Dummheit besaßen, sich irgendwo auf Demos einkesseln und festnehmen zu lassen.
Ist es wirklich so verwerflich, dagegen zu sein? Öffne ich grenzenloser Brutalität und Kriminalität die Türe, nur weil ich der Meinung bin, die Gesetze gehen schon viel zu weit? Ich glaube es nicht, denn wenn Überwachungskameras erfolgreich wären, dann wären doch seit mindestens zehn Jahren wenigstens die Bahnhöfe und Flughäfen völlig entkriminalisiert. Dass dem nicht der Fall ist, verleitet mich zur Annahme, dass es immer wieder Gewalt aus dem Affekt heraus geben wird, gegen die Prävention machtlos ist.
Also lassen sie mir doch bitte meine Freiheiten, Mister Wheelchair!!!

Ich dachte, ein eigener Text ist sicher überzeugender als ein paar oft gehörte Phrasen, deswegen hier noch einmal:

Demo in Berlin
11. Oktober 2008
Treffpunkt: 14.00 Uhr Alexanderplatz
www.freiheitstattangst.de

* Ich habe nicht vor, Herrn Schäuble auf seine Verletzung zu reduzieren und ich habe vier verdammt geile Arbeitsjahre im Behindertenfahrdienst hinter mir und seitdem wirklich die Vorurteile gegen Behinderte besiegt. Anspielungen lediglich auf die geistigen Schwachstellen - um die es natürlich geht - wären schlicht und ergreifend zu uneindeutig, um viele leicht verständliche Synonyme für diesen Menschen zu finden, deswegen habe ich so oft auf seinen Rollstuhl angespielt.

Dienstag, 30. september 2008
- veröffentlicht in: Politik
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Ich bin vielleicht ein bisschen langsam, aber immerhin hab ich Becksteins Rechenaufgabe lösen können.

*stolzbin*

Sorry, ich will eigentlich nicht sonderlich viel zur Bayern-Wahl sagen. Die meisten werden es vermuten: Das Ergebnis der CSU finde ich richtig gut. Weniger hätte ich nicht zu hoffen gewagt, und vielleicht haben wir ja Glück, und es wird ein langfristiger Trend ;)
Ach so, wenn wir schon bei Wahlen sind: Seit 10 Jahren und einem Tag sind wir die Bundesbirne Helmut Kohl los, und er ist immer noch nicht wiedergekommen. Ich werde immer beruhigter...

PS: Das ist keine Meinungsbekundung zu den jeweiligen Gegnern. Die haben es bisher auch immer geschafft, mich zu enttäuschen...
Sonntag, 28. september 2008
- veröffentlicht in: Politik
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Dass bild.de gerne über unerklärliche Phänomene berichtet, ist nicht neu. Genauso wie die meisten der Phänomene selbst. Heute sind die Orbs dran. Unter dem Titel "Das Geheimnis der Orbs - Woher kommen die kleinen weißen Flecken auf Fotos?" wird grob resümiert, was alles von Spinnern in die Flecken - die so ziemlich jeder kennen dürfte - reininterpretiert wurde. Die Antwort steht detailliert bei Wikipedia und war dort seit der Artikelerstellung am 9. Januar 2007 schon als Effekt bei der Fotografie eingetragen. Dieser scheint heutzutage sehr gut erklärt und wird bisweilen sogar absichtlich hervorgerufen.
Damit aber nicht genug. Der bild.de-Artikel beruft sich auf  einen Artikel im "angesehenen" Berliner Tagesspiegel, auf den natürlich nicht verlinkt wird. Das wäre auch zu kontraproduktiv, denn der Tagesspiegel-Artikel nimmt sich des ganzen Okkultismus um die Flecken mit sehr ironischem Unterton an und verweist deutlich auf die wissenschaftliche Erklärung, die vereinfacht mit "Lichtreflektionen von Staubkörnern" selbst für Laien nicht sonderlich aufregend aufbereitet werden kann. Außerdem wäre es wahrscheinlich peinlich für die Unkreativen Bilderlinge, wenn der geneigte Leser ohne Umweg erfahren würde, dass der Titel des Artikel - huch - auch "Das Geheimnis der Orbs" lautet.

Und nun machen die Schreiberlinge von bild.de etwas recht perfides: Sie nutzen den unverlinkten Artikel, um ihre Geisterstorys glaubwürdiger zu machen.

bild.de schreibt nämlich:
"Woher stammen die rätselhaften Kugeln? Dieser Frage ging der angesehene Berliner "Tagesspiegel" diese Woche nach. "In Altbauten oder verwunschenen Häusern fotografiert man Orbs am häufigsten", heißt es dort. Die spannende These: Sind es verwaiste Seelen, die sich von dieser Welt noch nicht lösen konnten?"

Nun der fragliche Part im Tagesspiegel-Original:
"In Altbauten oder verwunschenen Häusern fotografiert man Orbs am Häufigsten - das ist im Internet zu lesen. Es ist voller Zeugnisse dieses "okkulten Phänomens". In den Tiefen des Webs endet der Spuk aber auch. Denn die wissenschaftliche Erklärung der Orbs ist eine runde Sache - und überzeugend dazu."

Hier wird also suggeriert, der angesehene Tagesspiegel vertritt die These, es handele sich um Seelen, die (das finde ich ja die geilste Theorie, die kurz darauf folgt) die Kugelform wählen, um energiesparender zu reisen.

Danach vermeldet bild.de, dass "Mystery-Forscher" Hartwig Hausdorf die Theorie "bestätigt". Dabei sagt der anscheinend auch "nur": "Tatsächlich gibt es die Idee..." Natürlich graben sie noch einen anderen Esoteriker aus, der der Meinung ist, Orbs seien Wesen. Dummerweise hat der auch noch in Physik promoviert und verleiht dem ganzen mit einem eigens geschriebenen Buch so etwas wie "wissenschaftliche Untermauerung".

