Sashs Blog

Herzlich willkommen in meinem Blog!

Ich schreibe hier über unterschiedlichste Dinge, deswegen möchte ich allen Interes-senten an einem bestimmten Thema nahelegen, sich in diesem Fall ein Stückchen unter diesem Text die betreffende Kategorie anzeigen zu lassen. Wer dies unterlässt, muss auch den ganzen anderen Mist lesen...

PS: Ihr könnt gerne auch ältere Beiträge kommentieren, denn ich bekomme so oder so eine eMail!

Werbung

Gästebuch

Neueste Kommentare

Profil

  • : Sash
  • sash
  • : männlich
  • : 12.11.1981
  • : Berlin Germany Europe Earth
  • : Linker Spinner mit wenig Geld und einem Hang zum Zynismus. Dennoch lebensfroh und gutmütig. Ist das hier ne Kontaktanzeige? :)

Organisatorisches

Feeds

  • RSS feed of articles

Franz Josef Wagner, mein persönlicher Liebling bei der Bild, richtet seinen aktuellen Brief an - eher weniger aktuell - Mahatma Gandhi. Seine Verarbeitung der Geschehnisse in Bombay besteht aus einem Text, der Gandhi mitteilt, dass er mit seiner Einstellung als erster draufgegangen wäre in der bösen heutigen Welt. Dass es etwas schwer wird, ausgerasteten Psychopathen mit einem weisen Lächeln zu begegnen, das glaube ich auch. Interessant ist seine Argumentation dann aber doch:

"Die Terroristen von heute verstehen die Sprache der Liebe nicht, die Sprache von Jesus, die Sprache Gandhis."

Das ist witzigerweise doch genau die Argumentation, die Terroristen verwenden, um ihre Taten zu rechtfertigen:

"Anders verstehen die das ja nicht..."

Ich gebe zu, dass ich für mich persönlich ein bisschen ein Problem mit der Gewaltfrage habe, aber man sollte vielleicht zu bedenken geben, dass Wagner inzwischen offenbar Gewalt als Allheilmittel sieht. Zumindest, wenn es um die Dinge geht, die ihn nerven.

Manchmal frage ich mich, was es eigentlich für ein Gefühl ist, der Evolution ständig nur von außen zuzusehen...

Sonntag, 30. november 2008
- Community: Medienkritik von Privat - veröffentlicht in: Medien
Kommentare (7) - Kommentar hinzufügen

Erster Advent ist nun also. Juhu!? Ich weiss nicht. Das Beste an Adventssonntagen ist für mich die erhöhte Versorgungsbereitschaft unserer ortsansässigen Supermärkte. Nach einem TV-Beitrag auf Phoenix heute habe ich allerdings eher mal wieder Lust auf ordentliches Containern. Bei unseren Märkten um die Ecke ist das allerdings nicht drin, da der Müll dort soweit ich weiss gut weggeschlossen ist.

Jetzt werden die ganzen Leser von Overblog wahrscheinlich wirklich aus den Latschen kippen, und fragen, ob der Sash sich wirklich gerne Essen aus dem Müll holen will. Ja! Und ich hab es auch schon gemacht! Containern ist in der Tat eine hervorragende Art, an Lebensmittel zu kommen. Die Tatsache, dass es umsonst ist, heisst noch lange nicht, dass man zwingend am Hungertuch nagen muss, um es zu tun. In erster Linie sehe auch ich das als politische Aktion, da es natürlich Ausgaben verhindert, und damit die Einnahmen von den Supermärkten, die sich das Wegwerfen von Lebensmitteln erlauben. Wer jetzt glaubt, dass ich davon rede, verschimmeltes Obst aus Müllcontainern zu fischen, der irrt. Supermärkte schmeißen in der heutigen Zeit so sinnlos viel Zeug raus, dass einem eigentlich die Augen tränen müssen, wenn man daran denkt, wie absurd das ist, und wo das Essen, oder vielleicht auch das Geld zum kaufen desselben fehlt. Wie die Märkte das genau im Einzelnen halten, das weiss ich auch nicht zu sagen, aber manchmal scheint als Grund wirklich ausreichend zu sein, dass das Haltbarkeitsdatum in einem oder zwei Monaten (!) abläuft. Bei den im Winter mitunter vorherrschenden Temperaturen kommt es noch dazu zu keiner Unterbrechung der Kühlkette, was bedeutet, dass insbesondere gut verpackte Tiefkühlwaren fabrikfrisch auch aus ansonsten unwirtlichen Containern gezogen werden können. So haben wir in der alten WG an einem Abend mal Shrimps im Einkaufswert von über 40 € essen können, einfach weil sie ein paar Wochen später schlecht hätten werden können.

Ich kann hier schlecht zum Containern aufrufen, da es sich rechtlich - so absurd das sein mag - um Diebstahl handelt. Moralisch verwerflich sollte es aber eigentlich niemand finden, da wir hier definitiv von Müll reden. Das heisst: Mit diesem "Diebstahl" entlastet man nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch noch die Umwelt, weil das Zeug nicht unsinnig verbrannt wird. Wer schon einmal containert hat, der weiss es - aber auch für die Skeptiker: Man kann zwar Pech haben, aber es gibt Container, bei denen man nicht im Verdorbenen fischen muss. Mitunter sind ganze Müllcontainer fast ausnahmslos mit noch zum Verzehr geeigneten Waren gefüllt. Original verpackte, das Haltbarkeitsdatum noch lange nicht überschrittene Lebensmittel. In Mengen, die man als Einzelperson nicht zu tragen vermag!

Wenn jemandem die Gefahr zu hoch ist - ok! Aber bei der Frage, ob man sich dafür nicht zu fein ist, sollte man sich echt nicht aufhalten. Denn oftmals ist der Müll auch noch gut sortiert, und man braucht die Tiefkühlware auch nicht unter den Fischen vom Vortag hervorkramen, sondern kann sich aus einem Arrangement von normalen Verpackungen das raussuchen, was einem gerade beliebt.

Ich hab nur das Gefühl, dass wir hier einen schlechten Ort zum Containern haben. Naja, ich werde es noch rausfinden.


Nochmal knackig zusammengefasst: Ich bin ein ausgesprochener Freund des Containerns, wenngleich ich lange nicht dazu gekommen bin. Ich betrachte das nicht als abzuwertendes Verhalten, sondern als eine gezielte, Ressourcen schonende politische Aktion, die netterweise dem Geldbeutel einiges ersparen kann.


Ich wäre natürlich interessiert an Meinungen, auch wenn ich vermute, hier mal wieder ein Tabu gebrochen zu haben!

