Sashs Blog

Herzlich willkommen in meinem Blog!

Ich schreibe hier über unterschiedlichste Dinge, deswegen möchte ich allen Interes-senten an einem bestimmten Thema nahelegen, sich in diesem Fall ein Stückchen unter diesem Text die betreffende Kategorie anzeigen zu lassen. Wer dies unterlässt, muss auch den ganzen anderen Mist lesen...

PS: Ihr könnt gerne auch ältere Beiträge kommentieren, denn ich bekomme so oder so eine eMail!

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Tja, eine Woche ist vergangen, und nun keimen die ersten Chilis. Wobei? "Keimen" ist noch untertrieben für das, was da gerade in der Saatschale abgeht. Hier ein Bildchen, schon vor 2 Tagen aufgenommen (Und: Ja, ich habe es bearbeitet ;)


Foto: Ozie, Bearbeitung: Sash
Samstag, 31. januar 2009
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Nun fängt das Jahr für mich ja arbeitsmäßig schon gut an. Gesundheitlich war das mit der Virus-Infektion eher schlecht, aber es gibt zum Ausgleich noch etwas tolles: Der Chili-Anbau geht in die nächste Runde!
Ich muss an dieser Stelle mal ehrlich sein: Ich bin kein großer Pflanzenfanatiker. Kein Bisschen eigentlich! Mir fehlt die Geduld, das Interesse und infolge dessen auch der grüne Daumen. Mit Pflanzen, die keinen praktischen Nutzen haben, stehe ich mehr oder weniger direkt auf Kriegsfuß.
Meine Chilipflanze aus dem letzten Jahr (Habi) lebt zwar noch, aber das hat er mehr seinem Kultstatus zu verdanken, als meinem Geschick. Ich bringe es einfach nicht übers Herz, ihn eingehen zu lassen, obwohl er nicht eine Frucht geliefert hat. Gewisse Trockenzeiten muss er allerdings schon über sich ergehen lassen...
Naja, wie in der Überschrift erwähnt: Neues Jahr, neues Glück, und meine Geduld ist nur bedingt gefragt, denn Ozie widmet sich der Pflanzenaufzucht einmal mehr mit größter Leidenschaft, sodass ich das Spektakel des Wachstums recht unbeteiligt, aber dennoch aus nächster Nähe beobachten kann. Wenn die Pflanzen eine gewisse Größe haben, werde ich mir dieses Jahr allerdings gleich zwei ins eigene Zimmer stellen.
Das Jahr 2009 wird chilimäßig ein wenig professioneller. So hat Ozie sich bereits eine große Saatschale für 44 Torftöpfchen gekauft, und dieses Jahr sind sämtliche Samen gekauft. Dazu experimentieren wir mit ein paar exotischen Sorten, aber dazu später mehr.
Jetzt kommt der Part mit der Werbung aus Überzeugung:
Bestellt haben wir die Samen bei pepperworld.com, einem Chili-Portal, dass mir schon seit geraumer Zeit sehr sympathisch ist. Die Lieferung kam heute an, und wir waren positiv überrascht. Das Paket war ordentlich gepackt, und es gab eine ganze Menge Nettigkeiten dazu.


So waren zwei Aufkleber, ein Stückchen Chili-Schokolade, eine Postkarte und ein Mini-Kalender mit Schärfeskala beigepackt. Sehr sympathisch!
Die Tüten mit den Samen sind zudem vorbildlich beschriftet, und so steigt die Hoffnung, dass wir dieses Jahr ein paar Früchte mehr ernten können. Wobei wir letztes Jahr mit Pepperoni schon reich gesegnet waren.


