Sashs Blog

Herzlich willkommen in meinem Blog!

Ich schreibe hier über unterschiedlichste Dinge, deswegen möchte ich allen Interes-senten an einem bestimmten Thema nahelegen, sich in diesem Fall ein Stückchen unter diesem Text die betreffende Kategorie anzeigen zu lassen. Wer dies unterlässt, muss auch den ganzen anderen Mist lesen...

PS: Ihr könnt gerne auch ältere Beiträge kommentieren, denn ich bekomme so oder so eine eMail!

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So bekloppt die Redewendung auch erscheint, wenn man den Fehler macht, eine Minute darüber nachzudenken: Ich wünsche allen Lesern und noch einigen Leuten mehr einen guten Rutsch!
Meine Kollegen dürfen das ruhig wörtlich nehmen, solange auf den Rutsch nicht der Knall folgt. Ich habe frei und sehe mir den Taxenmangel in der Hauptstadt an Silvester dieses Mal von außen an. Nächstes Jahr stürze ich mich dann vielleicht mit ins Getümmel. Was hier laufen wird ist noch unklar. Es sind einige Leute da, und wenn es nach mir geht, dann wird das eher eine gemütliche Abendrunde mit gesundheitlich bedenklichen Mengen Alkohol. Ich fahre erst am Abend des 2. Januar wieder, insofern sollte das in Ordnung sein. Mein Rhytmus ist dermaßen im A... llerwertesten, dass mich die Feierlichkeiten wahrscheinlich eine halbe Schicht kosten werden, weil ich entsprechend müde sein werde. Biorhytmen sind blöd! Nänä!
Mit diesen Worten entlasse ich diesen Blog in seine ersten Silvesterfeierlichkeiten und hoffe, dass noch ein paar dazukommen werden. Happy Dingsbums da draußen!
Mittwoch, 31. dezember 2008

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Ist es ein Zufall, dass seit ein paar Tagen keine Kommentare mehr eintrudeln, oder schreibe ich zu langweilige Sachen? Oder ist gar die Kommentarfunktion irgendwie kaputt? Ich will nur mal nachfragen, weil das echt ungewöhnlich ist. Falls die Kommentarfunktion tatsächlich nicht funktionieren sollte, wäre ich erfreut über eine Mail. Die Adresse: sash---at---sashs-blog.net
Dienstag, 30. dezember 2008
- veröffentlicht in: Blog
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Hier noch einmal Sashs eigene Rekorde beim Taxifahren. Der / die Neue(n) sind fett gedruckt.

Geld:
  • Höchster Umsatz pro Schicht: 211,00 €
  • Höchster Umstaz pro Tour (ohne Trinkgeld): 28,90 €
  • Höchstes Trinkgeld pro Tour: 3,90 €
  • Höchstes Trinkgeld pro Schicht: 23,80 €
  • Höchste Einnahmen pro Tour (inkl. Trinkgeld): 32,00 €
Touren:
  • Die meisten Touren pro Schicht: 23
Strecke:
  • Die längste Strecke pro Schicht: 188,0 km
  • Die längste Strecke pro Tour: ca. 18,0 km
Zeit:
  • Die längste Schicht (Pausen nicht eingerechnet): 11:26 Std.
  • Die längste Wartezeit: 0:46 Std.
Dienstag, 30. dezember 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Sashs Rekorde
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So, wie geplant habe ich nur eine halbe Schicht gefahren heute. Danach habe ich Ozie von der Arbeit abgeholt, und nachdem wir das Auto abgestellt haben, sind wir beide zusammen heimgefahren. Ziemlich viel Zweisamkeit im Vergleich zu den letzten Tagen. Tut definitiv gut!
Da ich nun also recht viel Zeit habe, und zudem Lust auf Schreiben, kommt hier mal wieder eine Schicht-Zusammenfassung. Für viele ist das sicher recht öde, aber die, die bei mir reinlesen, weil sie Taxifahrer werden wollen, finden es vielleicht dennoch nett.
Ich habe mein Auto pünktlichst abgeholt. Der Kollege H., mein Tagfahrer war zwar schon weg, aber immerhin war das Auto noch warm :) Das war bei dieser Arscheskälte da draussen echt eine Wohltat. Bis zum Ostbahnhof hat sich wie so oft niemand gefunden, also habe ich mich dort eingereiht.