Sonntag, 30. november 2008

Kommentare (5) - Kommentar hinzufügen

Ebenso wie die Überschrift kurz ist, sind es nun auch meine Haare wieder. Gesunder Status für mein derzeitiges Empfinden: Bart am Kinn länger als Haare auf dem Kopf. Ozie war so gnädig, und hat mir diese heute geschoren, damit ich auf meine Kunden wenigstens nicht den allerschlimmsten Eindruck mache. Ich glaube, ich muss mir noch ein vertrauenserweckendes Lächeln zulegen, da ich irgendwie die Befürchtung habe, der erste Eindruck von meiner Person täuscht und wird nicht zwingend sehr sympathisch bewertet.

Im Grunde glaube ich schon, dass mein Aussehen stark dazu beigetragen hat, dass ich das letzte Jahrzehnt nur einen einzigen böse gemeinten Schlag habe einstecken müssen. Und das war einer Seitens der Polizei, die brauchen da auch nicht so viel Angst zu haben.

Ich hab schonmal erwähnt, dass ich mit 2,03 Metern Größe eine recht imposante Erscheinung bin. Die 50 kg Übergewicht verteilen sich zwar unter der Kleidung "relativ gut", aber sie tragen natürlich auch dazu bei, dass ich nicht wirklich als harmloser Hänfling wirke. Das Übrige tut dann der Bart. Meinen Musikgeschmack erkennt man sofort, auch wenn meine Haare nicht mehr wie vor anderthalb Jahren irgendwas um die 50 cm + x lang sind.

Wenn man von einem bedauernswerten Zwischenfall während meiner Studienfahrt nach Prag absieht, dann kann ich auch behaupten, dass noch keiner schreiend weggerannt ist, als er mich gesehen hat. Aber vom freundlichen Philosophie-Studenten oder dem behäbigen türkischen Opa bin ich einfach weit entfernt. Nur so, um jetzt mal ein paar Klischees über Taxler zu bedienen.

Naja, es wissen ja nicht alle Kunden, dass sie das Taxi am Stand frei wählen dürfen ;) Ich bin jedenfalls wieder zufrieden mit mir. Recht so!


Nachtrag: Ich habe eben festgestellt, dass das klingt, als würde ich Glatze tragen. Dem ist nicht so. Meine Haarlänge beträgt etwa 5, vielleicht auch 6 cm.

Freitag, 28. november 2008
- veröffentlicht in: Persönliches
Kommentare (2) - Kommentar hinzufügen

So, damit hätte ich mal wieder eine völlig sinnentleerte Überschrift gewählt, was irgendwie ja auch ein gewisser Standard geworden ist. Ich bin nicht gut im Erfinden von Überschriften! Ich weiss, dass sie kurz und knackig sein sollten. Sie sollten klarmachen, um was es geht, oder wenigstens fälschlicherweise sexuelle Befriedigung versprechen. All das kann "Wochenende!!!" nicht. Wochenende ist es nämlich noch nicht ganz. Ja... ihr lest das alle am Freitag Mittag oder später, aber ich schreib den Quatsch ja jetzt frühen Morgen, genauer: 0.30 Uhr!

Dazu tangiert mich das Wochenende als solches mal wieder nur äußerst peripher, da ich - das ist das letzte Wochenende dieser Art für hoffentlich lange Zeit - jetzt seit einem jahr arbeitslos bin, und der größte Clou des Wochenendes für meine Person darin besteht, daran zu denken, dass ich am Sonntag nicht einkaufen kann. Wobei das diesen Sonntag auch nur eingeschränkt gilt, da der Plus gegenüber von 13 - 18 Uhr offen hat. Was anderes ist mir aber nicht eingefallen, da ich einmal mehr reichlich uninspiriert über der Tastatur hänge. Mir geht es echt gut soweit, meine Aussichten sind grandios, ich bin auch gesundheitlich bis auf Husten topfit.

Die folgende Woche wird aller Voraussicht nach die ereignisreichste des Jahres, was daran liegt, dass sowohl Ralf auszieht, als auch Nico aus Frankfurt wiederkehrt, als auch ich zu arbeiten beginne. Ein paar Gedanken zu den Themen:


1. Ralf zieht aus

Wie inzwischen oft so oder so ähnlich verkündet: Endlich! Aber ich will euch auch hier auf dem laufenden halten, was witzige Entwicklungen angeht. Scheinbar ist Ralf aufgefallen, dass er denkbar viel Geschirr in seinem Zimmer hat. Wahrscheinlich beim Aufräumen für den anstehenden Umzug. Nun habe ich ja bereits erzählt, dass Ralf eine tierische Panik hat. Im Grunde eine Panik davor, was falsch zu machen, inzwischen wahrscheinlich grundsätzlich vor uns. Nur die Faulheit siegt manchmal. Was soll er also machen, wenn er feststellt: Scheiße, ich hab seit Ewigkeiten zwei Drittel des WG-Geschirrs bei mir, und das soll niemand mitkriegen? Richtig! Vor inzwischen bald zwei Monaten oder so hat er mal zwei Schüsseln in die Spüle gestellt. Nachdem einen Monat lang nichts passiert ist, haben wir sie abgewaschen - ich muss schon zugeben, dass es den Luxus in einer Dreier-WG auch enorm erhöht, wenn man von 8 Müslischüsseln wieder 2 verwenden kann. Vor zwei oder drei Tagen folgte dann noch eine Schüssel. Die haben wir recht schnell passenderweise in die Spülmaschine gepackt. Dann standen heute morgen 2 Teller in der Spüle und zwei Löffel lagen etwas abseits davon herum. Nur keinen großen Haufen machen! Ja nicht auffallen...

Ich bin außerstande zu begreifen, dass Ralf scheinbar glaubt, wir wüssten nicht, wie viel Geschirr bei ihm ist und würden es nicht merken, wenn er es jetzt nur häppchenweise rausbringt. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass in meinem Oberstübchen soweit alles intakt ist. Ozie und ich hatten jetzt weder vor, ihn zur Rede zu stellen (meinetwegen brauche ich ihn bis er abhaut nicht mehr sehen!), noch es zu ignorieren, bzw. ihn in dem Glauben lassen. Ist eh schon schade genug, dass er den Blog nicht zu lesen scheint. Wir haben uns dazu entschieden, einen Zettel über die Spüle zu hängen. Die Auswahl an provokanten, und dennoch nicht zu leicht zu durchschauenden, sowie witzigen Sprüchen war nicht leicht. Aber wir haben uns für folgendes Kleinod entschieden:

"Treffen sich zwei Teller in der Spüle. Meint der eine: Mann, wo warst du denn die letzten vier Monate...?" An alle, die sich jetzt Sorgen machen, dass Ralf deswegen das Rausstellen einstellt: Ganz doof sind wir nicht. Wir haben ja ein Gemeinschaftskonto, auf dem nur noch Ralfs Geld ist (unsere Schulden bei ihm quasi, die er seit ein paar Monaten nicht zurückgezahlt bekommen will). Da hab ich einfach mal 100 € Pfand abgebucht fürs Geschirr :) Das natürlich nicht wegen des Zettels, sondern eher wegen gewissen Tendenzen in seinem Packverhalten...


