Sashs Blog

Herzlich willkommen in meinem Blog!

Ich schreibe hier über unterschiedlichste Dinge, deswegen möchte ich allen Interes-senten an einem bestimmten Thema nahelegen, sich in diesem Fall ein Stückchen unter diesem Text die betreffende Kategorie anzeigen zu lassen. Wer dies unterlässt, muss auch den ganzen anderen Mist lesen...

PS: Ihr könnt gerne auch ältere Beiträge kommentieren, denn ich bekomme so oder so eine eMail!

Werbung

Gästebuch

Neueste Kommentare

Profil

  • : Sash
  • sash
  • : männlich
  • : 12.11.1981
  • : Berlin Germany Europe Earth
  • : Linker Spinner mit wenig Geld und einem Hang zum Zynismus. Dennoch lebensfroh und gutmütig. Ist das hier ne Kontaktanzeige? :)

Organisatorisches

Feeds

  • RSS feed of articles
Nachtschicht! Für die einen verheißungsvoll, für die anderen der pure Horror. Meine Arbeitszeiten sind ein Thema, auf das ich auch mit meinen Fahrgästen schnell mal komme ("Wie lange müssen sie denn heute noch?"). Nun, wie sieht es also aus? Wie ist es so, nur Nachts zu arbeiten?
Eine eindeutige Antwort fällt mir schwer, denn natürlich gibt es auch hier positive und negative Seiten. Auf der einen Seite ist es irgendwie von Vorteil, NUR nachts zu arbeiten. Denn erstens gewöhnt man sich schneller einen gewissen Rhytmus an, zweitens sind beim Taxifahren die Bedingungen radikal anders. Tagsüber ist es häufiger, dass die Leute zu den Bahnhöfen, in die Krankenhäuser, zu den Flughäfen und in die Tagungsstätten wollen. Nachts dominieren die Privatwohnungen und Clubs. Hotels dagegen gehen wahrscheinlich gleichermaßen gut...
Als Fahrer muss ich natürlich erwähnen, dass der Verkehr nachts um einiges angenehmer ist. Auch wenn Berlin den Ruf hat, rund um die Uhr Party zu bieten: Man muss auch wissen, wo! Unter der Woche nachts um 2 Uhr ist auf dem Ku'damm nämlich so ziemlich kein einziger Mensch mehr anzutreffen. Das mag Hoffnungen zerstören, ist aber so.
Der zweitwichtigste Punkt auf der Liste ist sicher das Geld. Nachtfahrer verdienen mehr! Ob das heisst, dass sie mehr Touren machen, kann ich nicht wirklich beurteilen. Ich kenne schließlich bisher fast nur Nachtfahrer, und mein Kollege H., der mit unserem Auto die Tagschicht fährt, fährt um Längen mehr ein als ich. Laut meinen Chefs ist er aber auch einer der besten... Nein, der für mich erstmal wichtigste Vorteil diesbezüglich ist, dass ich einen Teil meines Lohns wegen der Nachtarbeit in Form steuerbefreiter Zuschläge bekomme, was meine Steuerbelastung erheblich senkt, und ich somit in den Genuss höherer Nettozahlungen bei gleichem Bruttogehalt komme. Das ist für selbstständige Fahrer wohl eher egal...
Das wichtigste aber ist natürlich die Zeiteinteilung, der Rhytmus, das Leben als solches:
Mein Leben ist halt quasi auf den Kopf gestellt. Das alleine macht nicht viel aus. Wenn man gut ist, dann schafft man es sicher, einfach Schlaf- und Arbeitszeit im Vergleich zu Otto Normalbürger zu tauschen, und es ändert sich nicht viel. Dadurch, dass ich aber länger arbeite, als ich schlafe, ergeben sich hier natürlich Differenzen. Insbesondere in meiner Beziehung - die zu führen ich das Glück habe.
Mein Tag sieht momentan (unter der Woche, an nicht-freien Tagen) wie folgt aus:
  • 15 - 17 Uhr: Ich stehe auf.
  • bis 18.15 Uhr: Leben in Form von Hausarbeit, Freundin sehen, Bloggen, Zeit für mich.
  • 19.15 Uhr: Ich gehe aus dem Haus und fahre zum Auto.
  • 20.00 Uhr: Ich fahre los...
  • 06.00 Uhr: Ich stelle das Auto nach der Schicht ab.
  • 07.00 Uhr: Ich komme zuhause an.
  • bis 8.00/10.00 Uhr: Leben
  • 08 - 10 Uhr: Ich gehe schlafen...
Das entspricht natürlich nie dem Tagesablauf von Ozie, wenngleich sie ja auch wechselnde Schichten hat (aber nie über Mitternacht hinweg). Das macht die Sache schwer. Es kommt einfach vor, dass man sich (was auch selten ist) an einem Tag nur für eine halbe Stunde sieht.
Ansonsten ist das für mich kein Problem. Ich habe mir schon vor diesem Job eher die Nächte als die Tage um die Ohren geschlagen, und manchmal glaube ich, dass diese Studien mit dem "Wer weniger Tageslicht abbekommt, bekommt Depressionen" bei mir ins Leere laufen würden.
Ich finde es irgendwie sogar geil, einen völlig anderen Rhytmus zu haben. Es ist eben schön, beim Feierabend die Leute zu sehen, die missmutig zur Arbeit fahren. Es ist geil, die Stadt in einem anderen Licht zu sehen und mitzubekommen, wo auch um 5 Uhr morgens noch was los ist.
Ich war immer ein Freund der Subkulturen, und es ist mir - bei allen potenziellen Störenfrieden - immer noch lieber, besoffene Spätheimkehrer nach Hause zu fahren, als gestresste Geschäftsmänner zum Flughafen.
So ist das Fazit aus meiner Sicht ein eher versöhnliches: Ich finde Nachtschicht hervorragend, und wenn ich meine Freundin befrage, dann nervt sie auch eher, dass sie nicht die Option hat, zur selben Zeit zu arbeiten.
Wenn es nach mir alleine geht, dann mache ich das noch möglichst lange. Meine Freunde werden mich schon warnen, wenn ich zu depressiv werde ;)