Gewartet habe ich kaum 20 Minuten, und traf dann auf eine ältere Frau, die mich mit ihrem Fahrtziel geradezu begeistern konnte: Adlershof! Das sind gleich mal beschwingte 20 € auf der Uhr. Genau genommen 19,40, aber dafür gab's ja auch Trinkgeld: 2,60 obendrauf! Wir haben uns während der Fahrt ganz gut unterhalten über dies und das. Witzig war, dass wir auf das Thema "Neuerungen im Leben" gekommen sind, weil sie mit dem Gurt nicht zurecht kam. So kam der schönste Ausspruch heute von ihr: "Ich bin alleine, was brauch ich Internet?" Naja, irgendwie kann ich es verstehen...

Nach einem Zwischenstopp in Schöneweide, wo es allerdings etwas voll am Taxistand war, landete ich unbesetzt wieder im "Nahen Osten". Noch vor dem Bahnhof allerdings hielten mich fünf junge Spanier an. Die Kommunikation gestaltete sich zwar etwas schwierig, weil sie etwa so gut Deutsch und Englisch konnten wie ich Spanisch. Eine Adresse hatten sie nicht, nur einen handgeschriebenen spanischen Zettel. Trotz krudester Schreibweise habe ich vermutet, dass sie ins "Tacheles" wollen, seines Zeichens immerhin Inhalt des Ortskundekataloges. Nachdem sie mir auf einem U-Bahn-Plan die Haltestelle "Oranienburger Str." zeigten, war ich mir endgültig sicher. War eine nette Fahrt ohne viel Kommunikation, die sich als auch recht lukrativ erwies.

In der City sind mir viele Halten immer noch zu ungewiss, und so graste ich im Vorbeifahren meine Lieblingsplätze und die Weihnachtsmärkte ab. Nix. :(
Erst 100 Meter vor dem - Trommelwirbel! - Ostbahnhof hat mich ein Mann rausgewunken, der zum U-Bahnhof Schönleinstr. wollte. Glücklicherweise war ich da letzte Woche schon einmal, sonst wären wir wohl aufgeschmissen gewesen, denn er kam nicht aus Berlin und stand - wenn auch nichts wichtiges war - unter Zeitdruck. Ich erfuhr, dass er bei einer Veranstaltung des CCC war, was seine Sympathiewerte bei mir noch ein paar hundert Prozent ins Plus gerückt hat. War ne kurze Tour, aber immerhin ein Euro Trinkgeld.

Dann kamen zwei Kurzstrecken in sehr kurzer Folge, die mich grob vom Kotti zum Schlesischen Tor und von dort wieder zum Kotti brachten. Einmal im Kreis fahren? 7 € bitte :)

Einmal gings noch zum Haus der deutschen Wirtschaft (wieder Erwarten aktuell keine Ruine!) und einmal nach Kreuzkölln in die Weichselstr. Bei der letzten Tour hab ich noch einen Euro draufgelegt, weil das Navi - ich hatte die Hausnummer nicht eingegeben - einen Umweg gemacht hat. So wie ich die Kundin einschätze, wäre das nicht einmal nötig gewesen, aber ich stehe zu meinen Fehlern - und so habe ich das von meinem Trinkgeld abgezogen.