2. Nico kommt wieder

Ich freu mich drauf! Uneingeschränkt! Da ich ab jetzt nachts arbeite, kann er sogar noch lauter Musik hören ;) Das ist irgendwie sogar genial. Na gut, dafür werden wir Worms jetzt eher nachmittags spielen müssen...


3. Ich fange an zu arbeiten

Meine Hibbeligkeit diesbezüglich hat sich zwischenzeitlich gelegt, und das wird wahrscheinlich erst am Dienstag wieder schlimm werden. Ich habe nicht ernsthaft Panik, aber dass bei den ersten Fahrten auch was schiefgeht, ist wahrscheinlich Gesetz. So gerne ich das ein oder andere in meinen Augen unnötige Gesetz auch schon übertreten habe, so weiss ich nicht, ob ich gegen den guten alten Murphy ankommen werde ;)

Ich bin ernstlich gespannt, denn trotz aller schöner Erzählungen kann ich mir natürlich nur bedingt vorstellen, was da auf mich zukommt. Ich bin einfach mal frohen Mutes und hoffe, ein paar schöne Erfahrungen selbst aus den ersten Wochen mitnehmen zu können. Und da bin ich mir eigentlich sogar sicher. "Wie's in den Wald hineinschallt..." ist für mich eine segenhafte, keine verfluchte Weisheit. Wer weiss, vielleicht sehen wir uns ja mal auf Berlins Straßen :)

Freitag, 28. november 2008

Kommentare (1) - Kommentar hinzufügen

Ich habe gerade mal wieder ein paar Minuten im Netz verbracht, und - zack! - sehe ich schon, dass sich einiges mitunter witziges getan hat in der Welt. Der DFB-Präsident Theo Zwanziger scheint sich bei seinem Streit mit dem Sportjournalisten Jens Weinreich nun endgültig zum Löffel zu machen, und in Indien ist wohl die Hölle los. Dabei wollte ich eigentlich nur schreiben, das ich heute ein neues Konto eröffnet habe...

Ich hoffe mal, dass mir das nicht als Pietätlosigkeit ausgelegt wird. Ich habe heute Morgen die Sparkasse um die Ecke aufgesucht, um ein Konto zu eröffnen. Sollte keine große Sache werden, da ich wusste, was ich will und auch keine negativen Schufa-Einträge oder dergleichen habe.

Dann erfuhr ich aber alsbald, dass davor natürlich ein Finanz-Check nötig sei - nicht wegen mir, sondern natürlich nur, um den Service mir gegenüber zu verbessern. Mir soll es egal sein, aber man fragt sich wirklich, welchen Service die mit dem Wissen über irgendwelche geplanten Anschaffungen bieten wollen, nachdem ich gesagt habe, dass ich genug andere Konten und Banken habe, und sie sich mal keine Sorgen machen müssen. Ich habe sogar offen gesagt, was ich dachte: "Ich hab nur Interesse an einem Konto bei ihnen, weil ich demnächst als Taxifahrer arbeiten werde, und während der Nachtschicht die Automaten zur Einzahlung nutzen möchte - die sonst keine Bank anbietet. Ansonsten: Günstig, Online-Banking, fertig!"

Naja, ich kann damit leben, wie es gelaufen ist. Immerhin habe ich es einmal geschafft, ihn zum Lachen zu bringen, was bei Bankern nicht immer leicht ist. Als er mich nämlich fragte, ob ich über die 800€ Zinsen auf einem Sparkonto komme, habe ich geantwortet: "Nicht mal an Einlagen!"

Naja, lange Rede, wenig Sinn: Ich hab ein neues Konto, einen Handyvertrag, und wenn Onkel Achmed demnächst den gefälschten Ausweis schickt, geht's ab in die USA... ok, letzteres war ein Scherz :)

Ach ja, wieso eigentlich scharf? Gegen Ende des Gesprächs: "Brauchen sie eigentlich noch einen Gewürzstreuer in ihrer Wohnung?" Da musste ich dann allerdings lachen. Auf meine Frage, was dieses Werbegeschenk noch mit einer Bank zu tun habe, konnte er immerhin professionell auf die Vielseitigkeit des Streuers (immerhin 6 Gewürze) verweisen. Na gut, er hat gewonnen!

Donnerstag, 27. november 2008
- veröffentlicht in: Persönliches
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen

So, nun habe ich ein neues Konto und einen Handyvertrag. Leider hat mein Handy dennoch SimLock (hatte es wie üblich nicht dabei). Muss deswegen mal klären, ob ich nun wirklich ein neues brauche. Das reicht aber morgen! Wie es mir bei der Bank erging, und warum ich inzwischen lachen muss, wenn ich das Wort Gewürzsstreuer lese, das liest man am Besten in meinem anderen Blog, und zwar hier.

Dank dem taxiblogger bis ich auf den ADAC-Taxi-Test 2008 gestoßen, der wahrscheinlich sowohl Fahrer (zumindest motivierte) und Kunden gleichermaßen ratlos hinterlässt. Die Ergebnisse sind so lala. Bei manchen Dingen finde ich sie extrem kritisch. Andererseits haben sich einige auch echt Mühe gegeben, möglichst Mist zu bauen. Ob es jetzt negativ ist, dass ein Taxistand unbesetzt ist? Ich weiss ja nicht. Alles kann es auch nicht geben. Richtig verschärft fand ich aber folgendes (Frankfurt, Testroute 5, Oper - Restaurant):

"Fahrer kannte bei der ersten Testfahrt nur die Straße, nicht die Lage des Restaurants." Soweit wird mir das auch oftmals gehen. Kann vielleicht passieren. "In der Einbahnstraße wusste er nicht mehr weiter, unternahm aber nichts, um das Ziel zu finden." Das klingt irgendwie absurd. Ich kann mir nicht helfen. "Fahrgast musste über eigenes Handy Hausnummer erfragen, die der Fahrer dann ins Navi eingab." Das ist schon starker Tobak. Wobei ich zugeben muss, dass ich sicher mal aufgeschmissen sein werde in Lichtenberg, wo Stadtplaner sich bisweilen etwa folgendes gedacht haben müssen:

"Du, wie nennen wir denn die Straßen in der Ecke?"

"Am besten so wie die Hauptstraße..."

"OK!"

"Aber dann wird's ja assi mit der Hausnummernverteilung, oder?"

"Nee, wir mischen die Nummern gründlich, sortieren sie dann nach dem viertletzten Buchstaben und fangen mit dem Verteilen im Norden an."

