Sashs Blog

Herzlich willkommen in meinem Blog!

Ich schreibe hier über unterschiedlichste Dinge, deswegen möchte ich allen Interes-senten an einem bestimmten Thema nahelegen, sich in diesem Fall ein Stückchen unter diesem Text die betreffende Kategorie anzeigen zu lassen. Wer dies unterlässt, muss auch den ganzen anderen Mist lesen...

PS: Ihr könnt gerne auch ältere Beiträge kommentieren, denn ich bekomme so oder so eine eMail!

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  • : Linker Spinner mit wenig Geld und einem Hang zum Zynismus. Dennoch lebensfroh und gutmütig. Ist das hier ne Kontaktanzeige? :)

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Leute, ich fühl mich wie ein Haufen Elend. Wir haben gestern mal wieder Besuch aus dem Süden gekriegt, was dann letzten Endes damit endete, dass ich im Rahmen einer ewigen und interessanten Diskussion hackevoll in der Küche saß. Ich hab keine Ahnung, wie viel ich bis in den heutigen Morgen gesoffen hab, aber die Mengenangabe in der Überschrift ist definitv richtig.
Ich bin nicht so der Mensch, der gleich einen Kater kriegt, insofern ist mir nicht schlecht. Die Kopfschmerzen habe ich allerdings auch erst nach 2 Ibuprofen wegbekommen - und ich hasse dieses Zeug! Aber aufgrund meiner eisernen Moral (die mal besser "Sauf nicht so viel" hätte lauten sollen) habe ich mich jetzt bereits durch über 60 Fahrten gekämpft, bevor ich meinen Blog auch nur angesehen habe. Wieso haben eigentlich die schönsten Dinge im Leben immer so ein bitteres Nachspiel?
So, ich glaube, ich brauch jetzt was zu essen...
Freitag, 31. oktober 2008
- veröffentlicht in: Vermischtes
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Hmm, hier parkt gerade ein nettes Dreigespann aus Feuerwehr, Polizei und Rettungswagen vor dem Haus. Ich hab kurz nachgesehen, ob Ralfs Gardinen wegen der auf Stufe fünf gestellten Heizung Feuer gefangen haben. Haben sie nicht. War auch dumm von mir! Das Fenster ist weit genug offen, um das runterzukühlen. Sonst würde Ralf mit seinem beinahe sprichwörtlichen Verantwortungsbewusstsein auch nicht 12 Stunden zum Arbeiten die Wohnung verlassen, ohne diese Einstellung zu korrigieren. Ach, ich Dummerchen!
Mittwoch, 29. oktober 2008
- veröffentlicht in: Unsere WG
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Die ganzen Schmäh-Artikel über meinen Mitbewohner sollten eigentlich irgendwann einmal ein Ende haben. Aber wenn es nunmal so viel zu schreiben gibt. Heute habe ich mich in gewisser Weise unanständig verhalten, denn ich habe "Inventur" gemacht bei ihm im Zimmer. Nur unvollständig, da ich unter gewisse Dinge nicht unbedingt hinuntersehen wollte. Dieser Aktion wegen bin ich mit mir selbst nur bedingt im Reinen. Ich möchte hier unmissverständlich sagen: Ich betrachte die Privatsphäre eines jeden Menschen als heilig. Nun weiss ich aber leider, dass Ralf Unmengen unseres WG-Eigentums hortet, und ich habe nicht mehr das Gefühl, dass er dies ggf. bei seinem Umzug wieder an seinen Platz zurücklegt.
Ich kann es verstehen, wenn andere jetzt der Meinung sind, das sei nicht rechtens. Da sich meine Lust, das ganze in blümchengetränktem Einvernehmen zu regeln, in Grenzen hält, wäre eine potenzielle Alternative: Die Bullen suchen das Zeug. Ich denke nicht, dass das der nettere Weg wäre. Nico hat gemeint, man solle zu dem stehen, was man getan hat, und so schreibe ich hier ganz klar: Ja, ich war heute Mittag in Ralfs Zimmer und habe (oberflächlich) nach unseren Dingen gesehen. Rein aus Spaß an der Freude habe ich dann mit Nico zusammen die Geschirr-Ansammlung in Zahlen gefasst. Dabei haben wir auch Dinge erfasst, die ihm gehören - die folgende Auflistung ist also nicht identisch mit dem, was er wenigstens zu seinem Auszug rausräumen sollte, sondern eine Liste der Gegenstände, die in der WG bis dato immer gemeinschaftlich genutzt wurden. Oberflächlich sind dies:
  • 18 Teller und Servierplatten (davon einer inzwischen kaputt)
  • 8 Schüsseln (davon eine als Aschenbecher verwendet)
  • 10 Gläser (davon 3 als Aschenbecher verwendet)
  • 2 Töpfe
  • 1 Auflaufform
  • 10 Löffel (davon einer als Aschenbecher verwendet)
  • 9 Gabeln
  • 5 Messer
  • 3 Tassen
  • 2 Frühstücksbretter
  • 1 Messbecher
  • 1 Gewürzglas
Diese Dinge sind alle ungespült, dreckig und verteilen sich von der Bettkante bis aufs Fensterbrett (außen). Zur Menge sei gesagt: Die Rest-WG lebt gerade mit 6 - 8 Tellern...
Allerdings bin ich auch in meinem Hauptanliegen fündig geworden: Das schwarze Telefon ist nun auch wieder unseres, zudem fand ich das Stroboskop der WG. Die Klebepistole habe ich ihm gelassen, obwohl ich auch hier zu 99% sicher bin, dass es unsere ist.
Sein Engagement bezüglich Auszug ist immer noch ungebrochen, d.h. er lässt die leeren Umzugskartons immer noch im Flur stehen und die Maschinen im Wohnzimmer. Hier möchte ich noch einmal die witzige Logik erwähnen, mit der er an die Sache herangeht:
  • Mittwoch: Er schließt Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine ab und stellt 4 Umzugskartons in den Flur
  • Donnerstag: Arbeit
  • Freitag: Arbeit
  • Samstag: Nix