Zum Schluss lassen die Bildianer allerdings auch nichts anbrennen, erwähnen die wissenschaftliche Erklärung, die sie widerum als Behauptung abtun.

Die letzten Zeilen bei bild.de:
"Oder ist das alles nur schnöder Staub? Fotoexperten behaupten, dass erst seit dem Siegeszug der Digitalkameras auch die Orbs in Massen auftreten. Weil das Blitzlicht sehr nah an der Linse angebracht sei, würden viel öfter als früher Staubpartikel sichtbar. Aber werden wir nicht alle irgendwann zu Staub..?"

Der letzte Satz wäre zwar für Lyrik nicht unpassend, ich frage mich allerdings, ob sich die Autoren mal überlegt haben, was sie da eigentlich geschrieben haben. Der Artikel endet so mit der These, dass es zwar schon alles Staub sein könnte, aber das ja nicht bedeute, dass es nicht dennoch die Toten sein könnten. Physikalisch und biologisch grenzwertig, denke ich - und selbst die Esoteriker sollten von der Idee angepisst sein.
Aber was soll's?
Die Frage "Woher kommen die weißen Flecken auf Fotos?" wollte sicher eh niemand beantwortet haben, oder?
Samstag, 27. september 2008
- Community: Medienkritik von Privat - veröffentlicht in: Medien
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Der Typ, der bei mir landete, weil er "Penis in Ameisenhaufen Bilder" eingegeben hat, ist offenbar wieder da. Gestern besuchte mich jemand, der nach "Penis in Ameisenhaufen was machen Ameisen" gesucht hat.
Für alle, die in Zukunft etwas zu diesem Thema wissen wollen, will ich doch gerne einmal einen kleinen Eintrag schreiben. Bilder gibt es hier zwar nicht, aber vielleicht kann ich ja trotzdem helfen.
Meiner bescheidenen Meinung nach ist es ein recht sinnloses Unterfangen, sein Geschlechtsteil in einen Ameisenhaufen zu hängen oder zu stoßen. Zum einen beeinträchtigt das nicht wenige Ameisen in ihrer Lebensqualität, zum anderen bin ich mir auch ohne empirischen Beweis recht sicher, dass der (vermutlich erwartete) Lustgewinn sich trotz der enormen Anzahl an Krabbeltieren nicht einstellen wird. Selbst wenn der Schmerz durch hohldrehende Insekten, die wie blöde ihre Säure als Waffe einsetzen, das Ziel wäre, so ist das doch wesentlich einfacher durch das Einreiben des entsprechenden Körperteils mit ein paar frischen Habanero-, oder - für die ganz harten - Jolokia-Chilis zu erreichen. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass man nicht dem Förster Rede und Antwort stehen muss, wenn dieser ungläubig fragt, was man sich davon erhofft, Ameisen zu beweisen, dass auch der Mensch evolutionär nicht in einem Stadium ist, das es zu erreichen lohnt.
Ich habe entgegen jetzt sicher auftretender Vermutungen gar kein Problem mit außergewöhnlichen Sexualpraktiken, wenngleich ich der Meinung bin, dass die eigenen Extremitäten (meinetwegen in Kombination mit Hausrat) genügend Abwechslung für einsame Stunden bereithalten.
Da aber die Vergewaltigung ganzer Völker auch im Tierreich sicher nicht zur feinen Art gehört, möchte ich dennoch die Bitte loswerden, die entsprechenden Neigungen vielleicht doch lieber vor dem Bildschirm mit züchtigen Tierdokus von Sielmann und Co auszuleben.
Samstag, 27. september 2008
- veröffentlicht in: Menschliche Idiotie
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"Bild-Bashing", so habe ich heute gelesen, ist out. Langweilig. Will keiner wissen. Hmm? Vielleicht. Es macht aber dennoch einen Heidenspaß. Denn schon das Suchen nach Stoff ist bei Bild und bild.de von besonderer Güte.
Man wird zum Beispiel extrem schnell fündig - und das sind Erfolgserlebnisse, die man mit der Zeit einfach braucht. Ich mache hier ja nicht bildblog2. Mir fehlen Zeit und Erfahrung, um mit den Herren Niggemeier, Heinse und co. mithalten zu können. Meine Kurzrecherchen finden nur im Netz statt, und ich finde es nicht schlimm, dass ich meistens die Themen von bildblog gar nicht erst aufgreife, weil ich da gar nichts neues erzählen könnte.

Desweiteren ist die Bandbreite der Verfehlungen bei Bild so enorm. Mal sind ganze Inhalte falsch oder schlichtweg inhaltlich null, mal gibt es Frechheiten und mal Gesetzesverstöße. Man kann sich eigentlich jeden Tag aussuchen, was man thematisieren möchte.
Heute kommt mal wieder was eigentlich langweiliges. Bild hat "die schönsten Deutschen" gekürt. Irgendeine ominöse "Bild-Jury" hat ein Ranking aufgestellt, welche Promis die attraktivsten sind. Solche Listen sind ja weder bei Bild, noch sonst irgendwo neu - aber immer wieder völlig nichtssagend. Insbesondere, wenn eine "Jury" dies bestimmt. Aber im Endeffekt geht es auch hier wieder nur um die Klicks, die mit den zwei (nach Geschlechtern getrennten) Bildergalerien generiert werden sollen, um eine möglichst hohe Attraktivität des Angebotes vorzugaukeln. Da muss der inhaltliche Anspruch eben ein bisschen leiden. Was soll's?

