Seit ein paar Tagen haben wir hier ein bisher nicht gekanntes Problem: Lahmes Internet! Und wenn ich lahm sage, dann
meine ich das auch. Die letzte Messung vor ein paar Stunden hat eine Geschwindigkeit von nicht einmal 400 Kb/s ergeben. Das ist dann also rund ein Fünftel, eher ein Sechstel der normalen
Bandbreite. Zudem setzt das Netz öfter völlig aus, weswegen ich hier schon mal verkünden möchte, dass eine eventuelle Nicht-Erreichbarkeit meinerseits halbwegs problemlos, weil absehbar, ist.
Das Schöne an der Geschichte ist jetzt wiederrum, dass wir diesbezüglich gestern Nacht bei Arcor angerufen haben (Wir haben den Klang der Computerstimme vermisst, wir geben es ja zu!) und uns
mitgeteilt wurde, dass man sich um das Problem kümmere. Meinetwegen. Erstaunlicherweise kamen wir pünktlich nach dem Auflegen auch wieder ins Netz - allerdings abermals sehr langsam. Das Problem
ist offensichtlich, das unser Modem nicht synchron ist. Das ist wenigstens was neues, und das - sage ich jetzt mal so bitter - ist uns mit unserem guten alten Modem nie passiert. Das aber können
wir ja leider nicht mehr nutzen, weil die Chefkomiker bei Arcor es ja zu guter Letzt nie geschafft haben, ein altes Problem zu lösen (das sie aber immerhin selbst auslösen können).
Heute (also: Es war noch Samstag!) fiel dann abends das Internet wieder einmal komplett aus. Dieses Mal allerdings so wie wir es schon des öfteren erfahren durften: Keine WAN-IP!!!
Das ist so ein bisschen ein Alarmglocken-Signal bei uns, bei dem wir uns sicher sein klönnen, dass die bei Arcor wieder einmal etwas verbockt haben - die Leitung umgestellt oder so. Inzwischen
könnte es natürlich auch sein, dass einfach das Modem von - tada!!! - Arcor Scheiße baut. Die mit Verachtung zu strafenden Schuldigen bleiben also mehr oder minder die gleichen...
Also habe ich mich vor ein paar Stunden wieder ans Telefon geschwungen und mit der SH (Störungshotline, für die neuen Leser) telefoniert. Die Dame dort am Telefon hat mir dann sinngemäß erklärt,
dass sie eben just weil wir schon eine Störung (das langsame Netz) gemeldet haben nichts machen kann. Der Zeitpunkt der Entstörung? "Ja, genau kann ich ihnen das jetzt nicht sagen, aber man sagt
immer so 24 bis 48 Stunden werktags, also am Montag oder am Dienstag..."
Nicht nur, dass dieser Termin meines Erachtens nach ein paar Stunden zu weit in der Zukunft liegt, es irritiert mich einmal mehr, da wir inzwischen unwiderruflich festgestellt haben, dass dort
Techniker doch auch am Wochenende arbeiten. Naja gut, vielleicht nur manchmal, abhängig vom Parungsverhalten der Gorillas im Zoo von Djakarta, aber immerhin!
Ich habe daraufhin gesagt, dass sie als Notitz noch anmerken soll, dass wir es einmal mehr mit unserem alten Modem probieren werden, und die Techniker deswegen nicht verwundert sein sollen. Dazu
habe ich - das war nicht nett, das gebe ich zu! - gesagt, dass ich diesbezüglich eine Rückmeldung erwarte, da ich aufgrund meiner Erfahrungen nichts mehr drauf gebe, was mir erzählt wird.
Mit unterdrücktem Hass und einstudierter Ruhe hat sie das hingenommen und wahrscheinlich keine Notiz hinzugefügt. Ich warte auf den Anruf der Technik und freue mich, dass das Internet - wenn auch
mit miserablem Speed - direkt nach dem Telefonat (ist das noch Zufall?) wieder funktionierte...
Sonntag, 2. november 2008
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veröffentlicht in: Dienstleistungswahn
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Hier möchte ich ein Foto posten, dass einen klitzekleinen Ausschnitt aus der WG wiedergibt. Aus Gründen der Privatsphäre
will ich nicht schreiben, in wessen Zimmer das Bild entstanden ist. Ich werde also auch alle Kommentare löschen, die - weil die Ersteller es wissen oder ahnen - einen Namen nennen. Glückwünsche
sind natürlich dennoch gerne gesehen. Ich nenne dieses Bild:
Das Ende einer Matratze
(die Seite auf der man schläft)
Betrachtet es als eine raffinierte Stilleben-Komposition, bei der viel Liebe ins Detail gesteckt wurde. Zum Beispiel die Zigarettenstummel direkt im Bett oder der graue Asche-Überzug des
Frühstück-Brettchens. In der unendlichen Liebe zum Nikotin wurde auch Wert darauf gelegt, den Bierkrug und den darauf liegenden Löffel mit dem geschickten Arrangement einer Vielzahl von
verloschenen Zigarettenstummeln zu füllen und zu krönen. Vielleicht eine etwas bedenkenlose Hommage an eines der verbreitetsten Suchtmittel, aber in meinen Augen ein Kunstwerk zeitloser Schönheit
und Eleganz.