  • Sonntag: Arbeit
  • Montag: Arbeit
  • Dienstag: Arbeit
  • Mittwoch: Arbeit
Dass er, wenn er arbeitet, nicht in der Lage ist, irgendetwas anderes zu machen, hat Tradition. Er ist beispielsweise auch einmal nicht mit einkaufen gegangen, weil er am selben Tag eine (also eine ganze!) Maschine Wäsche waschen musste. Diese Beschränkung ist also nicht neu. Faszinierend ist, dass er an seinem freien Tag - 3 Tage nachdem er die Waschmaschine abgeklemmt hat - nicht einmal einen einzigen Karton gepackt hat.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass hinter seiner Stirn in einem gewaltigen Hohlraum ein kleiner Affe auf einem Hocker sitzt, der hin und wieder in eine Banane beißt, die an einer Schnur hängt, und immer wenn das passiert, geht Ralf arbeiten, und ansonsten herrscht da ewige Finsternis und Leere. Aber das sind unbewiesene Vermutungen...
Mittwoch, 29. oktober 2008
- veröffentlicht in: Unsere WG
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Der Gewinner des Tages ist ganz eindeutig die VW-Aktie. Jedes Medium hat das wahrscheinlich inzwischen durchgekaut, die Story ist langsam öde, aber mich amüsieren die Krise und die umherwabernden Skurilitäten aus der Finanzwelt nach wie vor. Wenngleich ich durchaus verstehe, was das Problem mit VW gerade ist, so komme ich dennoch nicht umhin, mich schier einzunässen bei der Vorstellung, dass die deutsche Finanzwelt gerade Krisenstimmung verbreitet, weil eine wichtige Aktie im DAX steigt.
Spätestens das müsste den letzten Deppen, die in diesen Geschäften mit drin hängen, zeigen, dass die Finanzmärkte sich endgültig von der Realität abgekoppelt haben, und ihr nettes Spielzeug zur automatischen Geldvermehrung sich ein wenig verselbstständigt hat. Natürlich würde ich mir gerade aus finanziellen Gründen wünschen, zwei drei VW-Aktien zu besitzen, die ich über Nacht verscherbeln könnte, aber ich mache mir nichts vor:
Was derzeit passiert, ist der reinste Irrsinn, und das ist es nicht erst seit der Finanzkrise. Das war es schon davor, und ich wage es zu bezweifeln, dass die großen Kapitalmärkte der Menschheit überwiegend Gutes gebracht haben.
Na, wollen wir wetten, wie hoch die Aktie morgen bei Börsenschluss steht?
Dienstag, 28. oktober 2008
- veröffentlicht in: Vermischtes
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So, heute wöcht sich (das Wort hat Ozie vorher erfunden oder aus einer der tiefsten Schubladen der deutschen Sprache hervorgeholt) also das Abschließen unserer Waschmaschine und des Trockners. Vor also genau einer Woche hat Ralf ohne ein Wort zu sagen seine Waschmaschine und seinen Trockner vom Anschluss getrennt und inklusive aller Verlängerungen und für ihn unnötigen Adapter ins Wohnzimmer gestellt. Da sie dort immer noch stehen, und auch die vier Umzugskartons, die er zeitgleich anschleppte, ihr Dasein im Flur fristen, scheint es ihm also mit dem Auszug offenbar nicht so eilig zu sein.
Nun stört uns die Abwesenheit einer Waschmaschine nicht so sehr, da wir ja eine zweite (witzigerweise auch im Wohnzimmer) herumstehen haben. Wir haben uns nur bisher aufgrund unserer massiven Überbeschäftigung mit entweder arbeiten oder lernen oder in der Gegend herum siffen nicht in den Baumarkt aufmachen können, um einen Dreiviertelzolldoppelnippel zu kaufen, da Ralf den bisherigen offenbar mitnehmen will. Das ist insofern logisch, als er immerhin ein Drittel von dem Teil (also quasi den Großteil) gezahlt hat. Aber es ist wiederum auch in unbegrenztem Umfang eine Ausgeburt blödester Idiotie, da das Teil nur da ist, um den hier in dieser Wohnung unvollständigen Anschluss im Bad zu ergänzen und somit für unseren etwas einfach strukturierten Freund bei der Installation in seiner zukünftigen Grotte eher ein Hindernis als einen Komfortgewinn darstellt.
Uns dagegen verbietet das ominöse Verschwinden dieses kleinen Gewindes die Installation unserer noch originalverpackten Waschmaschine.
Jetzt ratet mal, wen das gerade stört. Niemanden!
Ralf ist wahrscheinlich der einzige, der noch in dieser Woche eine Waschmaschine brauchen könnte - zumindest wenn er den üblichen Rhytmus bei seiner Arbeitskleidung einhält...
Aber natürlich hat das alles auch negative Auswirkungen auf die WG. Das Wohnzimmer ist dank der Maschinen nur noch eingeschränkt nutzbar. Aber wen interessiert das Wohnzimmer? Ralf hat ja schließlich einen eigenen Fernseher...
Wie ihr also seht, ist hier weiterhin alles offen. In zwei Wochen verstreicht die letzte Frist, und wenn Ralf danach noch die Frechheit besitzt, hier zu "wohnen", dann wird er wohl herausfinden müssen, welchen Vorteil zwei zusammenarbeitende Gehirnhälften bei lästigen Kleinkriegen bieten.
Dienstag, 28. oktober 2008
- veröffentlicht in: Unsere WG
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Tja, eigentlich müsste der Titel jetzt "Schon wieder in eigener Sache", "In eigener Sache die einmillionste" oder dergleichen lauten, aber ich fand den irgendwie einladender.
Ja, ich bin ab jetzt ein Spalter! Ganz offiziell und das sage ich nicht ohne einen gewissen Stolz.
Ich habe einen zweiten Blog eröffnet: Den