Erstaunlicherweise sind die Kandidaten durchaus bunt zusammengewürfelt, wenngleich ich meine Zweifel habe, dass irgendein journalistischer Wert damit geschaffen wurde, Cosma Shiva Hagen und Sebastian Koch zu den schönsten Deutschen zu ernennen.
Man darf sich wieder einmal fragen, wessen Geistes Kind Journalisten sind, die (zum Beispiel)
  • Jogi Löw zum drittschönsten Mann Deutschlands machen, weil er "die Jungs im Griff" hat und seine Hemden immer gebügelt sind.
  • Rudi Assauer auf den zehnten Platz hieven.
  • Wladimir Klitschko als dreizehnten noch vor Til Schweiger packen.
  • überhaupt auf die Ideen kommen, Reinhold Robbe und Helmut Schmidt hätten irgendwas dort zu suchen.
  • allen Ernstes den Sekretär des Papstes auf Platz 26 unterbringen.
  • ausgerechnet das Gebiss bei Jürgen Vogel toll finden.
  • Boris Becker in die Liste übernehmen und ihm dort dafür danken, dass er hoffentlich bald seine Freundin heiratet.
  • Franz Josef Wagner ernstlich ausgerechnet dort unterbringen, wo er außer... ähm... Inspiration sicher nichts zu suchen hat.
  • ausgerechnet unter einem Foto, auf dem braune Haare zu sehen sind, anfangen, Cosma Shiva Hagens schwarze Haare zu lobpreisen.
  • Esther Schweins wie folgt charakterisieren: "Die schönste "Rote" des Landes (lebt auf Mallorca)"
  • Platz 30 dafür vergeben, ein Klon von Heidi Klum zu sein (das ist ernstlich die zusammengefasste Beschreibung von Lena Gercke)
  • mit Lilo Pulver auf Platz 35 vielleicht doch ein bisschen das richtige Jahrhundert verfehlt haben.
Bleibt noch die Bildüberschrift, die bei den Frauen lapidar "50 Frauen" lautet, bei den Männern "50 deutsche Männer". Die teilweise sexistische Untertitelung kann man sich wahrscheinlich locker denken, ohne dass ich sie detailliert kritisieren muss.
Alles in allem mal wieder ein schönes Beispiel für eine Ladung Null-Information, garniert mit schönen Fotos, die mit jedem interessierten Leser über 100 Page-Impressions schafft. Ach, ist das schöööööööööööööööön....
Samstag, 27. september 2008
- Community: Medienkritik von Privat - veröffentlicht in: Medien
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So, endlich kann ich mich mal wieder im Netz umsehen. Durch das übliche Lesezeichen-Durchforsten bin ich über diesen Artikel bei hype^2.0 auf dieses windige Portal gestoßen.  Scheint nicht so sonderlich erfolgreich - oder eben im Aufbau zu sein. Dort habe ich dann dieses schöne Angebot gefunden. Kann mir jemand sagen, was mich daran irritiert?


Screenshot: plexgo.de

Freitag, 26. september 2008
- veröffentlicht in: Medien
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Ich bin ja nach wie vor immer recht gut im Bilde über die Statistiken bei meinem Blog. Insbesondere nach längeren Abwesenheitsphasen ist das ja auch so uninteressant nicht. Und wie auch die letzten Male, habe ich auch nun wieder festgestellt, dass ausgerechnet am letzten Tag meiner Abwesenheit mein Blog die höchste Besucheranzahl in der gesamten Zeit hatte.
Vielleicht erklärt es sich ja mit Suchtverhalten!? Je länger ich offline bin, desto energischer wird nach neuen Beiträgen gefahndet? Ich finde diese Erklärung für mich immer noch angenehmer als diese "Der Blog ist am Besten, wenn ich nict schreibe..."-Geschichte. Aber werde ich es je erfahren.
Was ich unbedingt noch erwähnen wollte, ist, dass ich in der letzten Woche einmal gefunden wurde, als jemand bei google nach "Penis in Ameisenhaufen Bilder" gesucht hat. So sehr ich mich darüber freue, dass dieser Blog so langsam einen ganz passablen Bekanntheitsgrad hat, so sehr wundere ich mich das ein oder andere Mal, wonach manche Leute suchen...
Freitag, 26. september 2008
- veröffentlicht in: Blog
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Bei der Anmeldung an der Hotline wird irgendwann gefragt, ob man zustimme, dass das Gespräch aufgezeichnet wird. Normalerweise akzeptiert die Spracherkennung als positive Bestätigung ausschließlich ein glockenklar gesprochenes "Ja!". Alles weitere wird kommentiert mit "In Ordnung. Ihr Gespräch wird nicht aufgezeichnet." Selbst "Aaaa!" oder "Yo!" funktionieren normalerweise nicht (heute hat "yo" das erste Mal geklappt).
Was dagegen offenbar (zweimal getestet) als "Ja" durchgeht, ist: "Fick dich!"
Donnerstag, 25. september 2008
- veröffentlicht in: Sashs wissenswerte Weisheiten
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Ich will das Thema nicht zu breit treten, aber ich muss hier noch einmal die Fortsetzung des Ganzen anfügen. Man muss den letzten Artikel vor diesem hier gelesen haben, um ihn zu verstehen.

Gestern Abend hatten wir noch Post im Briefkasten: Von Arcor. Sie teilen uns schriftlich mit, dass unsere Bandbreite wegen technischer Probleme auf DSL 2000 geändert wurde. Ab dem 25.9. seien wir dann mit der neuen Bandbreite online. Da hätte uns klar sein sollen, dass das wieder Horror bedeutet.

