Soziales und Politisches fachwissen für alle
Vertraut man den Umfragen, sind die Kenntnisse der Bürger über Politik sehr gering, oftmals liegen auch gar keine Kenntnisse vor. Hauptsächlich liegt das daran, dass diese Menschen sich für Politik nicht interessieren, aber auch eine zunehmende Politikverdrossenheit ist die Ursache hierfür. Kann man das hinnehmen? Die Antwort muss eindeutig Nein sein. Politik ist ein Bereich im Leben eines Jeden, der ihn interessieren muss. Die Bundesregierung, die Regierungen in den Ländern und die Kommunen verfassen Gesetzt, die alle Bürger in irgend einer Art und Weise betreffen. Seien es nun Steuergesetze, Gesetze über das Gesundheitswesen, die Bildung oder für den Arbeitsbereich. Jeder Bürger profitiert oder wird belastet von diesen Gesetzen. Bevor die Gesetze erlassen werden, finden im Bundestag Anhörungen diesbezüglich statt. Über die Debatten zwischen Regierung und Opposition sollte man sich informieren, damit man über Alternativen zu den Entwürfen informiert ist. Auch wenn man keine direkte Einflussnahme hat, die Entscheidung liegt beim Parlament, können die Bürger dennoch durch Demonstrationen oder Bürgerproteste einen Einfluss auf das laufende Gesetzgebungsverfahren nehmen. Hiervon wird jedoch wenig Gebrauch gemacht. In einigen anderen Länder wird diese Form der Kundgebung der Bürgermeinungen wesentlich häufiger genutzt.
Viele Gesetze betreffen nur Minderheiten in der Gesellschaft, von daher ist das Interesse auch gering, aber Sozialgesetze betreffen die überwiegende Zahl der Bürger. Die Politik ist verpflichtet, die bestehende Gesetze an die Veränderung der Realitäten anzupassen, beispielsweise die Rentengesetze aufgrund des demographischen Wandels. Die Veränderungen bringen oftmals Nachteile für die betroffene Bevölkerungsgruppe. Damit diesen jedoch die Notwendigkeit von Reformen vermittelt wird, muss die Politik stärker auf Veränderungen hinweisen. Dies ist notwendig, damit die Bürger einerseits besser informiert werden und das Gefühl haben sie werden gefragt.