PS: Mir ist natürlich dennoch bewusst, dass Nachtschicht beschissen ist für Familienväter und andere wenig flexible Menschen. Das ist meine persönliche Einschätzung zu meiner persönlichen Situation. Ich kann deswegen dennoch alles Geschimpfe über die Nachtschicht verstehen. Vielleicht sogar besser, als Menschen mit "normaler" Arbeitszeit.
Montag, 26. januar 2009
- veröffentlicht in: Taxi - Verschiedenes
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen
Tatsächlich scheint das Thema "Trinkgeld beim Taxifahren" ein bisschen Erklärungsbedarf zu verursachen. Da hab ich mir gedacht, ich schreib mal eine (sehr kurze) FAQ dazu auf.

Kann der Fahrer das Trinkgeld behalten?
Ja. Uneingeschränkt und unversteuert. Wahrscheinlich gibt es zwar Chefs, die es gerne einbehalten würden, aber die Überwachung, die nötig wäre um das durchzusetzen, ist wahrscheinlich noch nicht einmal bei Schäubles geplant.

Muss ich Trinkgeld geben?
Natürlich nicht. Insbesondere nicht, wenn irgendwas nicht in Ordnung war. Es ist zwar durchweg üblich, den Betrag am Ende aufzurunden, aber zumindest ich sehe niemanden schief an, wenn er nichts gibt. Man sollte aber nicht vergessen, dass das Trinkgeld ganz ordentlich zum Einkommen beiträgt in so einem Job und so mancher Fahrer bei einem Trinkgeld von 0 im Monat den Dienst gleich quittieren würde.