Mit anderen Worten: Man kann sicher mal an einem Eck hängenbleiben! Sollte mir das passieren, dann werde ich mich auch ziemlich aufregen über mich. Aber was dieser Anekdote noch folgte - "Kein Angebot, den Preis wegen des Umwegs zu reduzieren." - das wird bei mir nicht passieren!
Donnerstag, 27. november 2008
- veröffentlicht in: Vermischtes
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen

So, nun habe ich ein neues Konto und einen Handyvertrag. Leider hat mein Handy dennoch SimLock (hatte es wie üblich nicht dabei). Muss deswegen mal klären, ob ich nun wirklich ein neues brauche. Das reicht aber morgen! Wie es mir bei der Bank erging, und warum ich inzwischen lachen muss, wenn ich das Wort Gewürzsstreuer lese, das liest man am Besten in meinem anderen Blog, und zwar hier.

Dank dem taxiblogger bis ich auf den ADAC-Taxi-Test 2008 gestoßen, der wahrscheinlich sowohl Fahrer (zumindest motivierte) und Kunden gleichermaßen ratlos hinterlässt. Die Ergebnisse sind so lala. Bei manchen Dingen finde ich sie extrem kritisch. Andererseits haben sich einige auch echt Mühe gegeben, möglichst Mist zu bauen. Ob es jetzt negativ ist, dass ein Taxistand unbesetzt ist? Ich weiss ja nicht. Alles kann es auch nicht geben. Richtig verschärft fand ich aber folgendes (Frankfurt, Testroute 5, Oper - Restaurant):

"Fahrer kannte bei der ersten Testfahrt nur die Straße, nicht die Lage des Restaurants." Soweit wird mir das auch oftmals gehen. Kann vielleicht passieren. "In der Einbahnstraße wusste er nicht mehr weiter, unternahm aber nichts, um das Ziel zu finden." Das klingt irgendwie absurd. Ich kann mir nicht helfen. "Fahrgast musste über eigenes Handy Hausnummer erfragen, die der Fahrer dann ins Navi eingab." Das ist schon starker Tobak. Wobei ich zugeben muss, dass ich sicher mal aufgeschmissen sein werde in Lichtenberg, wo Stadtplaner sich bisweilen etwa folgendes gedacht haben müssen:

"Du, wie nennen wir denn die Straßen in der Ecke?"

"Am besten so wie die Hauptstraße..."

"OK!"

"Aber dann wird's ja assi mit der Hausnummernverteilung, oder?"

"Nee, wir mischen die Nummern gründlich, sortieren sie dann nach dem viertletzten Buchstaben und fangen mit dem Verteilen im Norden an."

Mit anderen Worten: Man kann sicher mal an einem Eck hängenbleiben! Sollte mir das passieren, dann werde ich mich auch ziemlich aufregen über mich. Aber was dieser Anekdote noch folgte - "Kein Angebot, den Preis wegen des Umwegs zu reduzieren." - das wird bei mir nicht passieren!
Donnerstag, 27. november 2008
- veröffentlicht in: Vermischtes
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen

In meinem Blog landen immer wieder Leute, die bei google nach den besten Methoden fahnden, auf die Ortskundeprüfung in Berlin zu lernen. Gut, ich bin kein Held im Lernen, aber ich habe die Prüfung bestanden. Immerhin. Da ich nun einmal so gelernt habe, wie ich gelernt habe, kann ich natürlich nichts sicher sagen über andere Methoden. Ich werde trotzdem für die neuen Anwärter hier ein paar - vielleicht dumme, weil allgemeine - Tipps geben.


Ganz zu Beginn: Nehmt euch Zeit!

Ich hatte auch den Plan, dafür höchstens 3 Monate zu brauchen. Im Endeffekt waren es dann über acht. Das soll niemanden entmutigen, denn ich bin echt miserabel im Lernen. Aber ich habe während der Zeit viele Leute kennengelernt, die länger gebraucht haben. Das ist noch nicht unnormal. Und plant nicht nur die Monate großzügig, sondern auch die mitunter weit auseinanderliegenden Termine für die Prüfungen (waren bei mir im schlimmsten Fall 5 Wochen)  und den Lernaufwand. 15 - 20 Stunden pro Woche sind Minimum!


Dann: Geht in eine Taxi-Schule!

Taxi-Schulen haben sich darauf spezialisiert, genau dieses Wissen zu vermitteln, und zudem bieten sie für ihr Geld gleich auch noch Lernmaterialien an, die man anderswo erst einmal suchen, und zu guter Letzt teuer bezahlen muss. Die Ausbildung in einer Taxischule wird ein paar hundert Euro (die Unterschiede sind groß!) kosten, aber wahrscheinlich eine Menge Zeit sparen. Und da man den P-Schein in der Regel zum Arbeiten braucht, ist Zeit in dem Falle auch Geld.


Seht zu, dass ihr brauchbares Material habt!

Stadtplan an die Wand, und los geht's? Nix is. Damit werdet ihr in 95% der Fälle verlieren, weil Stadtpläne Fehler enthalten - und zwar eine ganze Menge. Macht euch klar, dass es nur einen Teil ausmacht, ob ihr wisst, wo ihr lang müsst. Die genaue Kenntnis der Straßennamen ist aber mindestens genauso gefragt. Ich hatte einen Stadtplan bei mir im Zimmer an der Wand hängen für die grobe Richtungspeilung, dazu hatte ich den Spezialatlas von Axel Rühle, und da ich die kniffligen Stellen darin bald mehr oder minder auswendig kannte, habe ich für "genauere" Tourenplanung einen Autofahreratlas benutzt.


Für die schriftliche Prüfung:

Die schriftliche Prüfung ist eigentlich nur ein Vokabeltest. Ihr habt zwar über 1000 Vokabeln zu lernen, aber hier muss man nicht viel nachdenken. Ich habe darauf mit Karteikarten gelernt, und dieses System ist meines Wissens nach für derartige Aufgaben auch das geeignetste. Das lässt sich natürlich auch mit einem php-Script und einer Datenbank erledigen, aber ob viele von euch das testen wollen, weiss ich nicht. Ich lerne eben gern am Computer. Nun ist die Frage: Lernt man die ganzen Objekte nicht besser gleich richtig - also nicht nur, an welcher Straße sie liegen, sondern gleich auch wo die ist, auf welcher Seite und zwischen welchen Querstraßen? Da scheiden sich wahrscheinlich die Geister. Ich hab das nur teilweise gemacht. Es macht die Sache sicher spannender, aber im Nachhinein glaube ich, ich hätte gleich einfach stur nach Karteikarten lernen sollen, dann hätte ich die schriftliche Prüfung schnell gehabt und hätte z.B. die Straßen mit ihren Start- und End-Punkten gleich wieder aus dem Gedächtnis kicken können beim Lernen auf die mündliche Prüfung. Ich denke, wenn man das zu Beginn mit Karten angeht, kann man die Schriftliche eigentlich in 3 Wochen angehen. Aber so war es bei mir wie erwähnt auch nicht!