Alles in allem bin ich in nur 5 Stunden auf respektable 78 € gekommen, was ich nie erwartet hätte. Mein Ziel waren 50 €, und ich war mir nicht sicher, ob das klappt. Also insgesamt eine allzeit angenehme Nacht! Noch zwei Nächte in diesem Jahr, und ab Januar sind meine Ziele ein wenig höher als jetzt noch - allerdings weniger pro Schicht, sondern eher die Zahl der Schichten selbst ;)
Montag, 29. dezember 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Verschiedenes
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Insbesondere von Fahrgästen habe ich schon x-mal Entschuldigungen dafür gehört, dass sie ja nur so eine kurze Strecke fahren. Das kommt natürlich daher, dass sie das ein oder andere Mal von Kollegen angeschnauzt worden sind, die schon eine Stunde am Taxistand gewartet haben und dann nicht wahrhaben wollten, dass das jetzt echt nur ein paar Euro Umsatz sind.
Ich finde das (nicht das Entschuldigen!) ärgerlich. Ich habe neulich schon einmal ein wenig dazu geschrieben, ich möchte es aber gerne hier noch einmal tun.
Zunächst: Natürlich ist eine Kurzstrecke nicht übermäßig super für einen Taxifahrer. Wenn ich eine Fahrt für sechs Euro mache, dann bedeutet das, dass es mir brutto nicht einmal drei, netto gerade mal noch etwas über zwei Euro bringt. Und natürlich ist das nach einer Stunde Warten ein trauriger Gedanke - wenn man das auf einen Stundenlohn umrechnet. Das aber - auch das habe ich schon geschrieben - sollte man als Taxifahrer besser vermeiden! Oder zumdindest so fair sein, und die zwei 25-Euro-Touren in der letzten Stunde auch mal würdigen. Taxifahren hat zwar zu einem gewissen Anteil mit dem richtigen Riecher und mit dem Wissen über Veranstaltungen zu tun. Zum anderen ist es ein weit größeres Glücksspiel als Roulette. Ich weiss wirklich NIE vorher, wohin ein Fahrgast will. Der Mann, der mit Koffern aus dem Bahnhof kommt, kann mit viel Glück zu seiner Verwandtschaft aufs Land raus fahren oder wegen eines verpassten Zuges auf Bahnkosten sogar in eine entfernte Stadt. Er kann aber auch ins Hotel nur 700 Meter weiter wollen, weil er nicht weiss, wo es ist und die Koffer so schwer sind.
Und nicht nur, dass wir als Taxler eine Beförderungspflicht haben: Alle diese Möglichkeiten sind aus Sicht eines Kunden völlig legitime Beförderungswünsche!
Das Glück greift aber auch hier wieder ein: Jede einzelne Fahrt am Tag ist de facto auf den Punkt des Losfahrens zurückzuführen. Mitunter entscheidet eine einzelne Ampel im Nirgendwo zu Beginn der Schicht darüber, wie der Rest des Tages läuft. Ergo: Ohne die Kurzstrecke am Anfang hätte man wahrscheinlich nie die lukrative Umlandfahrt am Ende gehabt, weil man eventuell zu dieser Zeit am anderen Ende der Stadt gewesen wäre. Das sollte man sich als Fahrer auch vor Augen halten. Klar bin ich auch froh, wenn ich zu Beginn gleich 20 Euro in der Tasche habe - denn die nimmt mir keiner mehr. Aber allzu kurzfristiges Denken ist hier nicht immer die logischste Herangehensweise.
In gewisser Weise möchte ich meinen unwilligen Kollegen aber auch einen Dank aussprechen. Denn nur das wiederholte Abweisen bringt Fahrgäste wohl dazu, den Taxifahrer, der sie dann fährt, mit einem entsprechenden Trinkgeld zu belohnen. Und entgegen dem Restumsatz gibt es das ja brutto=netto auf die Hand, das nimmt mir also erst recht keiner mehr!
Aber gut, ich bin jung und doof, und der harte Job wird mir schon noch irgendwann den Kopf waschen, nicht wahr ;)
Ist es nicht komisch, dass ich als Fahrer Verständnis für die Kunden habe? Wo kommen wir denn da hin?
Sonntag, 28. dezember 2008

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Kann man jetzt schon schreiben, dass 2008 vorbei ist? So ziemlich, oder? Die ganzen spektakulären Jahresrückblicke sind eh vor gefühlten 3 Monaten schon im Fernsehen gelaufen. Was mich im Übrigen ein bisschen ärgert. Ohne das damals toll gefunden zu haben, aber bezüglich der Jahresrückblicke fand ich den Tsunami am 26.12.2004 einen recht guten Beweis dafür, dass es irgendwie Blödsinn ist, Anfang Dezember zu verkünden, dass das Jahr gut war. Ich meine, ich habe ja nichts gegen alternative Kalenderführung, aber wenn man schon einen bestimmten benutzt, dann doch bitte auch richtig! Wenn ich zusätzlich zu meiner übrigen Mathe-Unfähigkeit auch noch alle Ergebnisse um ein Zwölftel gerundet hätte, wäre mein Lehrer wahrscheinlich mindestens einmal im Jahr mehr meinetwegen explodiert. Aber gut, will ich meckern? Eigentlich nicht. Das Jahr 2008 war bisher eigentlich nicht das schlechteste für mich. Wenn auch ein kurioses, da ich nun schon seit Ewigkeiten nicht mehr so wenige Termine hatte. Es muss vor meiner Kindergartenzeit gewesen sein, dass ich das letzte Mal binnen eines Jahres so oft ausgeschlafen habe :)
In meinem Jahr 2008 ist nicht besonders viel passiert, das muss man schon mal erwähnen. Immerhin hat dieser Blog als bisher kontinuierlichster Versuch das Licht der Welt in diesem Jahr erblickt - die alten Einträge stammen ja noch aus alten Vorgängern.
In Politik und Wirtschaft hat sich einiges getan 2008, einiges habe ich ja auch hier geschrieben. Das muss ich dieses Jahr nicht zwingend noch einmal tun. Jedes Jahr nehme ich mir vor, für meinen derzeit aktuellen Blog möglichst früh mit einem Rückblick zu beginnen, um ihn dann am Ende nur mit den letzten Tagen zu vollenden und dann das Meisterwerk zu posten. Vielleicht klappt es ja 2009 - DAS ist doch mal ein Vorsatz!
So, nun habe ich noch zweieinhalb Tage Arbeit vor mir, dann ist Silvester und damit offensichtlich mal wieder Party angesagt. Wie das dann laufen wird: Man wird sehen! So gerne ich grundsätzlich zurücksehe, so gerne schaue ich dieses Jahr mal nach vorne. 2009 wird - wenn man den Medien glauben darf - ein hartes Jahr. Die Wirtschaft wird den Bach runtergehen, die Arbeitslosigkeit wird einmal mehr verstärkt um sich greifen, alle werden jammern und bestimmt wird auch das Wetter total doof!
Das juckt mich aber kein bisschen! Ich beschwere mich immer wieder gerne darüber, was in der Welt so passiert, aber ins allgemeine Wehklagen will ich mich nicht unbedingt einmischen. Zum einen glaube ich tatsächlich, dass ich nicht so stark betroffen sein werde. Zum anderen liegt mir Jammern auf hohem Niveau nur bedingt. Ich weiss, dass es mir gut geht! Meine Prognose für 2009: Ich werde öfter Taxi fahren als der Chef der deutschen Bank! Und das will doch schon mal was heissen :)