Donnerstag, 25.9.2008

11.20 Uhr
Hoffnung zerstört. Das Internet tut wieder nicht. Der Router kann sich nicht einwählen. Sophie ruft bei der SH an. Die schlimmsten Befürchtungen bestätigen sich: Fehlercode 678, das Modem ist synchron aber nicht anpingbar. Die Fehlerquelle ist recht schnell klar: Sie haben heute eine Umstellung von DSL 2000 auf... ja, DSL 2000 vorgenommen. Dabei wurden natürlich alle vom Techniker hart erkämpften Einstellungen rückgängig gemacht. "Binnen 24 Stunden" ist das Problem dann wieder einmal behoben, es wird also an die Technik weitergeleitet. Ich scheine Déjà-vus zu haben. Sophie sagt deutlich, dass das keine adäquate Lösung ist. Ihr wird erklärt, dass es keine andere Möglichkeit gibt.

11.55 Uhr
Nachdem wir beschlossen haben, dass für die Lösung eines bekannten Problems, das ja nicht mal nur identifiziert ist, sondern auch noch mehrfach ohne unser Verschulden wieder ausgelöst wurde, 24 Stunden wirklich keine angemessene Zeitspanne ist, rufe ich bei der SH an und verlange ohne lästige Erklärungen, einen Vorgesetzten zu sprechen - damit der uns vielleicht gleich mit der Technik labern lässt oder dergleichen. Er hat aber leider gerade ein Gespräch, er ruft uns aber binnen der nächsten halben Stunde zurück.

12.05 Uhr
"Er" ist eine Sie und ruft schnellstens zurück. Nach einem kurzen Crash-Kurs in "Was die Chaoze-WG in 5 Tagen bei Arcor so erlebt hat" möchte sie "gerne Eskalation machen". Bis 14 Uhr spätestens hören wir dann wieder was.

Wir schließen die Rechner wieder ordentlich an den Router an, da Rückrufe in der Regel Mangelware sind, wenn das Problem erst einmal behoben ist. Mehrer Einwahlversuche verlaufen nagativ, aber was erwarten wir auch?

14.35 Uhr
Rückruf? Problem behoben? Eher Fehlanzeige. Also Anruf bei der SH. Der nette Mann am anderen Ende der Leitung sitzt natürlich in einem anderen Callcenter, sodass er leider keinen Einblick hat, was die obig erwähnte Vorsitzende so macht und wer sie überhaupt ist. "Im Laufe des Tages" melden die sich aber in der Regel, so seine Aussage. Damit bin ich wieder bei "binnen 24 Stunden". Für einen kurzen Moment kommt dann noch der Schock, dass wir kaufmännisch auf DSL 6000 laufen, und scheinbar keine Änderung in Planung ist. Dies stellt sich dann jedoch als (hoffentlich?) falsch heraus. Seiner Meinung nach sind die Leitungsdaten aber auch für DSL 6000 ok. Warum auch immer. Fazit: Keins? Wir warten weiter auf den Anruf der Vorgesetzten von vorhin.

16.35 Uhr
Nachdem immer noch kein Anruf eingegangen ist, rufe ich erneut bei der SH an, um mich wieder zu irgendeinem Vorgesetzten durchstellen zu lassen, der sich dann vielleicht in irgendeiner Form der Problematik annimmt. Ich gerate natürlich an die widerlichste Sorte Vollhorst. Dieser Mitarbeiter erklärt mir de facto, dass ich den Technikern doch ein bisschen Zeit lassen solle, ich wolle doch sicher nicht, dass es "wieder nur Flickschusterei" werde. Meine Argumente werden komplett übergangen und meine nachdrückliche, mehrfache Bitte, mit einem Vorgesetzten verbunden zu werden, wird ignoriert mit der Bemerkung, dass er das jetzt nochmal "mit Nachdruck" an die Technik schreibe (was immer das heißen soll), und dass das nun einmal der schnellstmögliche Weg sei. Die Tatsache, dass ich bereits einen Schritt weiter war, umgeht er gekonnt mit Ignoranz. Satz des Gesprächs: "Ich weiss, dass es frustrierend ist."

17.55 Uhr
In der Hoffnung, vielleicht doch noch mit einem Vorgesetzten sprechen zu können, ruft Sophie reichlich demotiviert wieder bei der SH an. Aufgrund des nicht erfolgten Rückrufs stellt der Mitabeiter sie durch zu einem Vorgesetzten. Der ist aber leider aus der kaufmännischen Abteilung, hält unser Problem zwar für verständlich, könnte uns jedoch allenfalls einen günstigeren Tarif anbieten. In Sorge um unsere rare Freizeit lehnen wir jedwede Änderung ab. Er bittet uns, die SH erneut zu kontaktieren.

18.05 Uhr
Sophie ruft einmal mehr bei der SH an und gerät prompt an einen interessierten Mitarbeiter. Er ist der erste, der sich wundert, weswegen wir von DSL 2000 auf DSL 2000 umgestellt worden sind. Eine knappe halbe Stunde dauert das Gespräch. Er ist schwer irritiert von der Vorarbeit seiner Kollegen und teilt uns mit, dass heute eigentlich nur der Upload - warum auch immer - hochgestellt wurde. Dieses macht er rückgängig, und - zack! - kann der Router sich einwählen. So irritiert wir darüber waren, dass der Fehler von einem Hotline-Mitarbeiter behoben werden kann, so sehr haben wir uns auch gefreut.