Für die mündliche Prüfung:

Hier wird es natürlich schwerer. Wer ein fotografisches Gedächtnis hat, der hat es eindeutig gut. Ich kann mir Bilder wahnsinnig schlecht merken, aber ich habe in den Prüfungen dennoch gemerkt, dass einem das in brenzligen Situationen oft aus der Patsche hilft. Das wichtigste grundsätzlich ist natürlich, zu wissen, wo die Objekte liegen. Am besten gleich mit den wichtigsten 10 Straßen drumrum, so dass man es gedanklich von jeder Seite aus anfahren kann. Die Kenntnis übers komplette Stadtgebiet ist völlig irrelevant, wenn man die Objekte nicht kennt. Wichtig (weil enorm vereinfachend) ist es zum Beispiel, auch die Ortsteile wie Objekte zu lernen. Merkt euch bloß nicht, wie es in Französisch-Buchholz grundsätzlich aussieht. Merkt euch einfach, wo der Hugenottenplatz liegt, denn mehr braucht ihr in der Gegend nicht! An diesem Punkt werdet ihr auch merken, dass viele Objekte fast am gleichen Platz liegen, oder es tatsächlich keinen Unterschied macht (weil man bei beiden erst an der gleichen Kreuzung wenden kann z.B.) Das ist insbesondere in der Gegend Ku'damm bis Kantstr. oft der Fall, und da merkt man sich am besten gleich kleine Gebiete, weil eh an jedem Eck ein Objekt liegt. Hier hilft vielleicht sogar tatsächlich, sich das mal in der Realität anzusehen. Hab ich nicht oft gemacht, aber meistens ist einiges gleich hängengeblieben. Das lohnt sich natürlich nicht beim Helios-Klinikum Buch, das ganz alleine in der Wildnis liegt. Außerdem müsst ihr ein Gespür kriegen für die wichtigsten Hauptverbindungsrouten. Oftmals gibt es nur zwei oder drei Strecken, die sich anbieten, wenn man in bestimmte Richtungen will. Das ist der große Vorteil daran, dass es in Berlin so viel Wasser gibt. Das Wissen, über welche drei Brücken man überhaupt nur nach Friedrichshain kommt, ist schon ziemlich wertvoll. Bei vielen Hauptrouten habt ihr keine Alternative, so dass ihr bei vielen Objekten nur wissen müsst, wie ihr zur entsprechenden Route kommt. Es ist de facto kein großer Unterschied, von Wannsee oder vom Potsdamer Platz nach Buch zu kommen - die eine Route umfasst nur ein paar Standard-Straßen mehr, die man aber nur schwer wieder vergisst, weil man sie ständig braucht. Dabei werdet ihr feststellen, dass gerade lange Strecken oftmals nicht so schlimm sind, weil es immer das Gleiche, nur in Grün, ist. Zudem sind die Prüfer bei langen Strecken kulanter, was Umwege angeht.

Ansonsten: Übung! Geht so viele Fahrten wie möglich durch, am besten willkürlich. Wenn ihr bei einer Ecke Zweifel habt, dann schaut nach und überprüft es. Notfalls acht Mal am Tag denselben Platz. Irgendwann sind die ganzen "fiesen Ecken", die im Spezialatlas drinstehen, sicher im Hirn verankert. Der Überblick über die ganze Stadt kommt mitunter erst spät.

Verzettelt euch nicht an Einzelfahrten! Den ultimativ kürzesten Weg zwischen zwei Objekten zu kennen, ist fantastisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Strecke drankommt, und die 20 Meter, die ihr mit den fünf kleinen Straßen, die niemand kennt, spart, jemanden interessieren, liegt fast ganz genau bei Null. Wenn zwei Strecken nahezu parallel laufen, dann merkt euch wenn möglich die wichtigere. Es ist so viel Wissen nötig, da muss man es sich nicht unnötig schwer machen. Zuviel Mut zur Lücke kann ich zwar nicht empfehlen, aber alles kann man nicht wissen. Glaube ich zumindest. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich z.B. in einer Prüfung unter anderem verkackt habe, weil die Prüfer mich vom Klinikum Hellersdorf zum anderen Standort des Klinikum Hellersdorf geschickt haben.

Es gibt viele Leute, die behaupten, die Außenbezirke kann man ignorieren. Es gibt andere, die sagen, sie lernen die Ortsteile nicht. Einer hat sogar mal gesagt, er kennt sich in Mitte eigentlich nicht aus... eine Garantie, was die Prüfer abfragen, gibt es aber nicht. Wobei ich z.B. den Eindruck habe, dass die Flughäfen spätestens bei der dritten Prüfung auftauchen werden. Aber damit alleine ist auch noch nichts gewonnen.

Der wichtigste und gleichermaßen bescheuertste Tipp ist allerdings tatsächlich: "Lasst euch nicht unterkriegen!" Es ist normal, dass man durchfällt, die Prüfung existiert ausschließlich, um Leute abzuhalten, die das nur mal eben kurz machen wollen. Hängt euch rein, und: Seid nett zu den Prüfern! Ich hab oft während der Prüfung mit ihnen geredet und rumgescherzt - bei mir waren sie um Hilfen und Tipps nicht verlegen.
Mittwoch, 26. november 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Ausbildung
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen

Entgegen seiner gestrigen Aussage hat Ralf heute auch frei gehabt. Mir kann das egal sein, da er artig, sobald ich den Flur betreten habe, seine Zimmertüre geschlossen hat. Warum auch immer! Wie schon einmal erwähnt: Ich mobbe ihn nicht, ich lebe lediglich mein Leben!

Nachdem er in den vergangenen Wochen ja bereits vier Kartons gepackt hat, hat er heute richtig losgelegt. Ich weiss nicht, wie es derzeit in seinem Zimmer aussieht, aber er hat mindestens drei neue Kartons gepackt und mehrfach Müll rausgebracht. Nichts überragendes eigentlich, wenn man sich vor Augen hält, dass es wahrscheinlich der letzte Tag vor dem Umzug ist, an dem er aufgrund seiner außergewöhnlichen Arbeitsbelastung überhaupt etwas tun kann.

Durch dieses - wie immer sehr aktionistische - Verhalten bin ich überzeugt davon, dass er es dieses Mal auch von sich aus ernst meint. Skuril wird es aber immer noch am einen oder anderen Ende. Zum Beispiel steht wieder eine Schüssel in der Spüle. Eine einzige. Kein Löffel dazu, nichts. Eine Schüssel. Sollte er also beim Geschirr dieses Tempo beibehalten, wird er wohl erst Weihnachten nächstes Jahr ausziehen. Aber ich will ja hier auch keine Hammer-Geschichte abliefern, wenngleich Paul Watzlawick sie aufgrund seines Todes letztes Jahr nicht mehr aufgreifen könnte.