Taxi-Blog.

Den habe ich eingerichtet, damit ich zu meinem zukünftigen Hauptbetätigungsfeld einen eigenen Blog habe, in dem ich dann ein paar "szene-interne" Sachen schreiben kann, ja auch um ein neues Publikum zu erschließen. Ich traue mir - so viel ich auch derzeit mit Lernen und bald dann hoffentlich mit Arbeiten um die Ohren habe - zu, auch zwei Blogs regelmäßig zu führen. Im neuen Blog gibt es noch nicht viel, und hier wird eigentlich alles beim Alten bleiben, lediglich die Kategorie "Taxi" wird nicht mehr fortgeführt, vielleicht irgendwann ganz eingestellt. Die Verlinkung zwischen den beiden Blogs soll eng werden, was heisst, dass ich sicher auch mal hier schreiben werde, was es im anderen alles neues gibt. Aber natürlich schreibe ich auch hier, wenn ich diese blöde Prüfung mal bestanden habe, oder mir etwas absurdes widerfährt. Also ist dies hier mal wieder Werbung, und ich hoffe natürlich trotz des begrenzten Themas, dass meine Stammleser auch zu Stammlesern im neuen Blog werden ;)

Dienstag, 28. oktober 2008
- veröffentlicht in: Blog
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Normalerweise bloggt man immer über relativ aktuelle Sachen. Das ist fast schon Gesetz - ein ungeschriebenes zumindest - in der so genannten Blogosphäre.

Ich möchte hier dennoch ein altes Thema aufgreifen, weil es mich persönlich sehr geprägt hat, und weil ich denke, dass es den ein oder anderen unter meinen Lesern interessieren könnte.
Heute genau vor zwei Jahren stand die Polizei vor der Türe, um die WG (damals noch in Stuttgart) zu durchsuchen. Genauer: Mein Zimmer!
Genau diese Erfahrung möchte ich nochmal schildern.
Fangen wir aber von vorne an:
Am 21.10.2006 fand in Stuttgart eine Großdemonstration statt, was schon eine eher seltene Geschichte ist. Fast alle Parteien, Gewerkschaften und etliche andere politische Gruppen haben damals dazu aufgerufen, gegen die Politik der Regierung zu protestieren, und ich war unter vielen anderen ein Teilnehmer. Wer hier öfter gelesen hat, kann sich das schon denken...
Während die offizielle Demo zu Ende ging, beschloss der linke, radikalere Teil, weiter durch die Stadt zu ziehen und seinen Unwillen kund zu tun. Im Bestreben, dies zu unterbinden, schritt die örtliche Polizei ein, was im Klartext hiess: Sie bildete eine Kette, verbot den Demonstranten weiterzuziehen und setzte alsbald ihre Knüppel ein um dem ganzen Spuk ein Ende zu bereiten.
Ich befand mich ausserhalb der Demonstration und fotografierte ein paarmal während diesen brenzligen zwei Minuten das Geschehen. Im Laufe dessen flogen "Bengalos" (benaglische Feuer, eine Art Sprühkerzen) und ein oder mehrere Beutel Bitumen in Richtung der Beamten und der Commerzbank. Ein Fensterrahmen der Commerzbank fing daraufhin Feuer, für Stuttgart eine aussergewöhnliche Stufe der Eskalation. Die Polizei tat ihr "Bestes" und verhaftete im weiteren Verlauf einen ganzen Haufen unschuldiger (die Verantwortlichen waren verständlicherweise nicht so blöd, weiter da rumzustehen) Demonstrationsteilnehmer, die mehrheitlich minderjährig und entsprechend eingeschüchtert waren. Diese teilweise brutal erfolgenden Verhaftungen habe ich damals fotografisch dokumentieren wollen und war damit rund eine Stunde beschäftigt. Danach bin ich zur Commerzbank zurückgelaufen, um die dortigen Schäden festzuhalten.
Als ich also hinter der Polizeiabsperrung stehend vor mich hin fotografierte, kam ein Beamter auf mich zu und fragte mich, ob ich hier vorher bereits fotografiert habe. Ich bestätigte wahrheitsgemäß, dass ich "hier in der Gegend" vorher bereits Fotos gemacht habe, woraufhin er sagte, er wolle die Bilder sehen.
Auf meine sicherlich nicht unverständliche Frage, warum er das tun wolle - schließlich waren da private Bilder dabei, also auch welche, die ich der Polizei nicht aushändigen wollte - erwiderte er: "Ja, sie sind ja quasi auch Beschuldigter!"
Daraufhin - das ist ja nun wirklich keine harmlose Unterstellung - habe ich ihm verweigert, die Fotos zu sehen - mit der Begründung, ich habe sie selbst noch nicht eingesehen - was nicht nur stimmte, sondern ihn ernstlich aus dem Konzept gebracht hat. In einem Moment, in dem ich nicht beobachtet worden bin, habe ich meine Kamera weggegeben, weil ich kein Interesse daran hatte, dass er sie sich aneignet. Darauf hin bin ihm auf Nachfrage bezüglich Name und Wohnort Rede und Antwort gestanden, bzw. habe ihm meinen Ausweis vorgezeigt und ihn die Daten abschreiben lassen.
Die Frechheit der sinnlosen Anschuldigung (als hanebüchener Vorwand) trieb mich dazu, die Kamera noch am selben Tag wegzugeben und mich nicht mehr damit zu beschäftigen.