18.33 Uhr
Voller Vorfreude aufs Internet nehmen wir das Klingeln des Telefons war. Eine Minute nach dem letzten Gespräch. Es ist ein Techniker von Arcor, der nach unserer Störung fragt. Ich teile ihm mit, dass sich das erledigt hätte und hoffe, dass er es nicht wagt, irgendeine Änderung vorzunehmen. Er fragt dann noch, ob wir "immer noch das Speed-Modem 200" benutzen, woraufhin ich ihm mitteile, dass wir das noch nie getan haben. Er warnt mich, dass wir, wenn wir es wieder (hä?) benutzen würden, wieder nicht ins Netz kommen würden. Konfusion.

Zwei Minuten später: Ich versuche, mich ins Internet einzuwählen. Nix. Einen Router-Restart später stelle ich fest, dass der Router sich wieder nicht verbinden kann. Na klasse!

18.55 Uhr
Am Rande des Wahnsinns ruft Sophie noch einmal bei der SH an und gibt an, dass das Internet nicht tue.  Auf Nachfrage hin stellt er fest, dass seit 18.30 Uhr nichts an der Leitung geändert wurde. Zwischen 18.00 und 18.30 Uhr sei die Upstream-Geschwindigkeit und "ein paar technische Details, sag ich jetzt mal so" geändert. Er bittet um einen Restart von Router und Modem und danach sind wir tatsächlich (wieder einmal) online.
Er erklärt auf unser Fragen hin, dass trotz mehrfacher gegenteiliger Eintragung in die Störungsprotokolle nicht die alte, sondern die (für unser Modem zu) neue Übertragungsweise eingestellt war. Wir sind online, aber noch nicht sicher, ob der Nervenzusammenbruch dieses Mal ausbleibt. Gnaaaaa! Hihi! Dollydolly!
Donnerstag, 25. september 2008
- veröffentlicht in: Dienstleistungswahn
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Freitag, 19.09.2008

Ein Tag noch, bis Arcor uns die Bandbreite von DSL 2000 auf DSL 6000 erhöhen wollte...

Sophie stellt um 7.20 Uhr fest, dass sie nicht ins Internet kommt. Der Router findet trotz Restart keine WAN-IP.

11.35 Uhr
Ich rufe nach mehrfachem Modem- und Router-Restart bei der Störungshotline (im Folgenden SH genannt) an. Ich schlage gleich zur Gesprächseröffnung zwei Dinge vor: Einmal könnte die geplante Umstellung auf DSL 6000 vielleicht das Problem verursachen, zum anderen wäre denkbar, dass die vor einem Jahr schon einmal aufgetretenen Kommunikationsprobleme zwischen unserem alten Modem und der Leitung erneut vorliegen. Der Mitarbeiter verkündet nach wenigen Sekunden: Es ist ersteres. Die Umstellung sei im Gange, und auf Nachfrage meint er, bis spätestens 16 Uhr sei das dann erledigt.

16.00 Uhr
Das Internet will immer noch nicht, ich rufe wieder bei der SH an. Der Mitarbeiter am anderen Ende entdeckt nach meinem Hinweis auf das eventuelle Problem zwischen Modem und Leitung einen anderen, eher kuriosen Mangel: Es sei nur eine ISDN-Telefonleitung, aber keine DSL-Leitung vergeben, es handele sich wohl um ein kaufmännisches Problem, ich solle doch beim Kundendienst anrufen, die könnten das klären.

16.10 Uhr
Die nette Mitarbeiterin sieht sich meinen Account an, dementiert eine fehlende DSL-Leitung und verweist mich zurück an die Technik, da es kein kaufmännisches Problem gebe.

16.20 Uhr
Ich lande zufällig wieder beim selben Mitarbeiter an der SH und erkläre ihm, dass im kaufmännischen Bereich wohl kein Fehler vorliege, alles sei korrekt gebucht. Zur Fehlerfindung werde ich gebeten, den Rechner direkt ans Modem anzuschließen, und - wenn erfolglos - den dreistelligen Windows-Fehlercode zu nennen. Meine Aussage, ich würde Linux nutzen, lässt mich erfahren, dass Arcor das nicht supportet. Ich sage zu, es mit einem Windows-Rechner zu versuchen und lege auf.

Ein erster Versuch, meinen Rechner nur übers Modem online zu kriegen, scheint erfolgreich. Nicos (Windows-)Rechner spuckt keinen Fehlercode aus. Wegen des scheinbar erfolgreichens Versuchs vermuten wir das Problem beim Router. Erfolglose Folgeversuche, übers Modem alleine online zu gehen, sowie der Test mit einem zweiten Router scheinen das aber zu widerlegen.

19.00 Uhr
Der (unfreundliche) Mitarbeiter der SH weist bei einem erneuten Anruf die Zuständigkeit von sich, da es ein Routerproblem sei, obwohl wir deutlich machen, dass wir zwei verschiedene Router getestet haben. Den Hinweis auf die alte Modem-Leitungs-Geschichte übergeht er ebenfalls und verweist uns an ein IT-Spezialistenteam. Immerhin: Die DSL-Leitung scheint vorhanden zu sein.

Wir beschließen, dass uns 1,24€/min zu teuer sind, da das Problem sicher zeitintensiv ist und mit höchster Wahrscheinlichkeit wieder einmal bei Arcor - und damit außerhalb der Reichweite des IT-Teams - liegt. Die alte Modem-Leitungs-Geschichte wurde bisher ja auch immer übergangen und es wäre schon ein enormer Zufall, wenn ausgerechnet zeitgleich mit einer Umstellung bei Arcor beide Router den Geist aufgeben. Weitere Versuche folgen.