Der Großteil von euch wird den letzten Hinweis vielleicht nicht verstehen, aber ich wollte nur Leini mit diesem Zaunpfahl zuwinken und rufen, dass ich die wenige gemeinsam gelesene Literatur nicht vergessen habe ;)

Das Wichtige ist: Ralf zieht offenbar wirklich nächste Woche aus, und ich freue mich darauf wie ein kleines Kind auf Weihnachten. "Was bekomme ich, Mami?" "Ein glücklicheres Leben, mein Schatz!" "Ich will aber Lego!!!" Boing!


PS: Dieser Artikel wurde mit guter Laune geschrieben. Nicht wundern!

Dienstag, 25. november 2008
- veröffentlicht in: Unsere WG
Kommentare (2) - Kommentar hinzufügen


Screenshot: bild.de

Juhu! Back to the roots! Verprügeln, verbannen, umbringen! Sofort! Ich will Blut sehen, denn ich gehöre dazu! Ich darf das! Jaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!


Das meinten sie doch, oder Herr Wagner?

Dienstag, 25. november 2008
- Community: Medienkritik von Privat - veröffentlicht in: Medien
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen

Bild hat ein Problem: Cem Özdemir ist jetzt "Grünen-Chef". Und Türke. Schlimmer ja eigentlich noch: Muslim. Irgendwas müssen sie in der Redaktion machen, um das anzuprangern. bildblog hat gestern schon berichtet, wie falsch der Bild-Titel mit dem geforderten Türkisch-Unterricht war, und wie falsch auch die erste Meldung an diverse Agenturen war.

Ich möchte hier aber gerne noch einmal auf den geforderten Türkisch-Unterricht eingehen. Gestern war die Headline der Bild ja wortwörtlich: "Grünen-Chef Özdemir fordert Türkisch-Unterricht an deutschen Schulen!" Dass das für viele, die so oder so "zu viele Kanaken in Deutschland" sehen, ein rotes Tuch ist, das kann man sich vorstellen. Es wirkt sogar für den ein oder anderen liberaleren Menschen skuril. Hier der entsprechende Ausschnitt aus dem Interview:



Ich hab jetzt kein Studium hinter mir, sondern nur Leistungskurs Deutsch gehabt, aber ich glaube, eine Forderung sieht ein wenig anders aus. Dabei sollte man vor allem anmerken, dass schon die Frage eine deutliche Antwort provoziert hat. Mal ganz gleich, was Özdemir will oder nicht will: Er hat die Klippe eigentlich gut umfahren, denn er ordnet Türkisch nicht nur "neben Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch" als eine von vielen Sprachen ein - noch dazu in fragender Form - nein, er sagt auch ganz klar: "Deutsch muss für Kinder, die hier leben und aufwachsen, immer die wichtigste Sprache sein." Das ist ja schon fast O-Ton der "Leitkultur"-Pleite der CDU vor Jahren. Nun weiss ich nicht, ob die Bild-Schreiberlinge einfach nach dem "Auf jeden Fall." einfach nicht weitergelesen haben, was sich irgendein Praktikant da von Özdemir erzählen lassen hat, oder ob sie es nicht wahrhaben wollten, dass der Innbegriff des undeutschen Politikers (Hey, Türke, Schwabe, Muslim, Vegetarier - wenn Özdemir auch noch schwul wäre, wäre der Skandal doch perfekt!) sich als eigentlich ganz netter und gar nicht so schlimm ausländischer Mensch zeigt.

Denn trotz des gestrigen Null-Auswurfs macht bild.de heute munter weiter. "Lob und Tadel für Özdemir-Vorschlag" (schaut euch mal die url an: wofür es Lob und Tadel gibt...) gibt es heute auf meiner Lieblingsseite. Und da liest sich dann z.B. folgendes:



Quelle aller Screenshots: bild.de


Maria Böhmer fordert "allerdings", dass Deutschunterricht Vorrang habe, will heißen: Sie widerspricht, bzw. sie erlegt dem von Özdemir Gesagten Forderungen auf. Und welche? Richtig: Die selben, die Özdemir himself angesprochen hat.

Ich will ehrlich sein: Das ist kein "Skandal", kein Verbrechen. Es zeigt nur einmal mehr, wie Bild versucht, Stimmung zu machen. Hier wird - auch wenn das Interview verlinkt ist - suggeriert, dass Özdemir etwas gesagt hat, bei dem alle widersprechen müssen, obwohl das gar nicht der Fall war. Schon die gestrige Schlagzeile: "An deutschen Schulen!" Ja, wo denn sonst? Der Kerl ist bei den Grünen in Deutschland, und das mit dem Türkisch-Unterricht ist auch nix wirklich neues. Denn natürlich kann man an deutschen Schulen schon jetzt türkisch lernen - aber eben nicht an allen. Und Özdemir fordert nicht Türkisch als erste Fremdsprache, und schon gar nicht als Ersatz für Deutsch.

Alles, was diese Artikel bei Bild und bild.de zeigen sollen, ist, dass Özdemir komische Sachen plant, die bisher keiner geplant hat. Schließlich ist er der erste Türke an einer Parteispitze, der erste Muslim, und wenn Hitler nicht Vegetarier gewesen wäre, dann würde ich keinen Cent daruf verwetten, dass Bild Özdemir da nicht auch zum ersten gemacht hätte. Und irgendwie ist das eklig.

PS: Bei allen zum Teil sehr wohlwollenden Ausführungen hier: Das ist keine Wahlwerbung für den Herrn Özdemir, nur dass wir uns da verstehen.


Dienstag, 25. november 2008
- Community: Medienkritik von Privat - veröffentlicht in: Medien
Kommentare (12) - Kommentar hinzufügen

Der gestrige Tag war abgesehen von meinem Amtsbesuch noch auf andere Weise sehr schön. Einige meiner Leser werden es sicher mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, aber: Ralf zieht aus!

Nein, nicht gestern. Auch nicht heute. Aber nächste Woche am Montag, bzw. Dienstag. Er kam heute auf mich zu bezüglich des Termins und entschuldigte sich sogar nochmal dafür, dass er erst jetzt erfahren hat, wann er frei hat. Nun könnte man ja meinen, dies sei ein Termin wie jeder andere auch, den Ralf mal fix genannt hat, um einmal mehr Verantwortung los zu sein. Das mag im Zweifelsfall auch stimmen... aber ich habe seine Unterschrift diesbezüglich!

Kaum eine Stunde nachdem Ralf das unterzeichnet hatte, ist der Brief raus an die degewo gegangen, und ab jetzt wird das Ganze ein Kinderspiel. Nicht nur, dass die Zahl der verbleibenden Stunden mit Ralf demnächst nach seinen Angaben (einmal mehr) einen zweistelligen Wert annimmt...

Nein, nun haben wir auch was in der Hand, wenn er in einer Woche noch hier ist.