Natürlich habe ich die Bilder davor auf der Kamera angesehen. Sie waren größtenteils verwackelt, und das einzig brauchbare waren die Fotos vom Tatort nach der Aktion, als die Polizei mit der Spurensicherung bereits fertig war.

Meine Kamera hat in den folgenden Tagen einen Weg zurückgelegt, den ich selbst nicht zurückverfolgen hätte können, und so konnte ich mich guten Gewissens zurücklehnen.
Mit der Zeit wurde es dann Donnerstag, und da saßen wir abends in der WG zusammen und haben uns gewundert, dass die Cops tatsächlich nichts unternahmen. Noch nicht. Ja, wir haben das Thema abgehakt, weil keiner von uns auf die bescheuerte Idee gekommen ist, dass die Stuttgarter Polizei mit einer Hausdurchsuchung eine Woche wartet bei jemandem, der "Beweismaterial" nicht freiwillig rausgibt, es also offenbar bewusst nicht tut.

Am nächsten Morgen erwachte ich unsanft. Um exakt 6.23 Uhr klingelte es bei uns, seltsamerweise nur an einer Klingel. Hmmm!? Mein Wecker stand auf 6.25 Uhr, irgendwie seltsames Timing. Ich suchte erst meine Boxershorts, das Klingeln entwickelte sich so langsam zu einem Sturm-Klingeln, und als ich dann halbnackt gen Tür gewatschelt bin, kam mir endlich der Gedanke: Das könnten die Cops sein. Ich öffnete nach weiterem Klopfen und Klingeln die Wohnungstüre, und da stand dann quasi eine halbe Armee (so 10 bis 15 Leute) - leider nicht betrunkene Spätheimkehrer, wie ich gehofft hatte, sondern tatsächlich die Cops - zum Teil in voller Kampfausrüstung, zum Teil in Zivil.

"Ich möchte mit ihnen reden, sie sind doch der Sash? Wir haben hier einen Durchsuchungsbeschluss für ihr Zimmer..."

"Na klasse", hab ich mir so gedacht. Es ist nix aufgeräumt, ich muss in einer halben Stunde zur Arbeit, und dann das! Sie haben mir erstmal den Beschluss gezeigt, mich gefragt wo mein Zimmer ist, und dann wollten sie auch schon loslegen.
Ich bat darum, meiner Freundin doch noch sagen zu können, sie solle sich was anziehen, was mir mit der Einschränkung einer geöffneten Tür auch gestattet wurde. Nichts desto trotz stand gleich einer neben mir im Zimmer und meinte (enttäuscht?)

"Sie haben ja schon ein T-Shirt an".

Im Allgemeinen kann ich mich sonst nicht über zu grobe Vorgehensweise beschweren, es war vielleicht ein bisschen unverschämt, dass sie ohne anzuklopfen in alle Zimmer reingeschaut haben, um festzustellen, wer sich noch in der Wohnung befindet. Damit erschöpfte sich ihr Interesse an diesen Zimmern allerdings, zumal sie mich gefragt hatten, ob ich denn noch einen weiteren Privatraum hier besitze.
So wurde die gesamte WG unsanft geweckt, teilweise einer Ausweiskontrolle ("aber nur auf freiwilliger Basis!") unterzogen, das war's aber auch schon.
In unserem mehr als engen Flur standen zwei gepanzerte Exemplare auf einem Stapel nasser Handtücher, weil just am Abend zuvor die Waschmaschine ausgelaufen war. Das ist skuril gewesen, nicht aber sehr gemütlich.
Insgesamt wirkten alle Grünen reichlich deplatziert in der Wohnung und standen dann auch zu siebt in der Küche rum und haben gelangweilt Poster studiert und sich über die übrig gebliebenen Fischstäbchen vom Vorabend amüsiert.
Ich war zunächst mal alleine mit 3 Cops in meinem Zimmer, ein Zustand, den ich nicht so sonderlich prickelnd finde, aber sie haben sich für ihre Verhältnisse Mühe gegeben, nett zu sein und Provokationen zu vermeiden. Dabei wäre es richtig kuschelig geworden, wenn der Rest der Baggage auch noch mein Zimmer durchsucht hätte. Der Einsatzleiter (der Chef vom Stuttgarter Staatsschutz persönlich) zeigte mir ungefragt seinen Ausweis, fragte mich jedes Mal, ob er sich etwas anschauen dürfe, etc. Kann mich nicht beklagen, wenngleich er mir die Zielrichtung schon zu Beginn vorgab, als er mich gleich auf meine Verwandschaft ansprach. In dem Zusammenhang nicht die beste Referenz, die ich hatte - zugegeben. Man hat  aber dennoch deutlich gemerkt, dass sie da waren, um einen Zeugen zu durchsuchen, nicht einen Angeklagten.
Dann fragte der äußerst reizende H.P. (Hans Peter?), ob er mal meinen Rechner anschauen dürfe. Ich bejahte - sowieso notgedrungen - mit dem Hintergrund, dass sie ihn besser hier durchschauen als ihn mitzunehmen, und mir so die Möglichkeit bleibt, zu kommentieren, was sie finden. Ich weiss, dass man normalerweise in so einer Situation jede auch noch so freundliche Koversation mit den Cops vermeidet - "alles was sie sagen" und so... - , die Details, die ich preisgegeben habe (wo ich arbeite, ob mein Bruder auch mein Bruder ist...) dürften aber kaum relevante Infos enthalten haben. Ich gab mehrmals an, dass ich die Kamera nicht habe, dass die Bilder nicht auf meinem PC sind, was sie offenbar auch geglaubt haben. Der (um 6.30 Uhr morgens!) gut gelaunte H.P. durchsuchte meinen Rechner mehr halblebig als ernsthaft und hat nichts verwertbares gefunden.