19.30 Uhr
Sophies Anruf bei der SH bringt uns einmal mehr die Information, dass keine DSL-Leitung zu existieren scheint. Nach einer Rückfrage im kaufmännischen Bereich (die können das also auch selbst machen) teilt der Mitarbeiter mit, dass das scheinbar so in Ordnung sei. Das Modem ist synchron und nach einer geführten manuellen Netzwerkkonfiguration unter Windows erscheint  Fehlercode 678. Dieser ist der Arcor-Datenbank allerdings unbekannt. Sophie wird mitgeteilt, dass wahrscheinlich das Modem kaputt sei, der Hinweis auf die Modem-Leitungs-Geschichte ergibt wieder nichts. Immerhin: Das Problem wird an die Technik übermittelt. Uns wird eine Entstörungs-SMS, bzw. im Falle von Rückfragen ein Anruf seitens der Technik versprochen. Sollten wir tatsächlich ein neues Modem benötigen, werden wir ebenfalls informiert.

Nach mehrfachem Überlegen kaufen wir uns ein neues Modem. Dies hat zwei Gründe:
  1. Sollte das Modem tatsächlich kaputt sein, würde das Problem erledigt sein - und ein neues Modem von Arcor wäre sowieso ebenfalls kostenpflichtig.
  2. Sollte das neue Modem nicht tun, wäre der Defekt etwas sicherer bei Arcor verortet, im schlimmsten Fall haben wir ein Ersatzmodem. Der Gedanke an zukünftige Probleme spielt mit eine Rolle.
Mit dem neuen Modem und mit und ohne die beiden Router testen wir erneut. Keine Veränderung. Wir kommen nicht ins Netz.

21.45 Uhr
Die automatische Bandansage der SH verkündet, dass das Problem bis 20 Uhr (also scheinbar des Folgetages) behoben sei. Die daraufhin erreichte Mitarbeiterin hat Sophie dann gebeten, den Technikern zusätzlich zu den bisherigen Infos mitzuteilen, dass wir es auch mit einem neuen Modem versucht hätten. Synchron scheint das neue Modem zu sein, durch die Weiterstellung zur Technik sei aber ein Ping-Test derzeit nicht durchführbar. Dabei erfahren wir, dass anscheinend vorher ein Ping-Test negativ war.

Samstag, 20. 09.2008

11.00 Uhr
Wie erwartet funktioniert das Internet nicht. Aufgrund eines Verdachts rufe ich erneut bei der SH an, um sicherzustellen, dass der Vermerk, wir hätten es auch mit einem weiteren Modem versucht, auch wirklich an die Technik weitergegeben wurde. Die Mitarbeiterin kann einen derartigen Vermerk nicht finden und ergänzt ihn. Ob eine DSL-Leitung existiert, kann sie nicht sagen, da nun nur noch die Techniker an die Daten kommen würden.

20.15 Uhr
Inzwischen ist der Bandansage - wie erwartet - nicht mehr zu entnehmen, dass das Problem bis 20 Uhr behoben ist. Die einzige Aussage: Es liegen keine neuen Informationen vor seit dem letzten Anruf, das Problem wird schnellstmöglich behoben und die Kundenbetreuer können uns keine neuen Auskünfte geben

Den Sonntag bringen wir ohne Internet zu, im Wissen dass die Techniker (so wurde es uns mal erklärt) nur im Notfall am Wochenende arbeiten. Ich wäre gerne mal ein Notfall.

Montag, 22.09.2008

12.00 Uhr
Die Bandansage verkündet: "Es gibt neue Informationen. Die Störung wurde am 21.09.2008 behoben." Da der Router das nicht glaubt, lasse ich mich zur SH durchstellen. Ein verständnisvoller Mitarbeiter teilt mir mit, die Techniker hätten festgestellt, unsere Leitung sei zu lang für DSL 6000. Lösungsvorschläge, SMS, Rückruf? Fehlanzeige. Der Mitarbeiter stellt mich (mal so eben kurz) auf DSL 2000 zurück und lässt mich das Modem neu starten. Nix.
Immerhin kann er mir verkünden, dass der Fehlercode 678 in der Arcor-Datenbank keineswegs unbekannt ist. Was er allerdings genau bedeutet, weiss ich immer noch nicht. Dann macht er die bislang absurdeste Entdeckung: Der Benutzername ist falsch. Leider nicht der, den ich am Router eingebe (PPPoE), sondern irgendeiner, bei dem er selbst nicht weiss, wo er herkommen soll. Das (neue) Modem ist offenbar in Ordnung. Er sagt mir, wir müssen wohl vorerst (?) mit DSL 2000 auskommen, er leite das "idiotensicher" an die Techniker weiter und das Problem sollte in 24 Stunden behoben sein. Es kann - wenn es ein schwerwiegender Fehler ist - auch länger dauern, aber "Erfahrungswerte" zeigen, dass es eher kürzer ist. Ich schweige über meine Erfahrungswerte. Ach ja, was ist jetzt eigentlich mit dem Benutzernamen? Egal.

Dienstag, 23.09.2008

9.36 Uhr
Die Bandansage der SH gibt an, es gebe neue Informationen. "Die Störungsmeldung vom 19.9.2008 wurde am 22.9.2008 behoben. Die Störungsmeldung vom 22.9.2008 wird bearbeitet. Das Problem ist bis 12 Uhr behoben." Das ist vor allem insofern neu, als das "alte" Problem gestern noch vorgestern erledigt worden war. Oder so.