Unter diesen Umständen muss ich inzwischen fast lächeln über die Kackspuren, die jeden Tag erneut unser Klo zieren, weil er - der ausgebildete Koch - offenbar unter Hygiene versteht, sich einmal am Tag mit einer halben Flasche Deo einzusprühen, und sonst... ja, sonst... nix!

Es ist zwar relativ egal, ob er das tut, denn man riecht es ungelogen wirklich, ob er binnen der letzten halben Stunde das Haus verlassen hat - egal ob das am Deo oder am Körpergeruch liegt. Irritiert war ich nur einmal, als er mir - im Spaß, zugegeben! - vorgeworfen hat, man würde es in der ganzen Wohnung riechen, wenn ich mal Deo nehmen würde. Was sicher nicht grundsätzlich falsch ist, da Deo nun einmal ziemlich penetrant im Geruch ist. Aber gut...

Ralf hat mich heute auch gefragt, wie das denn mit dem Geld aussieht, das er noch von uns kriegt. Der nicht gut informierte Leser muss hier wissen, dass Ralf zum Umzug nach Berlin etwa 1200 € ausgelegt hat, mit dem Auto, Sprit, Renovierung etc. bezahlt worden sind. Das war damals verdammt wichtig, und dafür kann ich ihm prinzipiell auch heute noch dankbar sein, denn weder ich, noch Sophie, noch die WG an sich hatte das Geld damals. Diese Schulden haben sich dezimiert zu 900 €, die wir beiden (als die, die sich um die WG-Finanzen kümmern) ihm bereits im Juni oder Juli angeboten haben, zurückzuzahlen. Denn der WG geht es finanziell blendend! Ralf hat damals abgelehnt mit der Begründung, er habe gerade genug Geld. Das hat ihn allerdings nicht daran gehindert, in den Monaten danach bei gemeinsamen Freunden zu jammern, dass wir ihm noch "voll viel Geld" schulden würden. Das ist eine regelrecht asoziale Geschichte, aber glücklicherweise leben wir nicht in einem Ralf-Universum, in dem uns unsere Freunde nach hohlem Geschwätz bewerten.

Nun hat sich seitdem aber einiges getan. In der Zwischenzeit verlief die WG-Geschichte so, dass Ralf nicht einmal mehr einen freundschaftlichen Furz gelassen hat, wenn es der WG zuliebe nötig gewesen wäre. Das heisst, er hat sich darauf besonnen, zu regeln, was wichtig ist. Da wären z.B. die Rechnungen des Pizza-Service...

Die Miete - Normalsterbliche kennen das als einen monatlich zu berappenden Betrag - hat der werte Ralf nur gezahlt, wenn in Tansania zufällig Tierarten entdeckt wurden, die die gleichgeschlechtliche Liebe praktizieren. Oder so. Naja, die letzte Mietzahlung kam Mitte Oktober (für September) - was uns dazu veranlasst hat, vom gemeinsamen Konto (wir haben inzwischen ein neues) einfach alles entsprechend abzuziehen. Nun hat Ralf also ein Konto, auf dem 350 € lagern. Das ist nicht wenig - ich hätte es gerne für mich - aber dank seiner oft kruden Einstellung zur Welt wird er sicher noch einmal fragen, wo denn der Rest ist. Ich freue mich darauf, weil ich wenigstens darauf inzwischen eine passende Antwort habe.

Ich habe so das Gefühl, dass ihn das erschüttern wird, weil er irgendwoher noch 900 € erwartet. Sei es drum!


Nochmal zur allgemeinen Problematik mit ihm:

Ralf ist krank! Das ist keine Polemik, kein fieser Seitenhieb oder dergleichen, sondern eine - zugegeben unprofessionelle - Diagnose. Ralf leidet an dissozialer Persönlichkeitsstörung. Das würde ich hier nicht schreiben, wenn ich mir nicht sehr sicher wäre. Er empfindet nur bedingt Empathie und verstößt bewusst gegen soziale Normen - nicht ohne Lustgewinn - er erfindet dafür Rechtfertigungen blödsinnigsten Ausmaßes und fühlt sich dann noch benachteiligt. Er vermutet hinter allem einen Angriff auf seine Person, ist weder lern-, noch kritikfähig, sondern begegnet jeder Kritik mit einer latenten Aggressivität, die jedoch - glücklicherweise - nicht in Ausbrüchen mündet. Seine Ziele sind Macht und Geld, was zwar im Widerspruch zu seiner oberflächlichen kommunistischen Meinung steht, jedoch in seinem Handeln deutlich erkennbar ist. Ebenso deutlich erkennbar ist die für dieses Krankheitsbild typische innere Leere, die ihn dazu bringt, stundenlang Zigarettenschachteln zu zerschneiden oder sich selbst mit Kuli zu bemalen, ohne dass ihn das Ergebnis interessiert. Er ist schlicht und ergreifend nicht in der Lage sich selbst zu beschäftigen, sondern giert - uns gegenüber hat er das inzwischen unter Kontrolle - nach Aufmerksamkeit durch andere. Zumindest hier in der WG ist er nicht imstande, sich auch nur um die einfachsten Verpflichtungen zu kümmern, was sich außerhalb aber auch darin zeigt, dass er trotz ausreichender finanzieller Mittel nicht in der Lage war, z.B. seinen Handy-Vertrag zu bezahlen.


Das alles ist im Grunde sehr traurig, aber leider auch wahr. So sehr ich meinen Groll ihm gegenüber hege, so hoffe ich doch, dass er irgendwann mal die Hilfe bekommt, die er braucht. Nur leider ist es diesem Krankheitsbild zueigen, dass er wohl kaum jemals einen Leidensdruck verspüren wird. Zudem ist dieses Verhalten laut Psychologen durch Strafe oder dergleichen nicht konditionierbar. Mir persönlich ist die Therapie trotzdem zuviel...

Dienstag, 25. november 2008

Kommentare (2) - Kommentar hinzufügen

Eine Firma, die seltsame nudelähnliche Dinger herstellt (ich vergesse den Namen der Teile immer) wird sich seit gestern wirklich ärgern. Da tauchte Jürgen Drews, seines Zeichens Werbe-Aushängeschild jener Firma in der Promi-Ausgabe der Kocharena auf Vox auf.

Jetzt werden sich alle hier fragend umsehen und verstört und leise fragen: "So einen SCHEISS guckst du?" Ehrlich gesagt: Es hat sich so ergeben, und ich konnte da nicht wegschalten, ehrlich. Ich mag Kochsendungen eigentlich gar nicht. Danach bin ich immer hungrig, und in aller Regel betreibe ich den dort gebotenen Aufwand auch nicht gerne in der Küche. Dass der Sinngehalt dieser Sendungen selbst negative Kritik beinahe unmöglich macht, muss ich natürlich auch noch am Rande erwähnen, um meinen fiesen Ruf nicht zu verlieren...

Aber dieses Chaotenpack!