Wieviel Trinkgeld ist denn ok?
Aus meiner Sicht gibt es natürlich kein "Zuviel". Wenn es aber so von Interesse ist, weil man nicht auffallen möchte: Am häufigsten runden die Leute zum nächsten oder übernächsten vollen Euro auf. Laut meiner - noch nicht lange geführten - Statistik liegt das durchschnittliche Trinkgeld pro Tour etwa bei 1,00 - 1,10 €. Da sind allerdings schon einige Nichtzahler dabei. Bei längeren Fahrten sind es schon gerne mal die berühmten 10%, und bei ganz kurzen Fahrten entschädigen einen viele Fahrgäste auch überdurchschnittlich, sodass ab 7,50 € gerne mit nem Zehner bezahlt wird.
Ich möchte aus meiner Sicht als hilfsbereiter Taxifahrer anmerken: Entlohnt Höflichkeit und Extra-Service, spart lieber bei den mürrischen Zeitgenossen, die sich nicht einmal die Mühe machen, mit zum Kofferraum zu laufen!

Wieviel macht das Trinkgeld denn beim Lohn aus?
Naja, meine Statistik ist noch nicht aussagekräftig, aber die allergröbsten Einschränkungen seien hier mal genannt:
Normaler Lohn eines Fahrers (Vollzeit, 55 - 75 Std./Woche in Berlin): ca. 1000 - 1500 € (netto)
Trinkgeld in diesem Zeitraum (sehr grob): 200 - 500 €
Um es anders zu sagen: Wenn ich in einer Nacht 120 € Umsatz einfahre (ca. 55 € Bruttolohn), dann kommen meist noch 10 - 15 € Trinkgeld dazu - das macht ziemlich viel aus!

Bei Bedarf kommt hier später noch was dazu, ich lege einen Link zum Artikel in der Navigation an.
Dienstag, 13. januar 2009
- veröffentlicht in: Taxi - Verschiedenes
Kommentare (4) - Kommentar hinzufügen
Boah, der Verlauf der ersten Schicht dieses Jahres war echt nicht so der Bringer! Leider geht das nicht einmal einher mit "witzigen" blöden Kunden, sondern letztlich habe ich beschlossen, die Schicht abzubrechen, weil ich sonst echt am Steuer eingepennt wäre - siehe den Beitrag über den Rhytmus vor dem hier.
Bis dahin: So la la! Insgesamt sind so magere 65,90 € zusammengekommen, und das ist für den angestrebten Tagesschnitt von 115 bis 125 € (je nachdem, wie viel ich frei haben will) nicht so zuträglich. Erwähnenswert wäre vielleicht noch der eine Kunde, der nach Lichtenberg wollte, und anfänglich ein wenig grummelig und genervt war. So à la: "Scheisse, nur noch ein Wochenende, und der Mist geht wieder los..." Am Ende hat er mich dann - fast schon gut gelaunt - auf die Verlegung des Krankenhauseingangs ums Eck hingewiesen und mir hier und da erklärt, wo ich wie wohin fahren könnte, wenn ich mal wieder in der Gegend sei. Der krönende Abschluss war dann das Bezahlen:

Er: "Was bekommen sie jetzt schönes von mir?"
Ich: "11,20 €, und ob die schön sind, ist mir relativ egal (nicht angepisst über den Preis - mit ironischem Unterton!)"
Er (zückt Zwanziger): "Naja, dann geben sie mir mal 'nen Fünfer zurück..."

Sonst wie gesagt mau. Ich versuche jetzt auch mal standhaft, mit 10 Stunden Arbeit pro Tag meine Ziele zu erreichen. Das wäre echt klasse. Naja, mal sehen. Die erste Schicht muss ja nicht stellvertretend für den ganzen Monat stehen. Wobei mein Chef gestern bei der Abrechnung schon unkte: "Naja, ich würde mich wundern, wenn das Geschäft im Januar gut läuft..." 
Samstag, 3. januar 2009
- veröffentlicht in: Taxi - Verschiedenes
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen
So, wie geplant habe ich nur eine halbe Schicht gefahren heute. Danach habe ich Ozie von der Arbeit abgeholt, und nachdem wir das Auto abgestellt haben, sind wir beide zusammen heimgefahren. Ziemlich viel Zweisamkeit im Vergleich zu den letzten Tagen. Tut definitiv gut!
Da ich nun also recht viel Zeit habe, und zudem Lust auf Schreiben, kommt hier mal wieder eine Schicht-Zusammenfassung. Für viele ist das sicher recht öde, aber die, die bei mir reinlesen, weil sie Taxifahrer werden wollen, finden es vielleicht dennoch nett.
Ich habe mein Auto pünktlichst abgeholt. Der Kollege H., mein Tagfahrer war zwar schon weg, aber immerhin war das Auto noch warm :) Das war bei dieser Arscheskälte da draussen echt eine Wohltat. Bis zum Ostbahnhof hat sich wie so oft niemand gefunden, also habe ich mich dort eingereiht.