*Hochhosen ist ein innerfamiliär genutztes Wort, das von Kindern benutzt wird, die zwar schon alleine aufs Klo können, aber das mit dem Anziehen noch nicht so recht beherrschen...
Sonntag, 28. dezember 2008

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Viele weisen einen bei diesem Job ja auch immer wieder darauf hin, dass es auch unangenehm sein kann, so nah an den Kunden dran zu sein. Ein solchen Beispiel hatte ich heute definitiv. Als Taxifahrer habe ich es geschafft, eine junge Frau ausgerechnet in den ersten, besonders unschönen Minuten einer Trennung fragen zu müssen, wo ich genau hinfahren soll. Also genau die Zeitspanne zwischen den letzten "Hurensohn"-Rufen bis mitten in den ersten Weinkrampf, der wahrscheinlich noch immer anhält.
Memo an mich: Taschentücher erst anbieten, nachdem man sie gefunden hat, sonst schlechtes Gewissen überpräsent!
Samstag, 27. dezember 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Nicht so Schönes
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Es gibt einen neuen Rekord zu vermelden (schon vom 25.12.08)

Höchstes Trinkgeld pro Tour: 3,90 €
Samstag, 27. dezember 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Verschiedenes
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Nun haben wir den ersten Weihnachtsfeiertag, 9.38 Uhr morgens. Das bedeutet, mit nur ein paar freien Tagen habe ich mir meinen Schlafrhytmus derart gründlich ruiniert, dass ich nicht weiss, wie ich das in kurzer Zeit wieder zurückbiegen kann. Für die nächsten Stunden ist das kein Thema, da steht sowieso Familienessen an. Dieses beschauliche Ereignis droht schon zu einem Skandal zu werden, weil der Chinese, bei dem es jedes Jahr stattfand, offenbar nicht mehr existiert, was nun bedeutet, dass es zwar am gleichen Ort stattfindet, dafür aber bei einem "Türken", der "mediterrane Küche" anbietet. Meine Wenigkeit beeindruckt das wenig, da mir die Traditionen aus Ozies Familie noch zu neu sind, als dass ich derartige Brüche ernstlich geschockt zur Kenntnis nehme. Die Überlegungen, was wir essen, wird aber sicher noch eine größere Rolle spielen, da nicht einmal die Hälfte der anwesenden Personen Fleisch ist, ein guter Teil dann auch noch vegan lebt oder unter diversen Allergien und Intoleranzen leidet. Das kann ja heiter werden! Juhu!
Dazu passend bin ich heute nach einem aberwitzigen Alptraum aufgewacht, der zwar anfangs ganz normal vom Arbeiten gehandelt hat, letzten Endes aber in irgendeiner Geheimagenten-Story mündete, in der unter anderem ein gelb lackierter Helikopter mit der Aufschrift "Austria" in Känguruh-Form dafür sorgte, dass ich selbst feststellen durfte, dass ich tot bin. Na klasse! Irgendwer sollte meinem Unterbewusstsein mal mitteilen, dass das keinen Sinn gibt.
Irgendwann im Laufe des Tages werde ich dann endlich mal wieder arbeiten, in Anbetracht der Tageszeit allerdings sicher keine wirklich normale Schicht. Naja, bis Samstag früh habe ich das Auto ja ganztags...
Ach ja: Die Religionsfreiheit deckt meiner Meinung nach nur zu einem sehr geringen Prozentsatz die Lautstärke der Kirchenglocken da draussen. Um die Uhrzeit? Anständige Taxifahrer schlafen da! Von den ganzen Arbeitslosen wollen wir da gar nicht reden...
Donnerstag, 25. dezember 2008