Inzwischen sind die meisten Samen zum Keimen in der Saatschale, was dann wie folgt aussieht:


Aber was haben wir da eigentlich alles gepflanzt? Sind da nicht doch Drogen dabei?
Nein! Wobei Capsaicin ja durchaus ein gewisses Sucht-Potenzial hat. Wir haben insgesamt sieben verschiedene Sorten Chilis gepflanzt, die unterschiedlichstes versprechen. Wie es dann genau wird, kann ich natürlich noch nicht sagen, aber ich zähle hier mal die Sorten auf, die wir zu ziehen gedenken:
  1. Ancho (Poblano): Soll eine mittelscharfe Sorte sein, die sich gut zum Schmoren und Füllen eignet. Wachsen sollen sie recht flott. Eine durchschnittliche Geschichte eigentlich.
  2. Aci Biber Sivri: Eine türkische mäßig- bis mittelscharfe Sorte, die sich auch zum pur Essen eignen soll. Zudem soll sie bis zu 20 cm lange Schoten liefern. Das stelle ich mir schon optisch grandios vor...
  3. Hot Lemon: Eine Pflanze mit gelben Früchten, die einen interessanten Zitrusgeschmack haben sollen. Zudem recht scharf. Auf die bin ich sehr gespannt.
  4. Habanero: Meine bisherigen Lieblings-Chilis. Enorm scharf, aber mit einem Aroma... unbeschreiblich. Da schmeckt man die Chilis in der Soße wirklich raus - nicht nur der Schärfe wegen... einfach geil!
  5. NuMex Suave Orange: Eine Neuzüchtung, die schmecken soll wie die Habaneros, aber dafür extrem mild ist. Finde ich interessant, weil bei entsprechender Habanero-Dosierung das Rachenbrennen manchmal doch extrem wird...
  6. Festival Bicolor: Eine Zierpflanze mit dennoch essbaren Früchten, die wohl eine enorme Farbenpracht entwickeln kann. Zudem recht scharf. Bin gespannt auf die Optik.
  7. Bhut Jolokia: Die schärfsten Chilis der Welt. Die darf in unserer Sammlung natürlich nicht fehlen. Auf das Feuer bin ich sowas von gespannt... wobei ich wahrscheinlich den Sicherheitshinweisen Beachtung schenken werde, und sie nicht mit bloßen Händen anfassen, bzw. nicht pur probieren werde. Nach allem, was man über diese Früchtchen liest, ist damit nicht zu spaßen!
Zur Erheiterung habe ich mir zudem eine Tüte Habanero-Gummibärchen schicken lassen, die echt verdammt geil sind. Wer Kinder nicht mag, der mischt die unter die normalen Gummibärchen - das sollte für ein Schreikonzert reichen... aber wenn man sich drauf einstellt, dann sind die verdammt lecker. Leider mit 1,95 € für 100g recht teuer. Naja, für einen Scherz isses noch ok...
So, nun seid ihr auch bei den Chilis wieder auf dem neuesten Stand.
Mittwoch, 21. januar 2009
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Nun haben wir also den 23. Dezember 2008. Das Jahr ist fast vorbei, und spätestens heute rennt die Großansammlung der Bekloppten den Geschäften die Türen ein, um sich noch für Weihnachten zu versorgen. Im Supermarkt hat man das Gefühl, dass selbst das Besteck zum Weihnachtsessen natürlich am 23.12. gekauft werden muss. Aber gut. Ich war eben selbst noch kurz im Kaiser's, nachdem ich meinen überraschend freien Tag nicht drogenlos verbringen wollte.
Just in diesen paar Minuten haben meine beiden Mitbewohner auch ein gewisses Maß an Beklopptheit an den Tag gelegt: Sie haben mein Weihnachtsgeschenk in Position gebracht. Nun fragt der geneigte Leser, was man mir zu Weihnachten schenken kann, dass ich es als bekloppt bezeichne - was ich im Übrigen mit einem nicht zu übersehenden Grinsen im Gesicht tue.
Nun ja, die Antwort darauf müsst ihr mit eigenen Augen sehen, eine Erklärung alleine reicht einfach nicht!