Mit Erschrecken stellte H.P. nämlich fest, dass ich sage und schreibe 51.300 Bilddateien auf meinem Rechner habe. Das lag gar nicht an irgendwelchen naheliegenden Unanständigkeiten, sondern daran, dass ich damals eine WG-Homepage offline gespeichert hatte, die mit gut und gern 30.000 Bildern (ein Wohnungsrundgang in html) einen großen Anteil einnahm und zudem größtenteils aus völlig nervigen Bilderschnipseln bestand. Er beliess es dabei, sich ein paar davon eher stichprobenartig herauszusuchen und sie sich anzeigen zu lassen.
Dabei legte er eine erstaunliche Einfallslosigkeit an den Tag, indem er Bilder wie "joerg1.jpg" öffnete. Wahrscheinlich hat er tatsächlich selber an das geglaubt, was er einige Minuten vorher zu mir sagte:

"Vielleicht habbet sie ja vorher Fotos von ihre Freunde gmacht, so "guck mal, des bin i mit Molli!""

Ich hatte bisweilen das Gefühl, er war mehr an Comedy als an Krawall interessiert. Er hatte noch einen Satz parat, der mich dann ernstlich überraschte:
Er meinte, dass bei "Mollis und Bengalos" der Spass aufhört, und dass er "dachte, wir sind doch bisher immer so gut miteinander ausgekommen".
Meine Gedanken dazu sahen in dem Moment etwa wie folgt aus:
"Hallo? Wohnst Du auf meinem Planeten? Soll ich mal aufzählen, was ich an Frechheiten von deiner Spezies bereits ertragen habe? Und dann hockst du da mit einer gesetzlich geregelten Selbstverständlichkeit an meinem PC, der Kollege fahndet nach dreckigen Unterhosen, und während ich mir überlege, ob eine Darmspiegelung nicht vielleicht weniger intim wäre, erzählst du mir was von "gut miteinander auskommen"?"
Der andere hat inzwischen brav den Durchsuchungsbericht ausgefüllt, und bereits nach 20 Minuten hat er gemeint, sie könnten langsam Schluss machen. Auf die Frage, ob er was hätte, antwortete H.P.: "Nichts interessantes, es sei denn, sie sind gut versteckt". Kurz hatte ich noch Schiss, dass sie meinen Rechner mitnehmen würden (H.P. hat in 20 Minuten nicht ganz 51.300 Bilder geschafft) - was mir sehr unangenehm gewesen wäre, da ich ihn zum Arbeiten an dem damals von mir geführten Online-Shop brauchte.
Aber Fehlanzeige, sie verzogen sich ähnlich schnell wie sie gekommen waren, einer der letzten Sätze, die ich gehört habe, war "wir haben ja nichts kaputt gemacht!"
Nun ja, damit hatten sie Recht. Wenn man mal davon absieht, dass einem nach so einer Geschichte die eigene Wohnung plötzlich ähnlich offen vorkommt wie ein Cabrio in der nächsten Fußgängerzone.

Nun aber möchte ich kurz auf ein paar extrem unsinnige Fehler hinweisen, die die Beamten gemacht haben, über die ich nicht schweigen kann, weil sie zu peinlich sind und mich wenigstens ein bisschen entschädigen für diesen fiesen Eingriff in die Privatsphäre.
Nein, ich will keine schärferen Hausdurchsuchungen provozieren, aber das damals war einfach zu schräg. Sollte der ein oder andere Staatsdiener sich den Eintrag hier echt nochmal durchlesen: Ich habe diese Kamera nicht, ich habe die Bilder nicht einmal auf dem Rechner gehabt, und ich werde auch in Zukunft nichts daran ändern.
Sicher! Es lohnt nicht, den Scheiss zu wiederholen!
Schlaft lieber aus, die meisten Krawalle finden nachts statt ;)