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Nun haben wir also den 23. Dezember 2008. Das Jahr ist fast vorbei, und spätestens heute rennt die Großansammlung der Bekloppten den Geschäften die Türen ein, um sich noch für Weihnachten zu versorgen. Im Supermarkt hat man das Gefühl, dass selbst das Besteck zum Weihnachtsessen natürlich am 23.12. gekauft werden muss. Aber gut. Ich war eben selbst noch kurz im Kaiser's, nachdem ich meinen überraschend freien Tag nicht drogenlos verbringen wollte.
Just in diesen paar Minuten haben meine beiden Mitbewohner auch ein gewisses Maß an Beklopptheit an den Tag gelegt: Sie haben mein Weihnachtsgeschenk in Position gebracht. Nun fragt der geneigte Leser, was man mir zu Weihnachten schenken kann, dass ich es als bekloppt bezeichne - was ich im Übrigen mit einem nicht zu übersehenden Grinsen im Gesicht tue.
Nun ja, die Antwort darauf müsst ihr mit eigenen Augen sehen, eine Erklärung alleine reicht einfach nicht!

Bitte sehr:


Bevor jemand sich zu fragen erdreistet: Ja, es handelt sich tatsächlich um ein Tabasco-Mobile. Es hängt in einer bis vor kurzem recht schmucklosen Ecke meines Zimmers überhalb meiner Matratze. Kann jemand dieses Geschenk noch toppen? Was ist euer absurdestes Geschenk?
Dienstag, 23. dezember 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Uh, ist das kompliziert mit der Zeiteinteilung! Gerade hat mein Tagfahrer H. sich gemeldet und gesagt, er macht bis Samstag frei. Ich hab mir dann die Erlaubnis eingeholt, das Auto für die betreffende Zeit nicht an der üblichen Stelle abzustellen, sondern bei mir vor der Tür. Jetzt kann ich - wenn ich will - also ganztags das Auto nutzen. Und was mache ich? Heute frei. Das ist ein wenig verwirrend - für mich am meisten - aber irgendwie konsequent, da ich ausnahmsweise auch mal weihnachtlich eingebunden bin und zudem heute so beschissen geschlafen hab, dass ich die ganze Schicht eh nicht durchgezogen hätte. Dazu kamen dann noch Organisationsfragen bezüglich Silvester, wo sich ja ein paar Kollegen gleich um mein Auto beworben haben. Nun hat Kollege U. das Glück - der hatte aber auch gleich doppelten Vorsprung, weil er mich
a) als erster gefragt hat, und
b) mich nach einer Schicht heimgefahren hat :)
Ja, irgendwie hab ich schon wieder ein schlechtes Gewissen, weil ich so wenig arbeite (ich will ja auch gerne fahren), aber ich tröste mich damit, dass ich nächsten Monat, will heissen: nächstes Jahr, dann so richtig durchstarte. Mein Ziel sind 3000 € Umsatz im Monat, und da hat mich mein Chef schon fast wieder gebremst, weil das der "Profi"-Durchschnitt ist :) Bin isch Profi oder was? Denke schon...
Dienstag, 23. dezember 2008