Bitte sehr:


Bevor jemand sich zu fragen erdreistet: Ja, es handelt sich tatsächlich um ein Tabasco-Mobile. Es hängt in einer bis vor kurzem recht schmucklosen Ecke meines Zimmers überhalb meiner Matratze. Kann jemand dieses Geschenk noch toppen? Was ist euer absurdestes Geschenk?
Dienstag, 23. dezember 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Nun ist mein kleiner Habi im Laufe des Jahres so groß geworden, aber bisher weigert er sich, Früchte zu bekommen. Bevor Fragen auftauchen: Ich weiss um die Rolle der Bienchen bei diesen Dingen Bescheid und habe sie nach bestem Wissen und Gewissen ersetzt. Das ist ein bisschen schade, denn auf der einen Seite werden unsere eingefrorenen Habaneros langsam aber sicher knapp, auf der anderen wollte ich ja auch gerne die ein oder andere Frucht verschenken. Ich bin mir zwar sicher, dass ich die arme Pflanze massiv stützen müsste, wenn sie mir den Wunsch der Fruchtbarkeit noch erfüllen sollte, aber dies sollte eigentlich kein Problem darstellen. Insgesamt bin ich begeistert vom Wuchs der Pflanze, der eher an ein Hirschgeweih, denn an einen Strauch oder gar Baum erinnert. Jetzt kommt halt auch noch die nicht gerade beste Jahreszeit für den Kleinen...
Montag, 27. oktober 2008
- veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Ich bin immer wieder erfreut, wenn in den Medien mal etwas über meine allerliebste - weil harmloseste - Droge kommt: Capsaicin: Der Stoff aus dem die brennenden Mundhöhlen sind. Das Video ist etwas älter, aber ich habe es jetzt erst bei youtube entdeckt. Elton vs. Simon - die Show: Eher flache Unterhaltung, aber wenn ich ehrlich sein soll, dann muss ich sagen, dass ich sie mag. Ich finde die beiden Jungs sehr sympathisch. Die Wettbewerbe gehen zwar oft an die Geschmacksgrenze, aber in irgendeiner Art und Weise mag ich das trotzdem. Vielleicht ist es Schadenfreude, kann schon sein.
Wie dem auch sei: Am 15.7. gab es in der Show einen Wettbewerb namens "Feuerzauber Hamburg".

Diesen kann man sich hier reinziehen: Feuerzauber

Da verspeisen Elton und Simon eine Currywurst nach der anderen, und jede ist schärfer als die vorherige. Wie das alles genau vonstatten ging, kann ich natürlich nicht sagen. Verdammt scharf mag es gewesen sein, und wahrscheinlich hätte ich früher aufgegeben.
Dennoch: Die Aussagen beim letzten Gang waren schlicht und ergreifend gelogen. "16 Millionen Scoville", "reines Capsaicin" soll das gewesen sein...
Nun, der Fachidiot mag begeistert sein, aber 16 Millionen Scoville-Einheiten hatte das Essen natürlich NICHT! Dazu hätten sie nämlich tatsächlich reines Capsaicin zur Verfügung stellen müssen, und dieses ist bedauerlicherweise nur in kristalliner Form, nicht in Currywurst-Form, erhältlich. Verdünnt war es also auf jeden Fall.
Aber ich wage sogar zu bezweifeln, dass die verköstigten Würste in reines Capsaicin getaucht waren, denn das hätte definitiv - und ich meine DEFINITIV - andere Spuren hinterlassen als ein paar Schweißausbrüche.
Wie gesagt: Die Currywurst mag rattig gewürzt gewesen sein, und meinetwegen auch x-mal schärfer als Tabasco. Reines Capsaicin würden aber auch Elton und Simon nicht so überstehen.
Eine unbedeutende Lüge vielleicht, aber ein Zeichen dafür, wie gerne mit Fachausdrücken wie Capsaicin und Scoville verfahren wird, da kaum jemand sie kennt. Schade, denn es ist ein - im wahrsten Sinne des Wortes - reizvolles Thema.
Montag, 8. september 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Eigentlich ist das ja eher ein Blogeintrag für Ozie mit ihrem Chili-Blog, aber ich muss es jetzt einfach auch mal erwähnen:

Nico und ich haben eine Flasche Tabasco binnen 24 Stunden leer gekriegt!