12.30 Uhr
Laut Bandansage gibt es keine Neuerungen. Witzigerweise, denn das hieße dann ja, ich könnte seit 15 Minuten wieder online sein. Die Mitarbeiterin scheint die Geschichte mit der Länge der Leitung zu glauben und erklärt mir, dass der Status der Meldung noch auf "neu" sei. Was immer das bedeutet. Offenbar, dass sich noch niemand des Problems angenommen hat . Dass vor ein paar Tagen - zumindest mit DSL 2000 alles funktioniert hat, scheint sie nicht zu interessieren. Sie vermutet das Problem nämlich in einer zu langen Leitung zwischen Starterbox und Modem. Oder von der Dose zur Starterbox. Sie kündigt mir an, dass es wohl auf einen Technikerbesuch herauslaufen werde, und dann würde es kostenpflichtig, wenn der Fehler bei uns liegt. Davor will sie mich mit den Tipps bewahren. Sie verspricht mir, dass sich die Techniker melden werden, und: Sie verspricht "nur, was sie auch halten kann". Mir scheint, ich bin länger bei Arcor als sie.

12.55 Uhr
Die gute Frau hat offenbar Kontakte. Anruf eines Technikers. Mit der Leitung scheint alles in Ordnung, zumindest soweit, dass wir ins Internet kommen müssten. "Kleinere Unterbrechungen" wären schon möglich. Er erkennt wieder einen falschen Benutzernamen, woraufhin ich die PPPoE-Account-Daten mit ihm abgleiche. Ergebnis: Er muss mal mit Kollegen Rücksprache halten und ruft dann wieder an. Ich habe mit einem Arcor-Techniker gesprochen! Ich bin ein lebenswertes Etwas! Juhu! Naja, Internet tut immer noch nicht...

13.05 Uhr
Die Rücksprache mit den Kollegen hat nichts ergeben. Ein Reset des Routers und die komplette Neueingabe der Daten ergibt ebenfalls nichts. In spätestens vier Stunden wird sich ein Techniker melden, der dann vor Ort nach dem Rechten sehen wird. Mal sehen...

13.20 Uhr
Heute erschüttern sie mich ernsthaft: Rückruf von der Technik: Der Mann wird augenblicklich losgeschickt. Ist das Ende etwa ernstlich abzusehen?

14.00 Uhr
Der Techniker ist da. Sehr bald ist klar, dass das Modem nicht will. Zumindest nicht an dieser Leitung. Erinnert sich noch irgendjemand an meine Diagnose beim allerersten Gespräch? Bleibt die Frage, ob man an der Leitung die Einstellungen ändern kann. Der böse Feind ab dato: Die unerbittliche 25-Minuten-Horror-Hotline-Warteschleife. Nach knapp über einer Stunde hat er uns dann wieder an der Leitung: Mit DSL 2000 und dem alten Modem. Alles andere klappt nicht. Warum das beim neuen Modem der Fall ist, kann sich der Techniker nicht erklären. Aber egal: Das Internet tut!!!

16.30 Uhr
Nach ein paar Erledigungen stelle ich fest, dass ich - Überraschung! - wieder nicht ins Internet komme. Beim erneuten Anruf bei der SH geht der ganze Quatsch wieder von vorne los: Ist das Modem synchron? Ja! Neustart, Einzelversuch ohne Router, Leitungsdämpfung überprüfen, neue Netzwerkverbindung erstellen... letzteres hat dem Mitarbeiter am anderen Ende dann wohl zu lange gedauert, sodass er mir empfahl, wieder anzurufen, wenn ich damit fertig bin.

16.40 Uhr
Ich bin fertig - und zwar nicht nur mit dem Neueinrichten einer Internetverbindung an einem mir fremden PC - sondern auch mit den Nerven. Der Hotline-Komiker stimmt mit mir überein, dass es "so ja nicht" laufen könne. Also wird das Ganze an wiederholt an die Technik weitergegeben, und "in spätestens 24 Stunden" ist dann alles gelöst. Warum nur glaube ich, dass das nicht das letzte Telefonat war?

Mittwoch, 24.09.2008

11.15 Uhr
Das standardmäßige Überprüfen der Bandansage ergibt, dass die Störung vom 22.9. am 23.9. behoben wurde und die Störung vom 23.9. in Bearbeitung ist. Um 17.30 Uhr soll das Problem behoben sein. Ich werde langsam kleinlich und frage mich, wieso 16.40 Uhr plus 24 Stunden 17.30 Uhr ergibt...

15.43 Uhr
Geistig und moralisch auf das nächste Gespräch vorbereitet stellen wir fest, dass der Router sich verbinden kann. Das Internet scheint zu funktionieren. Der SMS-Dienst von Arcor offenbar weniger. Eine Entstörungs-SMS fehlt noch. Wir warten gespannt. Die Bandansage ist noch auf dem Stand von 11.15 Uhr. Hmm...

17.00 Uhr
Die Bandansage vermeldet, das Problem ist heute behoben worden, eine Entstörungs-SMS oder dergleichen kam natürlich nicht. Das Internet ist noch immer da - trotz Router- und Modem-Reset. Hoffnung!

Bilanz:
  • 129 Stunden ohne Internet
  • 15 Anrufe bei der Störungshotline
  • ein Telefonat mit dem Kundenservice
  • 3 Rückrufe von der Technik
  • 9 verschiedene Fehlerdiagnosen von Arcor
  • davon 4, die das Problem bei uns oder unseren Geräten verorten
  • eine Behebung des Problems ohne Auswirkung
  • ein nicht eingehaltenes Rückrufversprechen
  • 5 verschiedene Termine, wann die Störung behoben ist
  • ein Techniker vor Ort, dessen Problemlösung sich nach einer Stunde selbst löste
  • keine Auskunft darüber, was das Problem jetzt am Ende war
Fazit:
Selbst für Arcor eine beeindruckend hartnäckige (wenn auch nicht sonderlich lange) Störung.

* die Taste 2 muss man drücken, wenn man bei der Störungshotline eingeben will, dass man ein Problem mit dem Internet hat.
Mittwoch, 24. september 2008
- veröffentlicht in: Dienstleistungswahn
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So, ich bin (vorerst?) wieder da! Bevor es die traurige Geschichte gibt, habe ich hier noch etwas heiteres...