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Ich möchte einmal mehr schreiben über etwas, das wahrscheinlich viel zu wenig bekannt ist. Der Kunde ist nicht nur dem Namen nach König, sondern kann tatsächlich über einiges entscheiden. So ist die Wahl der Musik - also in aller Regel des Radiosenders - Kundensache. Natürlich kann ich aus "Sicherheitsgründen" verlangen, dass die Musik leiser gemacht wird, bzw. sie selbst leiser stellen. Aber prinzipiell wehren kann ich mich gegen schlechte Musik im Wagen nicht. Ich finde das nicht einmal schlimm, denn es gibt so gut wie nichts, was ich nicht wenigstens ein paar Minuten oder eine halbe Stunde (länger sind wirklich nur Überlandfahrten) aushalten kann.
Allerdings machen die wenigsten Leute Gebrauch davon. Das finde ich natürlich nicht schlimm, erlaubt es mir doch immerhin in der Regel zu hören, was ich mag. Aber eigentlich schreibe ich das, um Fahrgästen die "Angst" zu nehmen, sich das Recht zu nehmen, unangenehme Soundkulissen zu beenden. Ich hatte neulich einen Kunden im Auto, der gerne den Sender "Fritz" hören wollte. Ich hab das umgesetzt, und mir für 10 magere Minuten ein bisschen Elektro gegeben. Ich hab es schön laut gestellt, und der Dank waren 3 € Trinkgeld mit dem Vermerk "Für die gute Musik!"
Was ich damit sagen will, ist: Der Kunde zahlt einen - vielleicht nur subjektiv - hohen Preis für die Beförderung. Es ist keine Schande, dafür auch mal den Radiosender zu wechseln. Das Klima wird in der Regel gleich viel angenehmer und das zahlt sich letzten Endes wahrscheinlich sogar aus.
Ich finde es ehrlich schade, dass manche Kollegen das nicht einmal ansatzweise begriffen haben. Ein nettes Gegenbeispiel ist mein Kollege O., der gerade eine CD mit Weihnachtsliedern mit sich führt - falls jemand das hören will. Finde ich eine gute Sache. Ehrlich!
Dienstag, 23. dezember 2008