Gewartet habe ich kaum 20 Minuten, und traf dann auf eine ältere Frau, die mich mit ihrem Fahrtziel geradezu begeistern konnte: Adlershof! Das sind gleich mal beschwingte 20 € auf der Uhr. Genau genommen 19,40, aber dafür gab's ja auch Trinkgeld: 2,60 obendrauf! Wir haben uns während der Fahrt ganz gut unterhalten über dies und das. Witzig war, dass wir auf das Thema "Neuerungen im Leben" gekommen sind, weil sie mit dem Gurt nicht zurecht kam. So kam der schönste Ausspruch heute von ihr: "Ich bin alleine, was brauch ich Internet?" Naja, irgendwie kann ich es verstehen...

Nach einem Zwischenstopp in Schöneweide, wo es allerdings etwas voll am Taxistand war, landete ich unbesetzt wieder im "Nahen Osten". Noch vor dem Bahnhof allerdings hielten mich fünf junge Spanier an. Die Kommunikation gestaltete sich zwar etwas schwierig, weil sie etwa so gut Deutsch und Englisch konnten wie ich Spanisch. Eine Adresse hatten sie nicht, nur einen handgeschriebenen spanischen Zettel. Trotz krudester Schreibweise habe ich vermutet, dass sie ins "Tacheles" wollen, seines Zeichens immerhin Inhalt des Ortskundekataloges. Nachdem sie mir auf einem U-Bahn-Plan die Haltestelle "Oranienburger Str." zeigten, war ich mir endgültig sicher. War eine nette Fahrt ohne viel Kommunikation, die sich als auch recht lukrativ erwies.

In der City sind mir viele Halten immer noch zu ungewiss, und so graste ich im Vorbeifahren meine Lieblingsplätze und die Weihnachtsmärkte ab. Nix. :(
Erst 100 Meter vor dem - Trommelwirbel! - Ostbahnhof hat mich ein Mann rausgewunken, der zum U-Bahnhof Schönleinstr. wollte. Glücklicherweise war ich da letzte Woche schon einmal, sonst wären wir wohl aufgeschmissen gewesen, denn er kam nicht aus Berlin und stand - wenn auch nichts wichtiges war - unter Zeitdruck. Ich erfuhr, dass er bei einer Veranstaltung des CCC war, was seine Sympathiewerte bei mir noch ein paar hundert Prozent ins Plus gerückt hat. War ne kurze Tour, aber immerhin ein Euro Trinkgeld.

Dann kamen zwei Kurzstrecken in sehr kurzer Folge, die mich grob vom Kotti zum Schlesischen Tor und von dort wieder zum Kotti brachten. Einmal im Kreis fahren? 7 € bitte :)

Einmal gings noch zum Haus der deutschen Wirtschaft (wieder Erwarten aktuell keine Ruine!) und einmal nach Kreuzkölln in die Weichselstr. Bei der letzten Tour hab ich noch einen Euro draufgelegt, weil das Navi - ich hatte die Hausnummer nicht eingegeben - einen Umweg gemacht hat. So wie ich die Kundin einschätze, wäre das nicht einmal nötig gewesen, aber ich stehe zu meinen Fehlern - und so habe ich das von meinem Trinkgeld abgezogen.