Mittwoch, 24. september 2008
- veröffentlicht in: Menschliche Idiotie
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Es ist schon manches Mal seltsam, dieses Leben. Wir haben es Mitte September, es ist langsam ein wenig kälter geworden, und zudem ist es mitten in der Nacht - zwei Uhr genau. Ich sitze - wie so oft - am PC und weiss ausnahmsweise nicht so recht, was ich tun soll.
Am PC selbst weiss ich nicht viel mit mir anzufangen. Im Internet finde ich gerade keine Seite, die mir inhaltlich das bietet, was ich suche. Das Video, dass ich gerade runterlade, braucht noch eine Weile, ein wirklich spannendes Spiel habe ich noch nicht installiert, und irgendwas sonstig kreatives weiss ich auch nicht.
Die Wohnung selbst ist mehr als tot, nur aus Ralfs Zimmer sind noch Fernsehgesräusche zu vernehmen, aber da er nicht grundlos binnen des nächsten Monats auszieht, bleibt mein Wunsch nach Konversation mit ihm im Reich der Fantasie und lernen will ich erst im Laufe des Mittags. Auf der Straße hängen nicht einmal mehr die Proleten mit ihren Audio-getunten Kleinwagen rum, die wenigstens noch amüsantes Anschaumaterial liefern könnten. Für eine Fahrt mit der Bahn in die Innenstadt, sowie für einen gepflegten Marsch in die Wildnis unweit der Wohnung bin ich schlicht und ergreifend zu faul.
Also blogge ich. Nun stellt sich einem aber zwangsläufig die Frage, warum um alles in der Welt man Bloggen muss, wenn man eigentlich gar nichts zu sagen hat?
Hmm? Habe ich nichts zu sagen? Oder habe ich nur zu sagen, dass ich nichts zu sagen habe? Und wenn: Was ist der Unterschied und wen interessiert es?
Offenbar ist der Unterschied groß und es interessiert gar nicht so wenige, denn viele Blogs beschäftigen sich mit Banalitäten (meiner ja auch oft), die bei näherer Betrachtung oftmals noch langweiliger sind als ein Eintrag über Langeweile selbst. Vielleicht ist die Tatsache, dass auch diese Einträge überwiegend mit Wohlwollen gelesen werden, ein Zeichen dafür, dass auch die Blogosphäre mitunter Bestätigung darin findet, dass es dem jeweils nächsten nicht besser geht. Dass er auch nur ein Mensch ist, dass er auch Finanzprobleme hat, Ärger mit dem Telefonanschluss oder damit, dass die Katze in regelmäßigen Abständen stolz auf den Teppich kackt.
Wahrscheinlich ist das ein sehr unterbewusstes Gefühl, aber ja: Bisweilen merkt man es. Dann stellt man fest, dass man auch als Blogger nur völlig normal ist, dass auch die Blogosphäre nicht nur aus intellektuellen Genies und verzogenen Gören besteht. Der einzige Unterschied ist: Wenn uns langweilig ist, dann können wir drüber schreiben ;)
Freitag, 19. september 2008
- veröffentlicht in: Blog
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Duftkerzen machen ihrem Namen erschreckend viel Ehre, wenn man versehentlich einen behaarten Körperteil zu dicht darüberhält.

Wollte ich nur mal gesagt haben ;)
Freitag, 19. september 2008
- veröffentlicht in: Sashs wissenswerte Weisheiten
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Falls die Leute von overblog das lesen sollten: Es ist für alle Beteiligten nutzlos, auf meinem Blog Werbung für Arcor einzublenden! Auf der anderen Seite bin ich sehr froh über dieses Zusammenspiel, da es mir die Möglichkeit gibt, direkt neben dem Objekt der Häme meinen Spott zu vergießen, und mir das auch noch mit jedem Besucher - der nach dem Lesen des Blogs sicher nicht dort klickt - vergütet wird. Insofern ist es ein schönes Beispiel dafür, wie Online-Marketing danebengehen kann :)
Ich mag solche Zufälle...
Donnerstag, 18. september 2008
- Community: Medienkritik von Privat - veröffentlicht in: Blog
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Also ganz vorbei ist der Horror nicht. Ist ja eigentlich auch logisch, ist ja nach wie vor das selbe Unternehmen. Nun habe ich gestern nach den Daten gefragt, habe sie bekommen und versuche nun, mich auf der Seite von Arcor einzuloggen, da ich ziemlich flott mal eine andere Verbindung als DSL 2000 einstellen möchte. Wir haben diese Bandbreite ja auch unfreiwillig bekommen.
Was brauche ich aber, um mich dort anzumelden - abgesehen davon, dass ich mir eine Arcor-eMail-Adresse einrichten muss?
Meine Rechnungskontonummer!
Mancher mag sich an meinen gestrigen Eintrag erinnern, denn dort habe ich schon geschrieben, dass wir ja nie irgendwas schriftliches bekommen haben - so natürlich auch keine Rechnungskontonummer. Also habe ich mal wieder die kostenlose Hotline strapaziert und sie nach anfänglicher Suche nach der richtigen Kontonummer auch bekommen.
Nun meine - vielleicht unverschämte - Frage: Muss ich es wirklich hinnehmen, dass der Arcor-Server gerade jetzt am Abschmieren ist, und mir keine Registrierung erlaubt?
So langsam beschleicht mich das Gefühl, dieses Unternehmen wurde geschaffen, um mir persönlich das Leben schwer zu machen.
Mittwoch, 17. september 2008
- veröffentlicht in: Dienstleistungswahn
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