Das soll keine große Angeberei werden, denn Tabasco ist im Verhältnis zu anderen Dingen eine eher milde Sauce, die Flaschen sind klein (zumindest war es eine kleine) und noch dazu habe ich nicht einmal zu einem Viertel des Konsums beigetragen. Aber eine schöne Zahl ist es dennoch. Zu Zahlen: Würden wir das immer machen, würden wir im Monat 75 Euro für Tabasco ausgeben. Das tun wir natürlich nicht. Wir haben nur gestern ein sehr leckeres Habanero con Soja (die vegane und schärfere Analogie zu Chili con Carne) gemacht, und da ist der Verbrauch eben etwas in die Höhe geschnellt. Sei es drum.

Viva Capsaicin!
Donnerstag, 4. september 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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In den paar Tagen, in denen ich weg war, hat sich meine Habanero-Pflanze (Kenner des Blogs kennen sie als "Habi") weiter prächtig entwickelt, und Ozie hat heute die erste Bestäubung seiner Wenigkeit mittels Wattestäbchen eingeleitet. Bisher sind es erst zwei Blüten, aber etliche andere sind bereits dabei, sich zu entwickeln. Währenddessen wächst unsere Habanero-Frucht bei Ozie im Zimmer munter drauf los und wird dicker und dicker. Außerdem hat mein Ozie gestern auch angefangen, einen Blog zu schreiben - eben über Chilis und dergleichen. Leider hat sie mir noch verboten, ihn zu verlinken, da erstmal ein bisschen was zu lesen sein soll, wenn die Besucherwelle anrückt. Kann ich gut verstehen. Beizeiten wird es diese Verlinkung natürlich geben, ich verspreche es. So, und jetzt suche ich mal nach einer Chili-Community oder gründe selber eine...

Nachtrag:
Für alle Anhänger des scharfen Essens und / oder des Chilianbaus habe ich eine Capsaicinhaltige Community eröffnet:
Chilis - Leben mit Capsaicin
Neue Blogs sind natürlich erwünscht!
Montag, 25. august 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Für die ganzen Leute, die via Google auf meinen Blog kommen, habe ich hier mal ein Update zu den Chilis in unserer Bude:

Der Anbau der Chilis ist ein zweischneidiges Schwert. Die Cayenne-Pflanzen sind in meinen Augen sehr ertragreich geworden, wahrscheinlich haben wir bis zum Schluss etwa fünf bis sechs Schoten von jeder Pflanze geerntet, und diese mit teils beträchtlicher Größe und einem angenehmen Capsaicin-Gehalt. Dennoch gehen einige der Pflanzen wegen des Thrips-Befalls ein.
Die Pepperoni reifen zur Zeit recht gut, allerdings sind hier ein paar Pflanzen befallen, eine ist gar unter der Last ihrer (2) Früchte abgebrochen, was scheiße aussieht, aber wenigstens 6 Pepperonis werden wir ernten können. Noch haben wir keine probiert, wie sie also ausfallen, können wir noch nicht sagen.
Die Habaneros wachsen und gedeien und sind auch von den Schädlingen nicht allzu arg befallen, was in mir große Freude weckt. Die Samen der gelben (und leckereren) Früchte keimen und wachsen bei uns schneller, es wächst sogar schon die erste Frucht seit drei Tagen etwa. Aber auch die roten sind inzwischen zu gut 20 cm großen Pflanzen herangereift.
Mein (ebenfalls "roter") Habi in meinem Zimmer ist bei uns der größte seiner Art, und ich denke, er steht kurz vor der Blüte. Ich hoffe, ich kann nach meiner Rückkehr aus Spanien die Früchte reifen sehen.

Samstag, 16. august 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Hier mal wieder ein aktuelles Bild meiner schunderwönen Habanero-Pflanze. Habi hat inzwischen die 26 cm Höhe (vom Topfrand aus gemessen) überschritten und bekommt ein Blatt nach dem anderen. Ein Prachtexemplar! Aber er ist natürlich auch verwöhnt mit meinem Fenster zum Süden hin und dem schönen Wetter in den letzten Wochen.