Alles in allem bin ich in nur 5 Stunden auf respektable 78 € gekommen, was ich nie erwartet hätte. Mein Ziel waren 50 €, und ich war mir nicht sicher, ob das klappt. Also insgesamt eine allzeit angenehme Nacht! Noch zwei Nächte in diesem Jahr, und ab Januar sind meine Ziele ein wenig höher als jetzt noch - allerdings weniger pro Schicht, sondern eher die Zahl der Schichten selbst ;)
Montag, 29. dezember 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Verschiedenes
Kommentare (2) - Kommentar hinzufügen
Es gibt einen neuen Rekord zu vermelden (schon vom 25.12.08)

Höchstes Trinkgeld pro Tour: 3,90 €
Samstag, 27. dezember 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Verschiedenes
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen
Heute bin ich überraschend von meinem Chef geweckt worden. Er bat mich, ins Büro zu kommen, sodass ich ein paar Unterschriften loswerden kann. Ging um die Fördergelder-Geschichte, im Endeffekt bürokratisches Tralala. Da hat es mich doch umso mehr erfreut, dass ich erstmal ein dickes Paket Pralinen (immerhin 1 kg!) auf den Tisch gestellt bekam, um sie mitzunehmen. Die Bemerkung, dass ich die weder an einem, noch an zwei Tagen vernichten sollte, war eigentlich überflüssig - aber es ist schön, wenn sich Chefs noch um die Mitarbeiter sorgen :)
Danach hab ich gleich noch Abrechnung gemacht, was vorübergehend den schmerzlichen Verlust von 800 € bedeutet hat. Was soll's, dafür hab ich jetzt Pralinen ;)
Ich bin zugegeben gespannt auf die erste Gehaltszahlung, aber ich habe immer noch ein mehr als gutes Bild von meinem neuen Arbeitgeber und die vage Hoffnung, dass das arbeitsmäßig noch für einige Jahre mein Zuhause sein wird.
Ich habe mich in den letzten Tagen immer wieder einmal daran zurückerinnert, wie die Schnepfe im Jobcenter mich ungläubig angestarrt hat, und mich gefragt hat, ob ich mich denn wirklich "mit Gelegenheitsjobs durchschlagen" will. Tja, vielleicht bin ich der Idiot, der eine schlecht bezahlte Arbeit annimmt, nur weil sie ihm Spaß macht. Vielleicht aber - und das möchte ich gerne zur Diskussion stellen - ist es auch gar kein allzu großer Fehler, keine lange Ausbildung zu machen, um den Rest seines Berufslebens damit zu verbringen, anderen Leuten ihr Leben schlechtzureden.
Keine Frage: Eine Ausbildung ist sinnig, und ich will niemandem dieselbe schlechtreden. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass mein Lebensentwurf von den meisten nicht ernstgenommen wird. Wenn ich einen Hauptschulabschluss hätte, dann würden die Leute jetzt Schlange stehen um mir zu gratulieren, dass ich mal mehr als einen Minijob habe. Stattdessen erzählen mir Leute im Jobcenter - die froh sein sollten, wenn sie mich los sind - was ich für einen Scheiss mache.
Heisst das jetzt etwa, dass es blöd war, Abi zu machen?
Ganz im Ernst, Leute: Ich bin so glücklich wie schon seit langem nicht mehr, und das hat dieses Mal sehr viel mit meinem Job zu tun. Nicht, weil ich so ewig darauf hingearbeitet habe, und auch nicht nur, weil ich ein paar Euro mehr kriege als ich gewohnt bin. Sondern einfach, weil ich diesen Job mag.
Und weil ich - sicher im Gegensatz zur Jobcenter-Mitarbeiterin - von meinem Chef Pralinen geschenkt bekomme.
Donnerstag, 18. dezember 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Verschiedenes
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen
Dass der Sonntag ein schlechter Tag zum Taxifahren ist, habe ich schon desöfteren gehört. Heute hat's mich auch erwischt. Ich hab spät angefangen, und erstaunlich schnell (von 20.30 Uhr bis 0.30 Uhr) 7 Touren zusammen gehabt. Aber was für welche: 50 € hatte das Taxameter zusammengerasselt. Wenn man bedenkt, dass man unter 3,50 € quasi nicht fahren kann und die Durschnittstour bei ca. 11 € liegt, ist das eben nicht so prickelnd. Aber irgendjemand muss ja die ganzen Leute fahren, die die Kollegen ablehnen, nicht wahr? Waren heute alleine drei Touren!
Zu diesem Thema noch kurz ein paar Sätze:
Ich verstehe es ja, dass man nicht gerne am Taxistand steht, um dann nach einer Stunde eine Tour für 5 € zu fahren. Das kann einem die Schicht schon finanziell vermiesen. Aber es ist nicht nur nicht erlaubt (Stichwort: Beförderungspflicht) und unhöflich, sondern gewissermaßen auch unüberlegt. Wenn jetzt die nächsten 5 Leute nur kurze Touren haben wollen... lehnt man die dann alle ab? Wenn man dadurch dann noch länger steht, nimmt man dann auch mittellange nicht mehr an? Ich kenne mich da nicht aus, ich fahre nunmal auch Kurzstrecken. Aber wenn ich nach einer halben Stunde Standzeit eine Tour von 5 € ablehne, dann muss ich nach anderthalb Stunden auch eine mit 15 € ablehnen. Der Logik des Geldes nach...
Im Übrigen hatte ich so eine echt nette Tour mit 5 Leuten. Die hat 6,60 € gebracht, dazu 1,50 € Aufschlag für die 5. Person. Bezahlt haben sie mit einem Zehner, was 1,90 € Trinkgeld bedeutet. Und nach 15 Minuten stand ich wieder am Bahnhof... also sooooo schlimm finde ich das nicht.
Naja, ich hab dann die Schicht trotzdem mit mageren 70 € frühzeitig beendet, weil ich nicht warten wollte, bis ich ab 5 Uhr nochmal eine Stunde am Boom teilhaben kann.
Montag, 15. dezember 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Verschiedenes
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen
Das soll keine Klage werden, sondern eine fröhliche Feststellung. Die letzte Schicht habe ich spontan freigenommen, und wenn man so will, dann habe ich das heute genauso gehalten. Unter anderen Vorzeichen allerdings. Heute (d.h, genau genommen gestern) war betriebliches Weihnachtsessen angesagt - etwas, wovon viele Taxifahrer wahrscheinlich nur träumen können. Die Wahl des Restaurants, in dem ich meine diesjährige Weihnachtsgans gegessen habe, war zwar eher unglücklich - aber in manchen Punkten immerhin Anschauungsunterricht, wie Dienstleistungen nicht auszusehen haben. Ich bin ja nun wirklich kein penibler Zeitgenosse, wenn es um Gastronomie geht. Ganz gewiss nicht. Ich kann mir schon mal selbst helfen. Allerdings war die Planung in diesem Laden schon derb daneben. Dass Teller erst gereicht wurden, nachdem das Essen auf dem Tisch stand, war schon einmal kurios. Dass die Gänse am Stück geliefert wurden, hat die meisten Probleme verursacht - vor allem, weil es in diesem Restaurant offenbar keine Geflügelschere gibt. Der beste Witz in meinen Augen war allerdings der, als die Klöße auf dem Tisch aufgebraucht waren. Mein Chef forderte Nachschub und erhielt als Antwort ein lapidares "Sind alle!". Seine Frage nach Kartoffeln wurde wie folgt beantwortet: "Nicht Pommes? Gehen schneller!".
Die Auslieferung der Kartoffeln erfolgte dann auch in einer grobmotorischen Umschüttung bei Tisch, es war irgendwie kurios. Nichts, mit dem man nicht leben kann, aber irgendwie ungewöhnlich...
Ach ja: Geschmacklich wäre durchaus auch noch ein bisschen mehr drin gewesen. Beispielsweise die Zubereitung der Kartoffeln in Salzwasser. Hätte ich empfohlen - aber ich bin ja kein Koch ;)