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Insbesondere mein alter Freund Daniel hat angefragt, ob ich nicht mal wieder was zu aktuellen Vorkommnissen, z.B. der Freilassung von Christian Klar, schreiben könnte. Heute kann ich mal, denn ich habe anderthalb Tage frei :)
Den meisten Lesern wird bekannt sein, dass ich mich selbst als radikalen Linken betrachte, und insofern wird meine Meinung dazu nicht überraschend ausfallen. Irgendwie sehe ich da aber keinen Zusammenhang. Ja, wenn ich in den 70er Jahren gelebt hätte, dann wäre wohl auch ich einer derjenigen gewesen, der der RAF heimlich Sympathie entgegengebracht hätte. Habe ich aber nicht.
Die aktuelle Debatte, die einmal mehr vom von mir ausgiebig gehassten Springer-Blatt Bild ständig neu entfacht wird, hat auch eigentlich nichts damit zu tun. Scheiß auf die RAF, auf alle Erklärungen, politischen Instrumentalisierungen oder dergleichen! Selbst wenn ich behaupte: Klar ist ein Mörder, dessen Motive mal völlig egal sind, dann kann ich die Freilassung nicht verurteilen! Ich kann es einfach nicht. Ich weiss über Klar nicht viel, aber ich kann verraten, dass er mir so aus der Ferne nicht unbedingt sonderlich sympathisch ist. Dabei sollten in meinem Fall all die negativ ausgelegten Dinge, wie z.B. dass er seine kapitalismuskritische Meinung nicht abgelegt hat, eher das Gegenteil bewirken. Aber wie eingangs erwähnt: Es spielt zur aktuellen Thematik keine Rolle!
Christian Klar hat mehr Zeit hinter Gittern verbracht, als ich mir vorstellen kann. Meine bisherige Zeit auf diesem Planeten deckt sich etwa mit der Haftzeit Klars. Bei allem Verständnis für die Gefühle der Opfer kann ich mir kaum ein Verbrechen vorstellen, das eine derartige Bestrafung als zu gering erscheinen lässt. Die Frage nach der verbleibenden Gefährlichkeit Klars wurde offenbar mehrfach "eindeutig" beantwortet, immerhin muss selbst Bild schreiben, dass die Gutachter davon ausgehen, dass er keine "Senioren-RAF" gründen wird. Mal ganz davon abgesehen, dass die RAF bei der heutigen Technik des - Achtung: Böses Wort! - Überwachungsstaates keine Chance mehr hätte - und sich Klars Wissen diesbezüglich dank seiner Haft als rudimentär, oder zumindest defizitär erweisen dürfte, solle er eine derartige Aktion tatsächlich in Betracht ziehen.
All die tapferen Bild-Leser, die ausgerechnet mit der Freilassung Klars "das Ende des Rechtsstaats" herbeischwadronieren, oder auch nur "Zweifel" an ihm aussprechen, würde ich gerne einmal nach 26 Jahren Haft zum selben Thema befragen.
Im Falle Klar wird hier oftmals ein primitives, zumindest bei uns längst überwundenes Prinzip der Justitz ausgegraben, das der "spiegelnden Strafe". Während dahergeredet wird, dass Klar noch viel zu gut wegkommt bei der Geschichte, weil seine Opfer immerhin tot sind, so wird doch gegeißelt, wenn in einigen arabischen Ländern Dieben die Hand abgehackt wird. Aber in Wahrheit ist es genau das, was viele der oft lautstarken Fraktion doch gerne fordern würden: "Todesstrafe für Kinderschänder!", "Mindestens lebenslang (und zwar wörtlich) für Klar" und zumindest "Arsch versohlen" hat so mancher "Krawallo" auch verdient.
Wie so oft in der radikalen Linken, spaltet hier die Gewaltfrage die gesamte Gesellschaft, und ich bin schockiert darüber, wie manch Muttchen, das noch einen Krieg zu erleiden hatte, bereits wieder für die Gewalt plädiert. Vielleicht ist Christian Klar ein Irrläufer. Vielleicht hat er eine bekloppte politische Meinung. Das kann alles sein. Aber wenn man schon der Meinung ist, man solle seine Morde nicht mit Politik rechtfertigen, dann sollte man auch akzeptieren, dass er immer noch eine subversive Meinung hat, und dennoch mit weit über 20 Jahren Knast für seine Verbrechen ausreichend bestraft worden ist.
Die Justiz in Deutschland hat nicht das Ziel zu bestrafen - das sollten sich einige Leute mal vor Augen halten - sondern die Straftäter in die Gesellschaft wieder einzugliedern. Und ich hoffe, ich bin nicht der einzige, der sich fragt, wie das mit mehreren Jahrzehnten Freiheitsentzug funktionieren soll. Was soll das Geunke darüber, dass Klar einen Praktikumsplatz im Berliner Ensemble angeboten bekommen hat - noch dazu mit der Berufung auf irgendein ominöses Recht, dass offenbar Menschen, die eine falsche Entscheidung getroffen haben, zu verbannen hat?
Es ist in meinen Augen extrem asozial, einem wie Klar jetzt auch noch die zweite Chance vermauern zu wollen. Ich möchte ihn nicht bedingungslos als Opfer darstellen, aber wenn ich lese, wie viele Jahre er im Knast saß, dann schiele ich nicht nur auf eine ominöse Zahl. Dann denke ich auch darüber nach, was das bedeutet. 26 Jahre kein Abend mit Kumpels in der Kneipe, keine vernünftige Beziehung, keine Chance sich auszusuchen, wo man neue Freunde kennenlernt. 26 Jahre lang Überwachung bei jedem Schritt, Einschränkungen des Briefgeheimnisses, Ausschluss von allem kulturellen Leben. 26 Jahre lang kein Essen nach eigenem Wunsch, keine Chance sich selbst in irgendeiner Form selbst zu verwirklichen. Ohne selbst einschlägige Erfahrungen gemacht zu haben, ist mir bewusst, dass Gefängnis nicht nur bedeutet, mal auswärts schlafen zu können. Wieviel Hass - und ich erinner daran, dass man genau das Christian Klar vorwirft - muss man besitzen, um zu behaupten, dass so eine Strafe noch zu gut ist?
Montag, 22. dezember 2008
- veröffentlicht in: Politik
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Den Lesermeinungen der letzten Woche kann ich folgendes entnehmen: "Schreib mehr übers Taxifahren" auf der einen Seite, und: "Schreib mehr andere Dinge, nicht nur übers Taxifahren" auf der anderen. Grundsätzlich stimmt mich das froh, weil ich immerhin noch nicht aufgefordert wurde, nichts mehr zu schreiben, sondern immer nur mehr :)
Nun, das ist genau das, weswegen ich den Taxi-Blog ad acta gelegt habe: Beides alleine ist schwer - zusammen rechne ich mir da mehr Chancen aus.
Momentan liegt der Schwerpunkt zweifelsohne beim Taxi - das weiss ich, und ich weiss nicht so sicher, ob ich das will oder nicht. Natürlich will ich es, weil es gerade einfach 50% eines normalen Tages einnimmt. So wie die Medien das vor ein paar Monaten (neben dem Lernen) waren. Dennoch wird die Häufung wohl nicht endgültig und dauerhaft sein, da jetzt gerade so vieles neu ist - was sich aber mit der Zeit verlaufen wird. Über den ersten Menschen, der mir ins Taxi kotzt, werde ich sicher einen langen Text schreiben. Beim zweiten wird der kürzer werden, und irgendwann landet das unter ferner liefen, oder ich erwähne es nur noch, weil ich die Mischung des Mageninhaltes aus irgendwelchen Gründen für amüsant halte...
Das Problem ist gerade - dass meine täglichen 6 Stunden Internet (mal wohlwollend gerechnet) seit meinem Arbeitsbeginn auf rund 1,5 zusammengeschrumpft sind. Ich selbst verfolge die eigentlich begrenzte Zahl von etwa 10 Blogs regelmäßig - die aber auch gelegentlich kommentiert werden wollen. Dazu kommen ein paar Nachrichtenseiten und zur Auflockerung ein paar Satireseiten. Oft fehlt mir gerade einfach der Nerv, einer Bild-Meldung nachzugehen, um festzustellen, was daran noch absurder ist als die Überschrift - denn das kostet Zeit - und meine Erfahrungen von der Arbeit will ich ja dennoch irgendwie loswerden.
Ich bin sicher, dass es sich irgendwann irgendwie einpendeln wird. Der Blog hier wird mitnichten immer so aussehen wie jetzt oder wie vor 4 Monaten. Wo ich genau das Maß finde, das weiss ich allerdings noch nicht. Ich weiss nur: Er wird behandeln, was mir wichtig ist, was mich beschäftigt. Und hoffentlich wenigstens nicht allzu langweilig werden. Da ich mit diesem Text insbesondere die Hoffnungen von Daniel enttäusche, werde ich aber gleich noch einen Text zu Christian Klar schreiben.
Montag, 22. dezember 2008