Von den anderen vier Promis kannte ich nur noch Martin Semmelrogge beim Namen, und wenn man mich fragen würde, was dessen Popularität ausmacht, müsste ich ehrlich auch auf "Is halt'n Ex-Promi" ausweichen...). Also nicht so der Hit, die üblichen B- bis X-Promis des deutschen Fernsehens halt. Machte aber nix. Denn wenn die fünfe irgendwas vereint hat, dann die Überforderung, gegen den Profikoch anzutreten. Was von all dem gestellt war, weiss wahrscheinlich nicht mal der Senderchef, aber spätestens bei der Bewertung von Drews Paella habe ich Tränen gelacht.

Es ist jetzt ein wenig schwer: Alles wiedergeben kann und will ich auch gar nicht - aber bei youtube findet sich noch nichts dazu. Also muss ich wohl was dazu schreiben. Dass Drews beispielsweise ständig nach seinem Frauchen rufen musste, und zu guter Letzt mit ihr zusammen gekocht hat, war nur der Gag am Rande. Richtig am Feiern waren wir schon, als wir gesehen haben, wie er den rohen Reis erstmal in die Pfanne geschmissen hat...

Dann hat er das im Laufe der Zeit mit einem guten Liter Fischfond abgelöscht, was aber viel zu viel war, und dann mussten sie abschöpfen und und und. Die pure Überforderung. Und ich halte Drews für zu unbegabt, um das zu spielen.

Das Beste war nach all den Witzen über die Abschöpfaktion von zu viel Flüssigkeit, dass eines der Jury-Mitglieder eben genau dem Profi (ich weiss schon nicht mehr, wie er hieß) unterstellt hat, dass er bei seiner Paella wohl mit zu viel Flüssigkeit gearbeitet hätte.

Bei den anderen war es teilweise ähnlich kurios, aber weniger spektakulär. Wenngleich ich den Teufel tun würde, und dieser Sendung wegen nächstes Mal wieder einzuschalten, so kann ich doch sagen, dass diese völlig niveaulosen und blöden 2 Stunden am gestrigen Abend nicht verschenkt waren. Wollte ich nur mal gesagt haben. Haltet bei youtube Ausschau nach Ausschnitten - sowas lässt sich nicht beschreiben!

Montag, 24. november 2008
- Community: Medienkritik von Privat - veröffentlicht in: Medien
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen

Ich bin ein wenig vorbelastet, was dieses Thema angeht. Ich bin beruflich Fahrer, und das ist mir bewusst. Ich bin zwar mitnichten fehlerfrei, wahrscheinlich noch nicht einmal arg über dem Durchschnitt, was das Beherrschen eines Autos angeht. Aber manchmal kann ich es einfach nicht fassen, wie unfassbar unausgeprägt das Verständnis für Fahrphysik sein muss, um einen Führerschein zu bekommen.

Von Extremfällen wie "Ich darf in einer vereisten Kurve nicht über 120 km/h fahren" will ich gar nicht reden. Ich habe heute nachmittag einer Person zusehen dürfen müssen, die fünf Minuten lang versucht hat, einzuparken. Das Ergebnis war: Die andere Person, auf die die erste Person offenbar warten wollte, kam vor Vollendung des Parkvorgangs wieder aus dem Kaiser's und damit hatte sich die Sache erledigt. Warum mich das so schockiert? Nun, ich habe selber schon ewig andauernde Einparkversuche hinter mir. Mit Sprintern in engen Einbahnstraßen mit kurzen Parklücken beispielsweise - oder wenn ich der Meinung war, dass der Parkplatz groß genug ist, auch wenn vorne und hinten nur je 4 cm Platz sind (Nicht lachen, das ist mein persönlicher Rekord mit Jan, dem Scénic meiner Mutter, auf den ich sehr stolz bin!). Aber wir reden hier von einem Supermarktparkplatz (quer zur Fahrbahn), der mit einer Breite von spekulativ geschätzten 3,50 m eindeutig in der Lage war, den Kleinsttransporter mit ca. 2 m Breite aufzunehmen. Die Person am Steuer schien allerdings grundsätzlich mit dem Vorhandensein einer - huch wie unüblich! - Vorderachslenkung überfordert zu sein, so dass sie es (trotz ausreichendem Platz zu allen anderen Seiten) nicht hinbekommen hat, das Fahrzeug so abzustellen, dass ihr ein Ausstieg möglich gewesen wäre.

Das finde ich dann für jemanden, der in der Stadt ein Fahrzeug bewegt, doch etwas mangelhaft. Und das ist nicht überheblich gemeint! Ehrlich!

Ich hab sowas aber bei einer EnBW-Mitarbeiterin schon einmal beobachten dürfen, die einem ADAC-Wagen aufgefahren war (oder war es andersrum?). Da wären die beiden Autos mit dem Lenkeinschlag in die richtige Richtung recht schmerzfrei entkeilt gewesen, und stattdessen endete das Ganze mit einer unter schrecklichem Lärm herausgerissenen Stoßstange...

Naja, wenn ich dann erstmal ein paar hunderttausend Kilometer im Taxi hinter mir habe, dann könnt ihr in meinem Nachbarblog sicher auch einiges über meine eigenen Verfehlungen beim Fahren lesen.

Montag, 24. november 2008
- veröffentlicht in: Menschliche Idiotie
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen

Als ich am Mittwoch meinen Funkschein gemacht habe, hab ich einen zukünftigen Kollegen wiedergetroffen, mit dem ich in der Taxischule immer zusammen in der Pause eine geraucht habe. Der hat ebenso wie ich am 11. November die Prüfung bestanden, und ist inzwischen - der Glückliche bekommt schon Hartz4 - schon am Arbeiten. Der sagte mir an diesem Abend, dass er am ersten Tag nach der Prüfung, so ganz ohne Lernen, regelrecht in ein Loch gefallen ist. Ein bisschen fühle ich mich heute so.

Eigentlich wollte ich jetzt in F-Hain auf der Silvio-Meier-Gedenk-Demo sein, aber ich hatte einfach keine Lust. Komisch ist nur, dass ich eigentlich auch auf nichts anderes gerade Lust habe.

Gestern haben Ozie und ich unsere Zimmer mal wieder ein bisschen auf Vordermann gebracht, und das hat so etwa den ganzen uns zur Verfügung stehenden Tag gedauert. Dafür, dass ich unnötigerweise schon morgens wach war, ist das schon beachtlich ;)

Naja, die nächsten Tage habe ich ja noch ein bisschen mit meinem Antrag zu kämpfen, und dann hoffentlich sehr schnell mit Einarbeitung und Geld verdienen, dass ich den Tag heute überleben werde. ;)

Samstag, 22. november 2008
- veröffentlicht in: Vermischtes
Kommentare (4) - Kommentar hinzufügen
Blog : Kultur auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Missbrauch melden