Die Fahrlässigkeiten bei der polizeilichen Durchsuchung:
  1. Sie hätten mein Zimmer, Wohn- und Nebengeschäftsräume durchsuchen dürfen. Ich habe einen Nebenerwerb gehabt, nach dem ich nicht gefragt wurde, und ich habe einen Nebenerwerbsraum, der nicht durchsucht wurde.
  2. Sie wussten, dass ich als Fahrer arbeite. Vielleicht interessiert es sie ja heute, dass ich einen Dienstwagen hatte, der zu jeder Zeit bei mir stand, und in dem sich einiges an privaten Dingen befunden hat - oft sogar... sie werden lachen: Meine Kamera!
  3. Sie haben nach einer Kamera, bzw. einem Datenträger für Film(?)- und Fotoaufnahmen gesucht. Inzwischen sind diese Datenträger und die Kameras recht klein. Eine kleine Aufzählung von Orten, an denen sie definitiv nicht gesucht haben: Unter meinem Schreibtisch, unter dem danebenstehenden Tisch, in der mit Elektroschrott gefüllten Schublade meiner Kommode, in den obersten Regalbrettern, in etlichen Kartons im Zimmer, auf dem Regal, hinter der Matratze, hinter meinem Monitor, hinter meiner Anlage, in meinen Klamotten, in meiner Kleiderkommode... und mein Zimmer hat gerade mal 12m² und sie waren zu dritt!
  4. Die Windows-Suche ist ein ungeeignetes Werkzeug für eine professionelle Suche. Selbst ich weiss, wie man Dateiendungen ändert oder das Erstellungsdatum. Bei einer Suche von vielleicht 10 (?) Bildern unter 51.300 reichen ca. 20 Stichproben kaum aus.
  5. Das Poster in der Küche mit den bekifften Polizisten war recht witzig, und vielleicht auch die übrigen Fischstäbchen vom letzten Abend. Vielleicht hätten sie bei ihrer Aufgabe der Digitalkamera auf der Mikrowelle mehr Beachtung schenken sollen... (nein, es war nicht die gesuchte)
  6. In meinem Regal befanden sich eine Menge CD's. Sogar hinter ein paar abschirmende A4-Blätter haben sie gelugt. 20 cm davon entfernt lagen offensichtlich 2 Videokassetten einer kleinen Digitalkamera (mit nutzlosem Zeug drauf, aber das konnten sie schwer feststellen)
Ich möchte das hier als persönliche Erfahrung verstanden wissen. Mir ist klar, dass die einen jetzt brüllen werden, ich solle mich nicht beschweren, das wäre ja wohl alles rechtens gewesen. Andere werden darauf hinweisen, dass es sonst ganz anders aussieht, wenn die Cops in eine Wohnung reinrocken. Ihr habt alle recht, ist mir aber egal. Für mich - und die WG insgesamt auch - war das ein krasser Einschnitt. Zumindest die Leute, die das noch nicht hinter sich haben, sollten nicht darüber urteilen, wie unangenehm oder unwichtig das sein soll.
Für alle Fragenden: Man fühlt sich selten so nackt.
Ich bin kein über alle Maßen ängstlicher Mensch und halte mich für psychisch doch recht gefestigt, aber über diese Geschichte könnte ich heute ohne den offenen Umgang mit anderen Menschen nicht so locker scherzen. Man fürchtet mit der Zeit um seine Privatsphäre - auch wenn sie nur aus unkenventioneller Bettwäsche, ungewaschenen Unterhosen und den Fischstäbchen vom Vortag bestehen mag.
Wenn die Wohnung mal kein Privatraum mehr ist, dann glaubt man nicht mehr an viel - auch wenn sie nichts gefunden haben.

Aber zum Schluß kommt dann noch der versöhnliche, fröhliche Teil: Man lernt! Wenn ich heute auf ernstlich gefährdeten Demos bin, dann bin ich vorbereitet. Ihr glaubt gar nicht, wie witzig es sein kann, eine Wohnung mit kleinen Zettelchen à la "Niete", "Alles legal hier..." oder "Ist das eklig, guckst du hier freiwillig nach?" zu präparieren.
Und wie ich hätte lachen müssen, wenn sie just um den G8-Gipfel 2007 in unsere Wohnung gerockt wären: Linke Poster an der Wand, aber nicht einmal ein politisches Buch oder eine einzelne gebrannte CD im Haushalt - und unter den Tischen, auf denen die Monitore standen: Gähnende Leere, lose Kabel und vielleicht ein Zettelchen...