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Wenn ich mich so unter meinen Kollegen im Taxigewerbe umsehe - zugegeben kenne ich bisher wenige - dann frage ich mich doch immer wieder, woher eigentlich der schlechte Ruf kommt, den die Taxifahrer in dieser Stadt zu haben scheinen. Gestern Abend habe ich auf Distanz wenigstens auch mal einen derer gesehen, die den Ruf meinesgleichen zunichte macht.
Ich stand ihm am Ostbahnhof gegenüber, er hat gerade Fahrgäste einzuladen. Anstatt loszufahren, stiegen sie jedoch nacheinander wieder aus und er gab ihnen die Koffer wieder in die Hand. OK, was immer da war - kann ja mal passieren. In diesem Moment lief eine Frau auf das zweite Taxi in der Reihe zu und wollte dort einsteigen. Er bäffte sie von der Seite an, dass bei ihm auch frei sei. Scheinbar im Unwissen ob der Tatsache, dass man das Taxi frei wählen kann, stieg sie dann auch bei ihm ein. Sichtlich irritiert, wenn nicht genervt. Offenbar da ich am nächsten am Geschehen stand, rief er mir zu: "Für drei fünfzich wollten die Fahren. Ja hab ich sie noch alle!?"
Scheinbar wollten die Fahrgäste also zum Kurzstreckentarif fahren - der vom Taxistand nicht möglich ist. OK, vielleicht waren sie auch uneinsichtig. Dann ist es ja auch ok, dass er sie "rausgeschmissen" hat (sah auch nicht nach Stress aus, das muss ich mal erwähnen!). Aber zum einen hindere ich nicht einen potenziellen Kunden - wenn auch nur verbal - daran, dass er das Auto eines Kollegen wählt. Und dann schreie ich auch nicht - und schon dreimal nicht vor einem Fahrgast - wie scheiße ich es finde, wenn jemand wenig Geld bezahlen will.
Natürlich weiss ich nicht, was genau passiert ist. Vielleicht waren sie unverschämt. Und natürlich darf man gegebenenfalls auch darauf hinweisen, dass unsere Dienstleistung auch Geld kostet - und der Ertrag für die Fahrer bei weitem nicht so üppig ist, wie man sich das stellenweise vorstellt.
Was man aber definitiv nicht macht, ist seinen Frust über die falsche Berufswahl am Fahrgast auszulassen und sich dann auch noch damit zu brüsten, dass man es denen aber gezeigt hat.
Ich bin auch der Meinung, dass "Der Kunde ist König" nicht gleichbedeutend ist mit "Der Fahrer ist Sklave". Es gibt Grenzen, die man ziehen muss - und vielleicht war die in dem Fall auch gerechtfertigt - aber es ist erbärmlich und zudem kontraproduktiv, wenn man das so umsetzt.
Montag, 22. dezember 2008

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