Zugegeben, ein etwas seltsamer Einstieg in einen Blog-Eintrag. Wie ihr sicher noch alle wisst, war unsere Haustüre in Gablenberg einst bekannt als
schlüsselkillend. Es waren einige Schlüssel, die dort ihr Leben lassen mussten - und das nur um nach Hause zu kommen.
Hier in Berlin laufen die Uhren natürlich anders. Das heisst jetzt nicht, dass wir den Schlüssel in die andere Richtung drehen müssen... wobei: Das kann ich nicht beschwören. Ich bin
beim aufschlüsseln ein Legastheniker erster Garde und vergess bisweilen, wierum das geht.
Äh... zurück zur Tür. Die
Tür hier an unserem Haus lässt sich eigentlich mit allem öffnen. Scheinbar funktioniert es mit Ralfs Autoschlüssel, einem Schraubenzieher - wahrscheinlich könnten wir auch die Mausenpeoples
trainieren, dann könnten sie mit ihren Schwänzen... ich glaube, ich muss da über was nachdenken
Naja, am
vergangenen Abend wurde dann offenbar ein neues altes Schloß eingebaut, also sprich: Dasselbe, nur in gerade. Deswegen sind sie von Tür zu Tür und haben die Schlüssel ausprobiert und
gegebenenfalls gradgeschliffen. Einige haben sich also unter der Macht des kaputten Schlosses verbogen, und so sind wir wieder wo wir waren: Hinter einer schlüsselkillenden
Haustür.
Naja, momentan ist sie eigentlich offen. Uns stört das nicht, immerhin haben wir inzwischen wieder eine
Wohnungstür, die man nicht mit einer Videothekenkarte aufkriegt. Aber selbst hier: Wer bitte versucht ausgerechnet bei uns einzubrechen? Wo hier immer irgendwo Licht brennt, weil jemand da ist
oder jemand es verrafft hat und eh nix zu holen ist?
Zum Thema "nix zu holen": Wir haben immer noch keine Kaution
wieder. Nicht, dass wir das erwartet hätten, aber ich denke doch, dass ich es mal erwähnen kann. Weiss eigentlich irgendwer, ob die große Wohnung wieder vermietet ist? Dann würde sich nämlich
für uns die Chance ergeben, die Kaution einzufordern. Ansonsten existiert da keine bindende Frist...
Es ist echt
eine komische Sache. Ich bin mir ja ziemlich sicher, dass uns zumindest Petra mit der Kaution an den Karren fahren will, weil sie der Meinung ist, dass wir die Wohnung in einem Zustand
hinterlassen haben, der unter aller Sau ist. Zunächst: Das stimmt nicht. Die Bude sieht eigentlich nicht schlimmer aus als beim Einzug - und schon gar nicht schlimmer als zu dem Zeitpunkt, an
dem ich sie offiziell übernommen habe (1. Januar diesen Jahres).
Irgendwie kann ich jetzt bereits erahnen, dass es
da möglicherweise bis vors Gericht gehen wird. Nicht wegen Dieter! Sind wir ehrlich: Der ist im Grunde ein netter Kerl, er beschummelt sicher mal hier und da bei Kleinigkeiten - aber der
skrupellose Abzocker ist er nicht! Petra hat da sicher weniger Probleme mit - der ist ihr Geld heiliger als unser Anspruch. Ihr wisst alle, die Wohnung ist nicht immer nur pfleglich behandelt
worden. Es wäre infam, etwas derartiges zu behaupten - aber ich hab die Bude vor einem Jahr übernommen, und da haben Dieter und Petra alle Schäden begutachtet und sie akzeptiert. Einzig die
Geschichte mit dem Boden in Svens Zimmer stand da im Raum. Es wurde vereinbart, dass sie bestimmte Dinge noch richten, und dass wir einige Dinge machen. Zunächst: Sie haben es über ein halbes
Jahr nicht einmal hinbekommen, das schriftlich festzuhalten. Ja, ich rede von dem, was man normalerweise einen Mietvertrag nennt und vor dem Einzug bekommt. Dann wurde keines der Versprechen
ihrerseits erfüllt. Man denke hier an den neuen Küchenboden, den wir seit Ostern haben sollten...
Vor unserem
Auszug haben sie keine Wohnungsbesichtigung mehr hingekriegt. Auf mein mehrmaliges Nachfragen, was wir denn reparieren müssten, kam die Antwort "alles, was ihr heh gmacht hen, muss grichded
werde!" Einen Tag später kam der Zusatz: Besenrein übergeben soll die Wohnung werden, Bad und Klo geputzt!
Als ich
als letzter Bewohner dieser Wohnung den Rücken gekehrt habe, war sie komplett leer, im selben Zustand wie ein Jahr zuvor, besenrein, Bad und Klo geputzt - und sogar an einigen Wänden die
Malereien überstrichen.
Unrenoviert haben wir sie bekommen, unrenoviert haben wir sie abgegeben... Wir waren sogar
so frei und haben gesagt, dass wir eine Türklinke in der Dusche ersetzen und das Türblatt in Ilkas Zimmer (der Spiegel von Steffi). Und nun warten wir seit 2 Monaten auf immerhin 1060 €
Kaution. Das Türblatt sind 50 €, das hat Dieter schon zu benennen gewusst. Türklinke? Bestimmt eher billiger!
Und
wir haben immer noch nicht darauf rumgeritten, dass unsere Miete in kriminellem Maße überhöht war, und uns Kleinigkeiten wie eine nicht funktionierende Heizung, bzw. ein ebensolches
Treppenhauslicht plagten.
Sorry, ich will mich gar nicht zu laut beschweren, vielleicht ist die Kohle ja morgen
wundersamerweise auf dem Konto. Ich bin mir aber sicher, dass es eher so aussehen wird, dass wir uns melden, weil sie nach 3 oder 4 Monaten immer noch nicht da ist, und dann wird Petra meinen,
wir könnten froh sein, dass sie nicht noch Geld fordern, weil die Bude so kaputt ist. Und dann werden wir einen lustigen Brief schreiben, in dem wir alle 5 bis 25 Punkte aufzählen, warum wir
gesetzlich einen Anspruch darauf haben, und weswegen sie froh sein können, uns "nur" die Kaution zahlen zu müssen, und dann wird man sehen ob sie nur planlos oder dämlich
sind.
Und warum das alles? Wegen Geld? Wegen beschissenen Öronen, die man
nicht mal essen kann. Sollte man zumindest nicht, wegen dem ganzen Koks und dem Dreck, der da dranhängt...
Ich hab eigentlich echt keinen Bock mehr auf den Mist. Mich nervt's einfach, dass das nicht anders geht! Man wird sich doch einig werden. Man
sollte nur fair bleiben...
Nun gut, das sind jetzt aber nur so ein paar Dinge, die mir durch den Kopf geschossen
sind, weil ich gerade drauf gekommen bin. Meine Laune gehört eher zu den guten, und ich hoffe nun, dass ihr alle einen angenehmen Tag haben werdet.
Man sieht sich!
Ach ja (um noch kurz beim Thema zu bleiben): Marco, Sandra, bla... wer immer das liest: Die Kohle (Sandra weiß worums geht) kann einfach aufs
WG-Konto. Das gibts immer noch
Grüße an die südliche Hauptstadt!
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