Rachegedanken sind definitiv das letzte, was meine politische Meinung bestimmt. Vielleicht aber kann der ein oder andere erahnen, warum ich von dieser "wenn man nix gemacht hat, dann passiert einem auch nix!"-Theorie zum Thema Datenschutz halte. Ich kann allen da draussen versprechen: Vor dem Morgengrauen halbnackt an gepanzerten Bullen vorbei aufs Klo zu müssen ist nicht nix!
Montag, 27. oktober 2008
- veröffentlicht in: Ämter und Irrsinn
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Nun ist mein kleiner Habi im Laufe des Jahres so groß geworden, aber bisher weigert er sich, Früchte zu bekommen. Bevor Fragen auftauchen: Ich weiss um die Rolle der Bienchen bei diesen Dingen Bescheid und habe sie nach bestem Wissen und Gewissen ersetzt. Das ist ein bisschen schade, denn auf der einen Seite werden unsere eingefrorenen Habaneros langsam aber sicher knapp, auf der anderen wollte ich ja auch gerne die ein oder andere Frucht verschenken. Ich bin mir zwar sicher, dass ich die arme Pflanze massiv stützen müsste, wenn sie mir den Wunsch der Fruchtbarkeit noch erfüllen sollte, aber dies sollte eigentlich kein Problem darstellen. Insgesamt bin ich begeistert vom Wuchs der Pflanze, der eher an ein Hirschgeweih, denn an einen Strauch oder gar Baum erinnert. Jetzt kommt halt auch noch die nicht gerade beste Jahreszeit für den Kleinen...
Montag, 27. oktober 2008
- veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Habe die Volltreffer der Saison überarbeitet. Vielleicht lacht ja jemand...
Samstag, 25. oktober 2008
- veröffentlicht in: Blog
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Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich meinem Noch-Mitbewohner offenbar unrecht getan habe. Ich habe derletzt angedeutet, dass ich erwarte, dass er unser Geschirr und Besteck nicht aus seinem Zimmer räumen würde. Nun hat er mich aber ernstlich positiv überrascht. Da es sich um geschätzte 18 kg Geschirr handelt, kann er das natürlich nicht auf einmal rausräumen und spülen. Das ist verständlich. Jeder, der schon einmal seine Ess-Utensilien über 3 Monate in seinem Zimmer gelagert hat, wird das nachvollziehen können. Jetzt hat er also begonnen, das Zeug in die Küche zu räumen. Seht selbst:


Bild: Sashs Cam

Man beachte, dass er tatsächlich 2 (in Worten: zwei!) Schüsseln rausgeräumt hat, und dazu einen großen Löffel. Es handelt sich also um einen nicht unbeträchtlichen Teil dessen, was er in seinem Zimmer beherbergt. Ca. 3,5% nach neuesten Schätzungen.
Ebenso bitte ich zu beachten, dass mit dem Befüllen der Schüsseln mit flüssigem H2O bereits eine Spülvorgang-ähnliche Bearbeitung begonnen hat. Dieses Engagement steht natürlich im krassen Kontrast zu meinen bisherigen Anschuldigungen, die ich hiermit noch einmal auf dem Prüfstand wissen will.
Überwältigt ob des emotional aufwühlenden Geschehens endige ich hiermit in tiefster Demut vor der haushaltlichen Kompetenz meines Mitbewohners und überlasse es meinen Lesern, Glückwünsche zu äußern.
Außerdem muss ich noch zwei Schüsseln spülen :(
Freitag, 24. oktober 2008
- veröffentlicht in: Unsere WG
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Ja, ich weiss: Ich habe nicht Psychologie studiert, und ich bin nur rudimentär informiert über die Wirkung von Werbebotschaften beim Kunden. Aber mit Verlaub, liebe Leute, die ihr die Werbung für Cortal Consors gemacht habt: Welche Studie hat euch gesagt, dass brüllende Babies das beste Symbol für gut angelegtes Geld sind? Kinder: Meinetwegen. Ja, auch Babies! Aber doch nicht so:


Screenshot: spiegel.de

Ja, ich verstehe den Witz! "...der sie nachts ruhig schlafen lässt" Aber irgendwie finde ich von allen Symbolen der Schlaf- und Ruhelosigkeit brüllende Babies am wenigsten attraktiv. Zumindest wenn man es so umsetzt.
Freitag, 24. oktober 2008
- Community: Medienkritik von Privat - veröffentlicht in: Medien
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Wenn wir hier schon mehr oder minder unter uns sind, liebe Blogger: Wie haltet ihr das mit euren Texten? Ich lese regelmäßig meine alten Texte wieder durch. Nicht, um darüber zu lachen wie schlecht sie sind, oder gar zu weinen. Nein! Einfach so. Ich bin - wenn man den Kommentaren anderer Menschen trauen kann - eigentlich noch der, der am wenigsten überzeugt ist von deren Qualität - aber ich nehme mir manchmal einen ganzen Abend lang meinen eigenen Blog vor. Mal die letzten 30 Einträge, mal die ersten 30...
Vielleicht ist das ja ein wenig gestört - das kann ich selbst wohl am Wenigsten bewerten - und deswegen wollte ich fragen, ob es anderen auch so geht. Aber nochmal eindeutig: Ich sitze dann nicht da und feier meine Brillianz, sondern ich lese sie gerne der Unterhaltung wegen - wenngleich ich sie natürlich kenne. Da spielt nicht mal mein schon sprichwörtlich schlechtes Gedächtnis eine Rolle.
Ach ja: Dies ist der Beitrag, bei dem man in den Kommentaren hemmungslos über meinen Gemütszustand herziehen kann, ohne dass ich es jemandem übel nehmen werde. Also: Wer Interesse hat...
Freitag, 24. oktober 2008
- veröffentlicht in: Blog
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"Klokoksklan! White Powder!"