Quelle: Sashs Kamera

Donnerstag, 14. august 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Über heute gibt es nicht viel zu berichten. Ein paar Dinge hab ich mit Ozie erledigt, und so kommt es unter anderem, dass wir Pfand im Wert von 27,09 € losgeworden sind. Dafür haben wir uns dann aber auch ein gutes Essen gegönnt. Wer mir nicht glaubt, wie lecker Habanero-Chilis sein können, der sollte mal ein paar kleine Fitzelchen davon in eine stinknormale Bratensauce geben. Die heute war extrem lecker, nicht übermäßig scharf und... ach, ich glaube, mich versteht eh keiner ;)
Donnerstag, 7. august 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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OK, ich gebe es zu: Die Überschrift war nur eine Hommage an Rammstein. In Wahrheit brennt gerade eher mein Kinn. Zusätzlich dazu brennen an meiner linken Hand noch die Nagelhäute, und da ich den Feuerzauber an mir habe, kann ich alles an meinem Körper in Brand setzen, was ich nur will.
Klar geht es um Chilis! Die letzte Stunde habe ich damit zugebracht, einen ganzen Haufen dieser possierlichen Pflänzchen zu zerschnippeln um sie einzufrieren. Der Kaisers hatte mal wieder exotische Chilis im Angebot, und da haben wir spontan 30 - 33 % des Bestandes aufgekauft. Dazu werden unsere eigenen gerade reihenweise reif, und so sah das Ganze dann aus:


Quelle: Eigenes Foto

Wie man sieht, haben sich ein ganzer Haufen kleiner Schärflinge auf unserem Tisch befunden, und weit mehr als die Hälfte ist nun in passenderen Häppchen im Gefrierfach gelandet. Ich hatte also mehr als genug Kontakt zu Capsaicin in der letzten Stunde, um Onanieren für gut einen Tag unmöglich zu machen.
Trotz Händewaschen. Glaubt mir, ich rede aus Erfahrung :(
Nun stehen 5 kleine Döschen im Gefrierfach:

1. Jalapeno-Scheiben in rot
2. Cayenne-Stückchen in rot
3. Habanero-Geschnetzeltes in gelb
4. Habanero-Geschnetzeltes in rot und
5. Habanero-Geschnetzeltes in bunt.

Ich bin heilfroh darüber, dass Chilis und Schärfe im Allgemeinen langsam gesellschaftlich relevanter werden. Vor 10 Jahren hat mich die Bedienung in meinem Stammdöner noch gefragt, ob ich vielleicht türkische Eltern hätte, sie habe noch keinen Deutschen so scharf essen sehen...
Inzwischen wird das Internet von Freaks bevölkert, die wahrscheinlich darauf hoffen, von der Polizei mal Pfefferspray abzubekommen. Ich find das gut.
Unsere Chilis leiden immer noch unter Fliegenbefall, allerdings versuchen wir den Thrips mit Knoblauchsud, Gelbtafeln und hoher Luftfeuchtigkeit beizukommen. Habi geht es noch gut, und er hat jetzt sogar einen größeren Topf bekommen.

Radio Hotland beendet die Sendung hiermit!

Samstag, 2. august 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Ja, kaum das wir gestern die erste Cayenne geschlachtet haben und heute unsere ersten Versuche mit Chilisauce hinter uns gebracht haben, wächst die Konkurrenz. Trotz eifriger Bemutterung sind ein paar der Pflanzen von Schädlingen befallen, und noch ist nicht zu hundert Prozent sicher, um was für Viecher es sich handelt. Wir müssen momentan von diesen Spaßvögeln ausgehen, was nicht sonderlich heiter wäre - wenngleich wir bei den Cayenne und Pepperoni noch einiges zu ernten hätten, bevor sie den Pflanzen-Jordan überqueren.
Vielleicht weiss ja einer der geneigten Leser hier mehr. Fotos sind uns keine gelungen, dafür ein farbenfroher Scan mit knappen 3200 dpi:


Quelle: Mein Scanner


Was bin ich froh, dass die wenigstens nicht die Früchte fressen, die fiesen Tierchen...
Sonntag, 27. juli 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Vorher haben Ozie und ich die erste selbst angebaute Chili geerntet. Eine tadellose Cayenne von knackig roter Farbe und einer für kleinere Chilis normalen Größe. Also weder eine zurückgebliebene Frucht, noch der Überhammer. Natürlich haben wir sie angeschnitten, um mal zu sehen, ob da auch drin ist, was draufsteht sozusagen. Denn diese Pflanzen (die gesamten Cayenne) haben wir aus gekauften Samen gezogen, nicht etwa aus Früchten, bei denen wir wenigstens um die Elternpflanzen Bescheid wussten.
Insgesamt kann sich das Ergebnis sehen lassen. Die äußere Hülle ist angenehm fruchtig mit einem schönen Paprika-Aroma, durchaus mit bemerkbarem Capsaicin-Gehalt. An den Scheidewänden wird es dann richtig schön scharf, so von der groben gefühlsmäßigen Einordnung würde ich Tabasco x 2 schätzen. Also als Würzmittel gut brauchbar. Alles in allem ein Erfolg, zumal wir auch einige andere schon reife Cayennes haben.
Samstag, 26. juli 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Habi ist zugegebenermaßen ein dämlicher Name. Insbesondere, da es sich um eine Habanero-Pflanze handelt. Ich bin das wohl noch von Kind auf gewohnt, schließlich konnte man unseren Katzen immer Namen wie Tapsi oder Fetzi geben. Wie dem auch sei. Habi ist insgesamt weniger verspielt als die eben genannten Inividuen, ich habe ihn inzwischen allerdings fast ebenso lieb gewonnen.
Ich muss dazu sagen: Ich bin eine Null, was Verantwortungsbewusstsein gegenüber Pflanzen angeht. Bei Tieren, die sich vernünftig artikulieren können, mag es funktionieren, dass ich sie füttere - aber Pflanzen?
Naja, so gesehen ist Habi ein erster Schritt für mich, und noch dazu ein so verlockender. Denn natürlich hoffe ich, dass Habi eines Tages eine ertragsreiche Pflanze wird. So verbringt er gerade die meiste Zeit an meinem Fensterbrett und sonnt sich :)
Naja, das untenstehende Foto habe ich gerade eben gemacht, und es noch ein wenig bearbeitet - damit es wirklich surreal rüberkommt:



Freitag, 18. juli 2008
- Community: Chilis - Leben mit Capsaicin - veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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Nachdem wir nun schon eine Weile lang für die theoretische Chance, Habaneros zu nutzen, mit Endorphinausstößen belohnt wurden, ist es dann am vergangenen Abend endlich ernst geworden. Sophie und ich haben uns Bulletten (Fleischküchle, Frikadellen, Fleischbällchen, whatever!) mit Rotkraut, Knödeln und Bratensoße gemacht. Dabei haben wir uns endlich an die kleinen Schätzchen rangemacht.
Auf die 400 Gramm Hackfleisch (plus etwas Brot, Käse und dergleichen) haben wir eine dreiviertel Schote einer roten Habanero zugegeben. Sie lag (glücklicherweise) schon drei Tage aufgeschnitten im Kühlschrank, sonst wäre dieses Experiment wohl nicht so schön gewesen. Das Ergebnis war nämlich... fantastisch!
Das Fleisch hat einen wunderbaren Habanero-Geschmack angenommen, die Schärfe fiel zwar recht derb - aber eben verkraftbar - aus. Ich habe jetzt, wenn ich aufstoße, den reinen, fruchtigen Geschmack dieser Vorzeige-Chilis im Mund, und wenn man davon absieht, dass dieses Ergebnis tatsächlich zum gefürchteten "zweifachen Brennen" führt, dann kann man es echt nur grandios nennen! Ich bin dermaßen begeistert von den Teilen. Für Otto-Normal-Verbrenner- Verbraucher wäre das zwar sicher ein wenig zu scharf gewesen, aber ich weiß jetzt, wofür ich all die Jahre mit milden Sößchen wie Tabasco trainiert habe ;) Mit einem der besten Essen seines Lebens im Magen endet der Sash hier...
Dienstag, 25. märz 2008
- veröffentlicht in: Chilis und dergleichen
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