Naja, das hat nun nicht wirklich die gute Laune verdorben. Es war ein netter Abend, und so kam es dann auch, dass ich irgendwann beschlossen habe, nicht mehr loszufahren. Was scheinbar alle anwesenden Kollegen so gehalten haben. Ich habe sehr viele Tipps bekommen, und vor allem wurde mir mehrmals versichert, dass die bisherigen Umsätze eigentlich echt gut wären. Ich hab eine Menge nette Kollegen kennengelernt und bin insgesamt sehr zufrieden mit dem Verlauf des Abends. Ja, und jetzt sitze ich hier des Rhytmus wegen noch ein paar Stunden ab und genieße ein zwei Bierchen - zu denen ich ja sonst während der Arbeit nicht komme. Was auch gut ist - denn zum Saufen hatte ich während des letzten Jahres genug Zeit.
Ich freue mich außerordentlich auf den morgigen Tag, zumal Ozie frei hat und wir abends noch zum Ikea fahren werden. Leider war sie schon im Bett, als ich gerade heimgekommen bin.
Ich bin jetzt erst vier Schichten gefahren, und irgendwie bekomme ich mit jedem Tag mehr den Eindruck, dass es genau das ist, was ich machen will. Mir ist zwar bewusst, dass das Geld nicht zu massenhaft fließt in diesem Job, aber so lange ich nicht alleine eine Familie damit durchfüttern muss, will ich das eigentlich schon jetzt nicht mehr missen. In diesem Punkt stehe ich voll auf einer Linie mit meinem Chef, der nach seinem Studium beim Taxifahren geblieben ist, obwohl er laut eigenen Angaben gute Angebote hatte, bei denen er mehr verdient hätte.
Es ist eine ganz eigene Kultur und Mentalität, die in dieser - ja, man kann schon "Szene" sagen - herrscht, und ich bin mir sehr sicher, dass ich auch im richtigen Unternehmen gelandet bin. Als 27jähriger habe ich im Übrigen den bisher Jüngsten des Betriebs abgelöst, was ich irgendwie cool finde - wahrscheinlich, weil es in meinem Alter langsam seltener wird, dass man für jung gehalten wird :) Ansonsten ist es ohne Relevanz, da ich weder Arsch vom Dienst, noch übervorteiltes Nesthäkchen bin.
Ich bin eigentlich nur da, wo ich seit einem dreiviertel Jahr hinwollte: Als einer von 7000 Taxifahrern in Berlin in einem der mit Sicherheit besten Betriebe der Stadt. Und mehr noch natürlich: On the Road again...
Dienstag, 9. dezember 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Verschiedenes
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen
Wir haben es Mittag, und in nicht ganz anderthalb Stunden bin ich dann schon unterwegs. Ich werde mich mit einem Fachmann der Firma unterhalten über das Auto, das Taxameter, das Navi, das Funkgerät, dies und das, oder wie man im Schwäbischen sagt: "sell ond jenes".
Danach werde ich mir das Auto schnappen, und los geht es! Ich habe noch keinen "strategischen Plan", wo ich hinfahren werde, aber mir wird schon was einfallen. Das Wetter sollte so schlecht nicht sein für Taxen. Denn es regnet und / oder schneit hier in Berlin gerade. Schön anzusehen, und für mich jetzt auch kein Problem soweit. Fahren auf Schnee und Eis halte ich noch für eine meiner Stärken...
Ja, und dann mal sehen, wie lange ich heute durchhalte :)
Ich kann gerade überhaupt nicht einschätzen, wie es ist, wieder zu arbeiten. Meine Nervosität hält sich in Grenzen, ich freue mich eher. Keine Ahnung, was mich heute alles erwartet, aber ich bin gespannt und hoffnungsvoll :)
Mittwoch, 3. dezember 2008
- veröffentlicht in: Taxi - Verschiedenes
Kommentare (0) - Kommentar hinzufügen
what is a blog auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Missbrauch melden