stand da an einer Wand geschrieben. Ich musste Schmunzeln...
Donnerstag, 23. oktober 2008
- veröffentlicht in: Vermischtes
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Es sieht so aus, als hätte Ralf zumindest nicht grundsätzlich vor, unsere Geduld weiter zu strapazieren. Gestern Abend hat er seine drei Großgeräte (Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine) "rausgeräumt. Man kann also davon ausgehen, dass er demnächst auszieht.
Aber ich würde wohl keinen Blogeintrag schreiben, der nicht mit "Es ist vollbracht", "Der Stall ist leer!" oder schlicht "Juhu!" beginnen würde, wenn ich nicht immer noch skeptisch und kritisch mit der Situation umgehen würde. Das hat auch Gründe. Sehen wir uns das aktuelle Geschehen in der schönen WG doch einmal an:
Gestern mittag kam ein Kumpel / Freund / Bekannter / zukünftiger Mitbewohner (?) von Ralf zu uns und hat mit ihm offenbar die Geräte abgeklemmt und beiseite gestellt.
Auf die lockere Frage "Was geht?" seitens Nico bekam man die enorm informative Antwort "Alles, was Beine hat."
OK, meine Lust zur Konversation über das Nötigste hinaus mit Ralf wäre gerade auch nicht weiter entwickelt, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass das Abschließen von Waschmaschine und Trockner, sowie das - aller Voraussicht nach mindestens 24 Stunden andauernde - Zwischenlagern im Wohnzimmer etwas sein könnte, das in Punkto Kommunikation innerhalb einer WG unter die Kategorie "das Nötigste" fällt. Muss ich da noch erwähnen, dass der Trockner so steht, dass man ihn erst zur Seite räumen muss, um die neuen Geräte herauszuholen?
Das alleine ist schon wieder so eine Aktion, bei der man seine Zähne ganz tief ins Beißholz drücken muss, um sich selbst davon abzuhalten, die Geräte in den Hausflur zu stellen, weil man dachte, dass sie ja eh gleich abgeholt werden.
Nun ist Ralf bereits seit etwa 4 bis 5 Stunden unterwegs. Ich habe also meine Zweifel, ob er einen Bus abholt oder dergleichen. Ich schätze eher, er ist arbeiten, um das Zeug dann irgendwann in den nächsten zwei Wochen zu holen. Aber: Das ist Spekulation.
Was ich dagegen - ich wollte ihn gerade fragen, ob er mal wieder das Telefon in seiner Schreibtischschublade liegen hat - sicher weiss: Mehr als einen Karton hat er ansonsten noch nicht gepackt.
Dass Ralf bei der Organisation von wichtigen Dingen nicht unbedingt mit einem wissenschaftlichen Realismus agiert, dürfte kaum jemanden überraschen. Wie jetzt allerdings die Folgearbeiten aussehen sollen? Das verleitet mich wieder zu wilden Spekulationen.
Bringt er heute am späten Abend die drei Geräte weg, braucht dann aber noch eine Woche, das restliche Zeug zu packen und erwägt, dass wir bis dahin ja eh unsere Geräte angeschlossen haben? Eine nicht grunddumme Vermutung, die aber insbesondere darunter leidet, dass wir einen "kaputten" Waschmaschinenanschluss haben, für den wir erst einen Doppelnippel im Baumarkt holen müssten - wenn Ralf den bisherigen wie scheinbar geplant am Schlauch seiner Maschine hängen lässt, wo er ihm und uns die Arbeit erschwert, weil so keiner von uns ohne Zange oder Einkauf die Waschmaschine installieren kann.
Naja, ich bin eben gespannt...
Donnerstag, 23. oktober 2008
- veröffentlicht in: Unsere WG
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Um es gleich zu sagen: Nein! Nicht!
Die Prüfung hat auch dieses Mal nicht geklappt. Irgendwie ist es frustrierend. Insbesondere, da ich jedes Mal auch noch zu hören bekomme, dass es ja eigentlich nicht schlecht war und es nächstes Mal bestimmt klappt. Naja, aber irgendwie hat diese Prüfung eben dies nicht wirklich ausgelöst. Ich denke natürlich das ein oder andere Mal darüber nach, das ich jetzt seit 7 Monaten auf eine Prüfung lerne, von der ein durchschnittlicher Deutscher aufgrund seiner Erfahrungen erwartet, sie bestehe darin, die Fahrertür bei einem nicht speziell gekennzeichneten Fahrzeug zu finden - aber eigentlich bin ich gerade angriffslustig. Ja, angriffslustig!
Mein nächster Prüfungstermin ist in knapp 3 Wochen: 11. November 2008. Um es auch dem letzten begreiflich zu machen: Ich habe am 12. Geburtstag, und insofern gilt mein Wunsch, mir den Schein zu selbigem selbst zu schenken, noch. Außerdem habe ich in den letzten 3 Wochen - auch dank der Datenbank und dem Programm, das Ozie für mich dazu geschrieben hat - gemerkt, dass ich selbst nach so langer Zeit noch besser werde. Deutlich.
Ansonsten: Dies war die früheste Prüfung bisher: 9.00 Uhr. War etwas hart mit einschlafen und aufstehen, was mich aber sicher nicht groß beeinflusst hat. Ich war fit. Der Empfang beim Taxiverband ist dem in der Innung etwa gleichermaßen überlegen, wie...
(jetzt fällt mir seit zehn Minuten nur der Verfügungsrahmen von Bill Gates Konto zu meinem oder die Pizza zu einem Kuhfladen ein - entscheidet selbst, was witziger ist, ich find beides nicht so...)
Die haben dort einen extra Warteraum, der - oh Wunder! - beleuchtet ist. Und das will schon mal was heißen - da darf man sich nämlich unterhalten.
Ja, der nächste Prüfungstermin liegt gut, jetzt muss ich mal sehen. Heute ist Pause angesagt, morgen Low-Level und ab dann wieder mehr als die bisherigen Tage. So sieht es aus! Also heute blogge ich vielleicht wirklich noch einmal.
Mittwoch, 22. oktober 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Ausbildung
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