Es ist ganz klar, dass hier trotz der Abwesenheit von Personen eine deutliche das Leben bejahende Grundstimmung vorherrscht, deren intensivste Verbildlichung in der Existenz von Werkzeugen wie
Messer, Schere und Fernbedienung liegt, die die Kreativität (Seht die Papierschnipsel im Vordergrund!) jedes einzelnen Betrachters auf der Stelle beflügeln.
Verzeiht den langen Text, aber ohne Interpretation ist der Sinn dieses Werkes nur unzureichend zu klären.
Sonntag, 2. november 2008
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veröffentlicht in: Fotos
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So, ich wollte ja noch ein bisschen ausführlicher schreiben, was eigentlich mit Ralf so passiert ist. Einige hier
scheinen ja gerade darauf zu brennen, was mein "Horror-Mitbewohner" so macht. Also: Die Theorie, dass er in den Urlaub gefahren ist, scheint sich inzwischen bestätigt zu haben.
Aber fangen wir von "vorne" an: Am Donnerstag habe ich - wie schon geschrieben - ein bisschen einen über den Durst getrunken. Wenn wir ehrlich sind, dann war das eher am Freitag, da sich das
alles bis um 6 Uhr morgens gezogen hat. Noch an diesem Morgen, ich war gerade in volltrunkenstem Zustand unterwegs vom Klo zu meinem Bett, schien Ralf - der schon seit etwa 3 Uhr da war - der
geeignete Moment gekommen zu sein, mir alleine im dunklen Flur zu sagen, dass er jetzt erfahren habe, dass er erst am ersten in die neue Wohnung könne. Wortwörtlich kann ich dieses Gespräch auch
keinesfalls wiedergeben, dazu war ich zu knülle. Ich hab ihn mehr oder weniger zur Seite gestoßen, und ihm gesagt, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt dafür ist.
Aufgewacht bin ich nach 15 Uhr. Ralf war längst weg - wie üblich wenn er in den letzten Monaten weggefahren ist ohne Info. Da unbestritten gewisse Differenzen in unserer Beziehung vorherrschen,
erwarte ich natürlich auch keine detaillierte Info, aber ein Zettel, dass er am Dienstag - oder wann auch immer - wieder da ist, wäre mitunter hilfreich. Sonst erwischt er uns noch bei einer
unserer heimlichen "Ralf ist weg"-Parties ;)
Naja, als ich also gerade am Lernen war, klingelte das Telefon. Dass es bei Ralf im Zimmer liegt, erkenne ich inzwischen auf Anhieb am Ton. Mag daran liegen, dass es eigentlich nie in irgendeinem
anderen Zimmer liegt...
Dann habe ich wie bereits erwähnt festgestellt, dass abgeschlossen ist.
Zunächst einmal hab ich das hingenommen. Nicht mit Freuden, aber meine erste Idee (die Türe eintreten) schien mir dann doch ein wenig albern, vor allem, wenn man bedenkt, dass eine eingetretene
Tür insbesondere uns verbleibenden Bewohnern Ärger einbringt und Ralf nicht. Aber glücklicherweise sind nicht alle in der WG anwesenden Personen gänzlich ohne erwähnenswerte Fähigkeiten gewesen,
sodass wir noch in der selben Nacht das Schloß geknackt hatten, und zwar ohne nennenswerte Beschädigungen.
Davor schon hatten wir festgestellt, das Ralf das Licht ausgemacht hat. Das ist verwunderlich, und es lässt vermuten, dass er einmal eigentlich alles richtig machen wollte, da er das Licht in
diesem Jahr bisher ungelogen höchstens einmal ausgemacht hat. Ich denke, dass die zwei Monate, in denen seine Glühbirne durchgebrannt war, und er es nicht auf den Plan gekriegt hat, sie
auszuwechseln, in diese Statistik nicht mit reinzählt.
Auch sein PC war aus, zudem sein Monitor. Sowohl das eine als auch das andere kann durchaus auch als interessant bewertet werden, aber da will ich nicht so hart sein, weil mein PC auch meistens
grundlos läuft. Selbst die Fenster hat er artig geschlossen, was mich gelegentlich zu dem Gedanken zurückträgt, dass er vielleicht den Blog mal wieder gelesen hat. Auf der anderen Seite: Die
Heizung stand auf Stufe 5. Wie immer, wenn es unter 30°C hat.
(Der letzte Satz war in einer zynischen Art übertrieben, in Wirklichkeit sind es eher 15 - 20°C)
So sehr ich gelegentlich ein warmes Zimmer zu schätzen weiss, so sehr muss ich auch ablehnen, ein Zimmer mindestens 3 Tage (schätze ich mal, vielleicht auch 7) auf Stufe 5 zu heizen, wenn Fenster
und Tür geschlossen sind und man außer Haus ist.
Naja, heute haben wir dann mal die Waschmaschine angeschlossen (wir haben Ralf den Doppelnippel einfach geklaut, so fies sind wir!) und seine Maschinen platzsparend untergebracht:
Dabei haben wir noch ein paar von ihm angeschleifte Bananenkisten, die er frecherweise auch noch im Wohnzimmer zwischenlagern wollte, in seinem Bett entsorgt, bzw. behutsam zurechtgestapelt. Will
heissen: Wir haben wieder ein benutzbares Wohnzimmer. Juhu!
Was passieren wird, wenn er zurückkommt, kann ich noch nicht sicher sagen, aber es wird sicher noch ein interessanter Monat...
Sonntag, 2. november 2008
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veröffentlicht in: Unsere WG
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